Volleyball spielt - Handball teilweise

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Auf einem Handy, das an einem Torpfosten steht, ist die CovPass-App geoeffnet, davor ein Corona-Schnelltest.
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Der HVW stoppt alle Handballspiele unterhalb der Oberliga - Volleyball wird dagegen weiter gespielt.

Ostalbkreis.

Die Sportverbände reagieren unterschiedlich auf die neuesten Corona-Regelungen der Landesregierung. Während der Handballverband Württemberg (HVW) den Spielbetrieb für die Klassen ab Württembergliga abwärts bis Ende des Jahres aussetzt, spielen die Volleyballer aller Klassen ab kommendem Wochenende wieder. Auch die Tischtennissaison ist zunächst einmal unterbrochen.

Alle Verbände hatten zunächst die Spiele am vergangenen Wochenende abgesagt, nachdem die Landesregierung die neuen Regelungen erst spät am Freitagabend bekanntgab und eine kurzfristige Reaktion am folgenden Tag einen zu großen organisatorischen Aufwand bedeutet hätte. Danach hätten nach Zuschauern auch alle Sportler, Betreuer und Trainer nur noch nach 2G+-Regeln in die Halle gekonnt.

Inzwischen wurde nachgearbeitet. Es gelten die gleichen Regeln wie im Alltag, also bereits geboosterte Sportler, Menschen mit ausreichend Impfschutz und erst vor kurzem Genesene benötigen keinen test. Die Ergebnisse werden von den Sportverbänden unterschiedlich beurteilt.

Erwartete Entscheidung

Der Handballverband Baden-Württemberg (HBV) setzt den Spielbetrieb in der Baden-Württemberg Oberliga fort, während der Verband Württemberg (HVW) in seinem Zuständigkeitsbereich, den Ligen darunter, alle Spiele bis 31. Dezember aussetzt. „Auch wir als Handballverband wollen unseren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie leisten“, sagt Michael Roll vom HVW.

Der TSB Gmünd spielt also in der Oberliga weiter. Der HBV habe die Vereine befragt und die hätten sich entsprechend geäußert, schreibt der Verband. „Wir wurden nicht gefragt“, sagt Michael Hieber, Abteilungsleiter des TSB Gmünd. „Und ich bin auch nicht dafür weiterzuspielen. Ich fände Solidarität mit der Gesellschaft und den unteren Ligen richtig und hätte alles ab der 3. Liga abgesagt, nur den Profisport weiter laufen lassen.“ Man müsse die Zahlen senken, eben auch mit Kontaktbeschränkungen im Sport.

„Die Entscheidung des HVW war erwartbar, einige Spieltage in den unteren Klassen liefen schon holprig wegen diverser Ausfälle“, sagt Philipp Röhrer, Abteilungsleiter der SG Hofen/Hüttlingen. „Man hätte es zwar sich weiter durchziehen können, aber der Sport muss auch seiner Verantwortung in diesen Zeiten nachkommen“, ergänzt er. Auch Roland Kraft, Abteilungsleiter der Aalener Sportallianz sieht die Entscheidung als richtig. „Uns haben schon Eltern von Jugendspielern gefragt, ob wir wirklich weiter spielen sollten bei diesen Zahlen“, erzählt er. Das Training läuft in beiden Vereinen weitgehend weiter, weil in getrennten Gruppen. Viele Spieler sind bereits geboostert, die wenigen ungeimpften Sportler sind nicht zugelassen.

Volleyball geht weiter

Im Gegensatz dazu setzt der Volleyballverband Württemberg seinen Spielbetrieb in allen Klassen fort, auch in Jugend- und Mixed-Ligen. Natürlich unter 2G+-Regeln für alle Beteiligten, mit den Ausnahmen, die auch im Alltag gelten. „Die Entscheidung gibt allen Sicherheit und ermöglicht das Sporttreiben“, sagt Präsident Martin Walter. Spielverlegungen werden erleichtert, falls Mannschaften nicht spielen können.

Hannes Bosch, Trainer der Regionalliga-Damen der DJK Schwäbisch Gmünd, die unter dem Dach des Deutschen Volleyballverbandes spielen, und als Jugendwart im Präsidium des VLW, hätte sich einen Spielstopp bei Jugend und den unteren Klassen vorstellen können, um die Kontakte einzuschränken. „Nur so können wir die Pandemie in den Griff bekommen“, meint er. „Wir finden es gut, bei strengen Regeln weitermachen zu können, vor allem für die Jugend“, sagt Julius Gaugler vom TSV Ellwangen. Man halte sich streng an ein Hygienekonzept. Ähnlich äußert sich Klaus Bareiß, stellvertretender Abteilungsleiter des TSV Mutlangen.

Auch der Tischtennisverband hat übrigens seinen Spielbetrieb bis zum 31. Dezember unterbrochen.

Ich hätte nur den Profisport weiter laufen lassen.“

Michael Hieber, Abteilungsleiter TSB Gmünd
Auf einem Handy, das an einem Torpfosten steht, ist die CovPass-App geoeffnet, davor ein Corona-Schnelltest.

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