Wolfs „Ehrenmänner“ müssen liefern

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Hoffnungsträger: Gino Windmüller kehrt am letzten Spieltag bei der TSG 1899 Hoffenheim II in den Kader des VfR Aalen zurück. Für Trainer Uwe Wolf ist der erfahrene Innenverteidiger ein Kandidat für die Startelf.
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Nach nur einem Punkt aus fünf Partien: Trainer Uwe Wolf will am Samstag mit einem Sieg bei der TSG 1899 Hoffenheim II die Saison beenden. Gino Windmüller und Toni Vastic kehren zurück.

Aalen.

Uwe Wolf spricht von einem „Endspiel“. Nach der jüngsten Negativserie mit fünf sieglosen Spielen in Folge kann der VfR Aalen am letzten Spieltag auf einen der letzten sechs Plätze abrutschen - und das hätte bis zur Entscheidung am grünen Tisch den Abstieg zur Folge gehabt. Mit einem Sieg bei der TSG 1899 Hoffenheim II am Samstag wollen die Ostälbler über diesem Strich bleiben und sich mit einem Erfolgserlebnis in die dreiwöchige Sommerpause verabschieden. Anpfiff in Zuzenhausen: 14 Uhr.

Uwe Wolf schlägt neue Töne an. Und wird demütig. Im letzten Spiel „sechs Mannschaften hinter sich lassen“ will der Trainer des VfR Aalen zum Abschluss der Saison 2020/2021. Dabei hat der 53-Jährige zu Beginn seiner Amtszeit noch optimistisch nach oben geblickt. Aber die jüngsten fünf Partien mit nur einem Punkt hätten sein Team in eine „missliche Lage“ gebracht. Jetzt sei wichtig, dass seine Elf im Saisonfinale „mit einem positiven Erlebnis in die Pause geht“. Heißt: „Wir wollen uns in Hoffenheim mit aller Macht die drei Punkte holen.“

Anders als vor wenigen Wochen beklagt Wolf jetzt die vielen verletzungsbedingten Ausfälle. „Wir mussten auf eine junge Mannschaft setzen, weil wir keine anderen Spieler zur Verfügung hatten“. Zuletzt gegen die Offenbacher Kickers (0:2) hätte seine junge Garde Lehrgeld bezahlt, obwohl „ich der Art und Weise, wie diese junge Mannschaft aufgetreten ist, höchsten Respekt zolle“. Was aber auch zur Wahrheit gehört: unterm Strich stehen zu wenig Punkte. Und deshalb stellt sich die Frage, ob der jungen Rasselbande, der laut Wolf „die Zukunft gehört“, schlicht die Qualität fehlt. Der Fußballlehrer verneint das nur noch bedingt und sagt: „Wir werden in der kommenden Saison eine gute Struktur drin haben was den Altersschnitt angeht. In den nächsten Tagen wird sich der eine oder andere erfahrene Spieler in unseren Kader für die neue Saison einreihen.“

Zwei andere Erfahrene reihen sich nun wieder fürs Spiel am Samstag ein: Gino Windmüller und Toni Vastic stehen wieder zur Verfügung. „Beide sind Kandidaten für die Startelf“, sagt Wolf. Alle anderen Langzeitverletzten fallen weiter aus. Das gilt auch für Youngster Serdar Arslan, der rotgesperrt ist.

Wolf mit Flick und Rangnick

Großen Respekt hat Wolf auch vor dem letzten Gegner: „Wie immer: Zweite Mannschaften haben gut ausgebildete Fußballer.“ Gerade in Hoffenheim, wo Wolf zwischen 2003 und 2007 selbst als Juniorentrainer im Amt war, sei „Enormes gewachsen“. Damals habe er mit dem künftigen Bundestrainer Hansi Flick und Ralf Rangnick „das Fundament aufgebaut“.

Jetzt ist Uwe Wolf beim VfR Aalen, und da hat er in der Saison 2020/2021 eine letzte schwere Aufgabe vor der Brust: Nachdem bei einigen Profis zuletzt die Luft raus war, will Wolf seine Jungs noch einmal zu Höchstleistungen treiben. Wie gelingt ihm das? „Wir sind alle Ehrenmänner, und es ist doch Ehrensache, dass ich so einen sportlichen Ehrgeiz habe und sechs hinter mir lassen will“, sagt er.

Das müssen die Profis endlich wieder auf dem Platz zeigen.

So könnten sie spielen:

VfR: Layer - Windmüller, Stanese, Arh Cesen - Volz, Herrmann, Merk Müller - Abruscia - Bux, Barini

Ein Video gibt's unter www.schwaebische-post.de

Wir wollen sechs hinter uns lassen.“

Uwe Wolf, Trainer des VfR Aalen

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