Sportmosaik

TSV Essingen: Abteilungsleiter Siad Esber warnt vor den Sportfreunden Dorfmerkingen

+
Abteilungsleiter Siad Esber vom TSV Essingen will das Saisonziel nicht korrgieren und bleibt weiter bescheiden. Links neben ihm auf der Zuschauertribüne Sponsor Berndt-Ulrich Scholz.
  • schließen

Alexander Haag über Zuschauer, zurückhaltende Spitzenmannschaften und zwei Topspieler bei einem Konkurrenten.

Das erste Halbjahr haben die Fußballer hinter sich. Da ist es an der Zeit, einen Blick auf die Zahlen zu werfen. Beispielsweise auf die Zuschauerstatistik. 12149 Fans sind in der Hinrunde zum VfR Aalen in die Ostalb-Arena gekommen. Trotz der Insolvenz und trotz eines Abstiegsplatzes zur Winterpause liegt die Elf von Trainer Tobias Cramer damit auf einem vorderen Mittelfeldplatz. Durchschnittlich 1215 Besucher pro Heimspiel bedeuten Rang sieben in dieser Tabelle. Ganz vorne liegen erwartungsgemäß die Offenbacher Kickers mit durchschnittlich 5999 Zuschauern vor dem Tabellenführer SSV Ulm 1846 mit 2784 Besuchern. Auch am Tabellenende gibt's nichts Neues: Die TSG Hoffenheim II mit 263 Zuschauern im Schnitt ist das Schlusslicht.

Für eine Überraschung sorgt drei Ligen darunter die SG Bettringen. Der Aufsteiger hat mit durchschnittlich 278 Besuchern die meisten Zuschauer in der Landesliga. Dahinter folgen der TSV Buch (245) und der SV Waldhausen (214). Mit 186 Besuchern im Schnitt rangiert der TSGV Waldstetten auf Platz sieben der Zuschauertabelle, der SV Neresheim als viertes Team aus dem Bezirk Ostwürttemberg liegt mit 117 Zuschauern auf dem drittletzten Platz.

Noch ist's ruhig auf dem Transfermarkt, und beim TSV Essingen soll es das in der Winterpause auch bleiben. „Wir haben nicht geplant, einen Neuzugang zu verpflichten“, sagt Dr. Siad Esber. Der Abteilungsleiter des Verbandsliga-Tabellenführers stellt klar, dass „wir unserer Mannschaft vertrauen“. Die glänzt in der laufenden Runde unter Trainer Simon Köpf. „Es ist schon seltsam: In dieser Saison wollten wir eigentlich kleinere Brötchen backen, und jetzt stehen wir ganz vorne. Das ist ein Traum“, sagt Esber.

Heißt das, dass der TSV Essingen sein Ziel vor der Rückrunde korrigiert? „Nein“, sagt Siad Esber. Und dann bedient sich der Abteilungsleiter einer Floskel: „Wir schauen weiter von Spiel zu Spiel.“ Wobei Esber eigentlich ein Mann der klaren Worte ist. Und deshalb ergänzt er: „Direkt nach der Winterpause kommen die Derbys gegen die TSG Hofherrnweiler (4. März) und die SF Dorfmerkingen (11. März). Wenn wir die gewinnen sollten, können Sie mich nochmal nach den Zielen fragen ...“ Dabei warnt der Abteilungsleiter vor allem vor den Dorfmerkingern: „Mit Marc Gallego und Daniel Nietzer haben die Sportfreunde die vielleicht besten Spieler der Verbandsliga in ihren Reihen.“

Einer der schärfsten Verfolger des TSV Essingen ist der FC Normannia Gmünd. Und auch der will seinen Kader im Winter nicht verändern. „Wir haben nichts geplant, wir vertrauen unserer Mannschaft“, sagt Trainer Zlatko Blaskic. Und: „Auf mich ist keiner unserer Spieler zugekommen und hat gesagt, dass er unzufrieden ist oder weg will. Deshalb brauchen wir keine Neuen. Wir sind auf jeder Position gut besetzt.“ Vor allem sagt Blaskic, dass „wir keine Unruhe reinbringen wollen“. Ganz nebenbei gebe es vier Spieler, die in der Hinrunde kaum gespielt haben und jetzt zurückkehren sollen: Angelos Sanozidis, Kevin Renner, Tobias Kubitzsch und Luca Molinari. „Sie alle verstärken unseren Kader, wenn sie wieder richtig fit sind“, sagt Trainer Zlatko Blaskic.

Prominenter Neuzugang für den ASV Heidenheim: Ibrahim Hajtic verstärkt ab sofort den Spitzenreiter in der Kreisliga B, Staffel V. Für die Heidenheimer ist der Neuzugang ein echter Kracher. Hajtic trug in der Saison 2017/2018 das Trikot des 1. FC Heidenheim und absolvierte für die Elf von Trainer Frank Schmidt sogar ein Spiel in der 2. Bundesliga. Über die Würzburger Kickers, Energie Cottbus und den SV Neresheim kam der 24-jährige Innenverteidiger im Sommer 2021 zum TSV Essingen. Hajtic absolvierte zudem 14 Spiele in der 3. Liga.

Alexander Haag

Zurück zur Übersicht: Regionalsport

Kommentare