VfR Aalen: Im Stile der alten Herren

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Levin Noel Kundruweit verletzte sich in Stuttgart.
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Der Titelaspirant kommt zum Derby: Trainer Tobias Cramer will den SSV Ulm 1846 „enorm ärgern“. Leon Volz und Levin Kundruweit fallen aus, dafür kehrt Jan Just zurück.

Aalen

Nicht zu wild. Nicht zu emotional. Dafür mit einer hohen Stabilität. Der VfR Aalen will nach drei sieglosen Spielen in Serie wieder in die Erfolgsspur zurückkehren und ausgerechnet den ungeschlagenen Tabellenführer SSV Ulm 1846 „enorm ärgern“, sagt Trainer Tobias Cramer. Anpfiff am Samstag in der Ostalb-Arena: 14 Uhr.

„Zwei Hiobsbotschaften“ gebe es vor dem Derby, sagt Tobias Cramer. Zum einen sei Levin Kundruweit nicht rechtzeitig fit geworden, der Stürmer fällt gegen Ulm aus. Dasselbe gilt für Leon Volz, der sich im Training eine Außenbandverletzung zugezogen hat und ebenso passen muss. Im Training gefehlt hat auch Holger Bux (Erkältung), er soll aber im Kader stehen.

Mit dabei ist nach seiner Rotsperre erstmals wieder Jan Just, und der könnte laut Cramer Volz als Rechtsverteidiger ersetzen.

Wobei Loris Portella und Mario Szabo weitere Optionen seinen. Eines schließt der Trainer kategorisch aus: einen Wechsel zur Dreierkette. „Das ist viel zu komplex. Das haben wir gar nicht trainiert, und wir wollen keinen überfordern.“ Wie will der VfR Aalen dann den Spitzenreiter stoppen? Zunächst gehe es darum, trotz Derby „eine gewisse Art von Sachlichkeit“ auf den Platz zu bringen. „Wer im Derby hyperaktiv wird, wird Probleme bekommen.“

Was dem 48-Jährigen außerdem wichtig ist: dass seine Elf stabiler auftritt als zuletzt beim „blutleeren“ (Cramer) 1:3 beim VfB Stuttgart II. „Es macht keinen Sinn, bei einer 1:0-Führung wild nach vorne zu spielen. Wir müssen da tendenziell Alt-Herren-Fußball spielen.“ Heißt: Neben der Stabilität hinten sei es wichtig, einen sauberen ersten Ballkontakt, ein vernünftiges Passspiel und eine gute Laufbewegung zu haben, „um den Gegner mit dem Spiel gegen den Ball mürbe zu machen“. Gelinge das, sei auch Ulm zu ärgern.

Was Cramer allerdings auch klarstellt: „Ulm ist derzeit das Nonplusultra in der Liga.“ Die Elf von Thomas Wörle habe erst drei Gegentore kassiert, „so wird man Meister“. Drei Gegentore hat der VfR Aalen allein im vergangenen Spiel bekommen, obwohl Cramer vor dieser Partie mahnende Worte gesprochen hatte. „Man fragt sich dann selbst, ob man die richtigen Worte gefunden hat.“ Der Trainer betont, dass er das Spiel in Stuttgart „sachlich aufgearbeitet hat“. Obwohl Cramer über sich selbst sagt, dass „ich in der Kabine sehr laut werden kann“, sei er das in Stuttgart nicht gewesen. Denn: „Vor dem Highlightspiel gegen Ulm ist es wichtig gewesen, dass man die positiven Dinge in der Vordergrund stellt“. Davon habe es beim VfB Stuttgart II auch einige gegeben. „Grundsätzlich hat mit der Auftritt der beiden Innenverteidiger Mehmet Bgaci und Michael Schaupp gefallen, und unsere Achse im Zentrum hat ebenso funktioniert.“

Gegen den SSV Ulm 1846 sollen jetzt auch noch die anderen Positionen funktionieren.

So könnten sie spielen: VfR: Witte - Just, Schaupp, Bagci, Cesen - Korb, Meien - Seitz, Abruscia, Maiella - WächterSSV: Ortag - Geyer, Reichert, Yarbrough - Stoll, Maier, Ludwig, Grözinger Hannemann, Dulleck, Jann

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