Schwarzer Tag im Sprint am Rennsteig

Enttäuschung beim Heim-Weltcup in Oberhof: Die deutschen Damen sind zum Auftakt weit hinterher gelaufen.
Ohne Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier haben die deutschen Biathletinnen eine schwere Schlappe hinnehmen müssen und auch zum Start ins neue Jahr das Podest deutlich verpasst. Beim Heimweltcup in Oberhof war Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld) auf einem 34. Platz im Sprint über 7,5 km noch die stärkste Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV).

Mit einem Schießfehler hatte Horchler 59,8 Sekunden Rückstand auf Siegerin Lisa Vittozzi. Die Italienerin holte sich in 22:34,6 Minuten ohne Fehlschuss ihren ersten Sieg im Weltcup. Anais Chevalier (Frankreich/0) wurde mit 5,3 Sekunden Rückstand vor Hanna Öberg (Schweden/15,0) Zweite.

Dagegen ging bei den DSV- Frauen gar nichts. Hinter Horchler erlebten Denise Herrmann (Oberwiesenthal/4) als 36., Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld/2) auf Rang 40, Nadine Horchler (Willingen/1/41.), Franziska Preuß (Haag/3/45.) und Anna Weidel (Kiefersfelden/ 1/80.) einen rabenschwarzen Tag in der Arena am Rennsteig. Vor allem Herrmann, die sich so viel vorgenommen hatte, enttäuschte einmal mehr in diesem Winter auf der ganzen Linie.

Die bislang einzige Podestplatzierung der deutschen Frauen in diesem Winter hatte Dahlmeier als Zweite im Sprint von Nove Mesto erreicht. Wegen eines erneuten Infektes verzichtete die 25-Jährige jedoch auf einen Start in Oberhof. Allerdings ist nun eine Teilnahme an den Rennen in Ruhpolding von 16. bis 20. Januar bereits angedacht. sid
© Südwest Presse 11.01.2019 07:46
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