Tobias Cramer: Skifahrer, Naturliebhaber und Schlagzeuger in einer Punk-Band

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Auch abseits des Platzes aktiv: Tobias Cramer fährt gerne Ski und Snowboard, und er ist ein gelernter Schlagzeuger, der früher in einer Punk-Band gespielt hat.
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Der neue Trainer des VfR Aalen ist auf der Ostalb angekommen: Wie der 47-Jährige abseits des Platzes tickt und warum man ihn nicht bei einem Kaffee in der Innenstadt trifft.


Aalen. „Des isch brudal!“ Das ist der Satz, den Tobias Cramer - wenn auch noch leicht holprig - auf Schwäbisch zuerst sagt. „Ich kenne das vom Studium, ein Studiumkollege im Schwerpunktfach Fußball kam aus Stuttgart, und er sagte das immer.“ Der neue Trainer gibt zu, dass er noch nicht alles versteht in seiner neuen Heimat. Er sagt aber auch, dass er sich auf Anhieb auf der Ostalb wohlfühlt.

Der 47-Jährige hat sich bereits eingerichtet. Eine Übergangszeit im Hotel gibt‘s bei Cramer nicht, er hat bereits eine Wohnung gefunden und bezogen. „Damit meine Familie mich auch besuchen kann“, sagt er. Zwar kenne er noch nicht allzu viel vom Ostalbkreis, aber das werde bald anders sein. „Wir sind familiär mit einem Hund ausgestattet, deshalb möchte ich hier mit meiner Familie auch viele Wandertouren machen.“ Eine Großstadt, das brauche er sowieso nicht. „Nein, überhaupt nicht. Ich komme aus Willingen, da sieht es genauso aus wie hier, nur dass die Berge höher sind.“ Er habe auch bewusst eine Wohnung außerhalb von Aalen gesucht, weil „ich auch die Sehnsucht habe, Ruhe zu finden“.

Wobei Cramer auch anders kann. Der 47-Jährige ist leidenschaftlicher Skifahrer und Snowboarder, er hat viele Jahre Tennis gespielt und als Tennistrainer gearbeitet. Und er ist ein gelernter und begeisterter Schlagzeuger. „Ich sollte erst jetzt wieder aushelfen, aber da war der Vertrag in Aalen schon unterschrieben ...“ Die Musik sei auch der Grund gewesen, weshalb er damals kein Fußballprofi geworden ist. „Ich weiß, dass ich ein guter Kicker bin und zählte zu den größten Talenten im Sauerland, aber ich habe auf mehreren Hochzeiten getanzt.“ Er bereue das keineswegs, denn auch als Schlagzeuger habe er großes Talent. „Mit meiner damaligen Punk-Band habe ich zwei CDs aufgenommen. Wir waren damals im Sauerland recht erfolgreich und haben vor 500, 600 Zuschauern gespielt.“

Und treffen die Aalener den neuen VfR-Trainer auch mal bei einem Kaffee in der Innenstadt? „Eigentlich nicht. Wenn, dann bin ich bei einem Bierchen unterwegs ...“

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