TSG-Maulwurfproblem: „Das ist eine klare Bitte an die Stadt Aalen“

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Johannes Rief (Mitte) hat seinen Vertrag bei der TSG verlängert.
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Kapitän Johannes Rief vom Fußball-Verbandsligisten TSG Hofherrnweiler hofft auf eine schnell Lösung bei der Maulwurfsproblematik.

Aalen-Hofherrnweiler. Sein Lieblingstier ist der Elefant. Mit Maulwürfen dagegen hat er es nicht so. Schon gar nicht, wenn sie sich unter dem Platz austoben. Im Interview spricht Johannes Rief (28) von der TSG Hofherrnweiler über eine Plage, die Vertragsverlängerung und darüber, dass „drei Punkte viel sind“.

Herr Rief, Sie haben frühzeitig Ihren Vertrag verlängert und damit ein Zeichen gesetzt. Was hatte das für einen Grund?

Rief: Das hatte mehrere Gründe.

Nennen Sie uns diese.

Zum einen fühle ich mich im Verein und im Team total wohl. Der Verein ist gewachsen, er will weiter wachsen, und es ist schön, ein Teil davon zu sein. Zum anderen fühle ich mich wohl in meiner Rolle als Kapitän. Das passt mit dem Trainerteam sehr gut zusammen.

Was genau meinen Sie?

Das Verhältnis zu Trainer Patrick Faber ist exzellent. So stelle ich mir ein Trainer-Kapitän-Verhältnis vor. Wie tauschen uns ständig aus, treffen gemeinsam Entscheidungen.

Wie definieren Sie Ihre Rolle als Kapitän?

Ich übernehme gerne Verantwortung, wobei noch zwei, drei, vier andere Spieler das Team mitführen. Ich gehe aber auch abseits des Platzes voran. Ich hatte beispielsweise den Gedanken, dass wir eine Kooperation mit der Jugend eingehen. Es geht um eine Patenschaft. Wir haben Spieler den Jugendteams zugeordnet, die diese unterstützen. Das kommt bislang super an.

Sportlich läuft es auch klasse. Sind drei Punkte aus Ihrer Sicht viel?

Ich weiß, worauf Sie hinaus wollen. Wir haben aktuell nur drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Drei Punkte sind sehr viel, und der Aufstieg ist überhaupt kein Thema für uns. Es sind gerade einmal 17 Partien absolviert. Und wir wissen auch, wo wir herkommen.

Worauf wollen Sie hinaus?

Wir hatten im Januar auch ein Gespräch, damals wären wir sang- und klanglos abgestiegen. Auch jetzt kann der Tabellen-15. absteigen, und auf den haben wir 13 Punkte Vorsprung. Das ist bei 38 Spieltagen nicht viel.

Sie wollen nicht ernsthaft behaupten, dass Sie sich Sorgen um den Klassenerhalt machen?

Wir schauen sehr genau auf den Strich, der zu den Nichtabstiegsplätzen führt. Wobei auch klar ist, dass wir uns bislang eine super Ausgangssituation erarbeitet haben.

Die TSG steht auf Platz fünf. Essingen ist Vierter, der FC Normannia Sechster. Schauen Sie auf die beiden Ostalb-Rivalen besonders?

Vor den direkten Duellen ja. Sonst interessieren und diese beiden weniger. Wobei ich hoffe, dass wir alle drei in der Liga bleiben. Diese Duelle sorgen für viel Gesprächsstoff.

Der TSV Essingen will aufsteigen, ist aktuell aber nur Vierter.

Das überrascht mich dahingehend nicht, weil sie auf Schlagdistanz sind. Ein Sieg, und sie sind wieder Erster. Jeder weiß, welch Qualität dieser Kader hat.

Muss die TSG Hofherrnweiler im Winter personell nachlegen?

Nein. Mit dieser Mannschaft sind wir absolut konkurrenzfähig und haben deshalb keinen Bedarf. Wobei wir uns natürlich umhören und umschauen. Wenn aber ein Spieler dazukommt, muss er aus der Region sein und zu unserem Team passen.

Was ist Ihr Lieblingstier?

Der Elefant.

Bei der TSG treibt aktuell der Maulwurf sein Unwesen.

Das beschäftigt uns sehr. Ich finde es zunächst kurios, welch hohe Wellen das schlägt. Wir müssen das Problem gemeinsam als Verein angehen. Und nicht nur uns. Die Gesellschaft muss darauf achten, dass die Vereine am Leben bleiben. Deshalb ist diese Problematik auch eine klare Bitte an die Stadt Aalen. Es muss alles getan werden, dass die Vereine hier eine gute Infrastruktur haben.

Wie schwierig ist es, dauerhaft auf Kunstrasen spielen zu müssen?

Natürlich fehlt uns der Rasen. Aber die Verletzungsgefahr auf unserem Platz ist einfach zu groß. Ich habe ja kein hohes Tempo, aber wenn da ein schneller Spieler drüber läuft, ist das extrem gefährlich.

An diesem Samstag gastieren Sie beim Tabellenführer Ehingen Süd.

Wer hätte gedacht, dass das am 18. Spieltag ein Topspiel ist. Es wird sehr schwer, aber wir wollen etwas Zählbares mitnehmen.

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