"Dann bist Du Held von Aalen"

Am Rande bemerkt

Die aktuelle Endrunde bringt neue unterhaltende Elemente ins Bundesliga-Ringen: In Burghausen gab's öffentliches Wiegen, am Samstag schickten die Weingartener ein rothaariges Nummerngirl auf die Matte, das im schwarzen Ledermini jeden Kampf ankündigte. Die Meinungen waren geteilt: Manche mögen's, manche finden's albern. Die Aalener jedenfalls hatten dafür jede Menge hochmotivierter Athleten im blauen Ringerdress aufzubieten. "Phänomenal, wie jeder noch einen Gang hochgeschaltet hat", freute sich KSV-Trainer Hüseyin Karaman.   Hochgeschaltet hatte der KSV auch in Sachen Transportmittel: Robert Boncium, Beisitzer im KSV-Präsidium, hatte für die Ringer den nobel ausgestatteten Mannschaftsbus des VfR Aalen besorgt. "Wir wollten die Mannschaft standesgemäß zum Finale bringen", sagte der Schwiegersohn von VfR-Präsident und KSV-Hauptsponsor Berndt-Ulrich Scholz. "Das hat nochmal allen gezeigt, dass es ein besonderer Tag ist", fügte KSV-Geschäftsführer Josef Mischko hinzu.   Vielleicht war es ein Mosaik aus vielen Details, die aus den KSV-Ringern ein hochmotiviertes Kollektiv machten. Dazu gehörten wohl auch die Worte, die Ex-KSV-Präsident Wolfgang Winter unter der Woche an Amiran Elbakidze gerichtet hatte. "Wenn Du den Kampf gewinnst, bist Du der Held von Aalen."   Hans Partsch, einer der die früheren Erfolge des KSV miterrungen hat, war auch in Bretten dabei. Und traf in der Halle einen alten Kameraden, den Olympiasieger Pasquale Passarelli (Partsch: "In der Jugend habe ich ihn besiegt."). Zuvor hatte sich der Aalener mit dem Weingartener Christoph Ewald unterhalten, mit dem Partsch weitläufig verwandt ist. "Ich gewinne heute", hatte Ewald ihm gesagt – und lag damit ziemlich falsch.   Dafür hatte KSV-Trainer Markus Mackamul richtig gelegen. Er hatte es schon vor Tagen gesagt: "Entscheidend wird es sein, wie wir in den Kampf reinkommen." Matchwinner Elbakidze sorgte für den Traumstart. "Ich habe an ein 3:0 geglaubt", erzählte Trainer Anton Nuding. Intensiv habe man mit Elbakidze gearbeitet. "Es ist bei ihm Kopfsache. Er ist im Training stark, es ging darum, es auf die Matte zu bringen." mü

Zurück zur Übersicht: VfR Aalen

Kommentare