Kommentar: Alexander Haag über den Trainer des VfR Aalen und dessen harte Linie

Uwe Wolf riskiert seinen Job

+
Alexander Haag

Sportlich wäre es ein Unding gewesen: Der VfR Aalen hätte angesichts der akuten Personalnot das Spiel bei Schott Mainz nicht ernsthaft bestreiten können.

Trainer Uwe Wolf spricht bei nur fünf fitten Feldspielern aus dem Profikader zurecht von einer Wettbewerbsverzerrung. Bevor der VfR selbst entschieden hat, nicht anzutreten, hätte die Regionalliga Südwest eine Lösung finden müssen, dieses Spiel zu verlegen. Ungeachtet aller Paragrafen. Wolf hat außerdem recht, dass es unverantwortlich gewesen wäre, einen eben erst genesenen Coronapatienten sofort dieser Belastung auszusetzen. Dass der Trainer dafür nicht die Konsequenzen tragen wollte, ist ebenso verständlich.

Der 54-Jährige ist aber eine harte und gewagte Linie gefahren. Er hat sich geweigert, seinen Beruf auszuüben. Und er hat der Vereinsführung klar gemacht, dass er sofort den VfR Aalen verlässt, sollte diese nicht reagieren. Uwe Wolf hat sich bedingungslos vor seine Mannschaft gestellt. Er hat damit aber auch seinen eigenen Job riskiert.

Zurück zur Übersicht: VfR Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare