VfR Aalen: Neuer Trainer soll diese Woche präsentiert werden

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Giuseppe Lepore verabschiedet Gino Windmüller.
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Nach dem 2:0 (2:0)-Sieg beim FC Astoria Walldorf spricht Geschäftsführer Giuseppe Lepore über Vertragsverlängerungen, Neuzugänge und er sagt, dass der Etat bei 1,1 Millionen Euro bleibt.

Walldorf

Die Profis des VfR Aalen haben zum Saisonabschluss ihr letztes Hemd gegeben. Allerdings erst nach dem Schlusspfiff. Denn da forderten die mitgereisten Fans sowohl Trikots als auch Hosen von ihren Kickern, die zuvor den FC Astoria Walldorf in einem unspektakulären Duell mit 2:0 (2:0) besiegten. Leon Volz und Daniel Stanese erzielten die Treffer - und damit ausgerechnet die beiden Spieler, deren Zukunft noch nicht geklärt ist.

Der scheidende Trainer hat sein letztes Spiel verpasst. Christian Demirtas war in Walldorf nicht mit dabei, der 37-Jährige ist am Samstag zum zweiten Mal Vater geworden. Das Kommando hatte deshalb Co-Trainer Petar Kosturkov, und der freute sich am Ende am meisten über den Sieg im letzten Saisonspiel. „Die Mannschaft hat eine gute Einstellung gezeigt und hat vor allem in der ersten Halbzeit einen guten Fußball gespielt. Deshalb waren wir verdient mit 2:0 vorne. Am Ende war es ein verdienter Sieg“, sagte Kosturkov. Mehr gibt es zu den 90 Minuten in Walldorf nicht zu sagen, weil die nur noch eine Randnotiz waren, nachdem beide Mannschaften den Klassenverbleib bereits in der Tasche hatten und die Spieler längst im Urlaubsmodus waren.

Das galt nicht für die vielen mitgereisten Fans des VfR Aalen. Die tanzten, sangen und feierten 90 Minuten durch. Zogen immer wieder mit einer Polonaise durch den Block und waren damit die eigentlichen Gewinner des sonnigen Nachmittags. Kurios: In der 73. Spielminute flogen aus der Aalener Fankurve plötzlich die Schuhe der Anhänger aufs Feld. So durften auch die scheidenden Tim Paterok und Gino Windmüller, die nur als Ersatzspieler dabei waren, noch einmal auf den Platz - und die Schuhe zurück auf die Ränge werfen. Am Spielverlauf änderte das freilich nichts, und auch Schiedsrichter Dennis Meinhardt blieb entspannt, weil die Partie nur noch vor sich hin plätscherte. Als Eduard Heckmann in der Nachspielzeit gefoult wurde, beendete der Unparteiische die Saison 2021/2022.

„Das ist das einzige, das zählt“

Für die Profis des VfR Aalen ging's allerdings in die Verlängerung - mit ihren Fans. Die feierten ihre Kicker und wollten diese entblößt sehen. Sowohl die Trikots als auch die Hosen wurden eingefordert, und die Profis kamen dieser Bitte gerne nach. Einer stand dabei im Mittelpunkt: Abwehrchef Gino Windmüller, der den Verein nach drei Jahren auf eigenen Wunsch verlässt.

„Ich will zurück in meine Heimat, hatte hier aber drei überragende Jahre. Für mich geht es darum, wieder heim zu gehen“, sagt Windmüller - ebenso nur noch mit Unterhose bekleidet. Und zog dann ein zufriedenes Saisonfazit: „Wir sind nicht abgestiegen, das ist einzige, das zählt. Nur darum ging es.“ Und wohin geht die Reise des 32-Jährigen? „Ich weiß es noch nicht!“ Ähnlich bedeckt gibt sich auch der scheidende Keeper Tim Paterok, der angeblich vom Drittligisten SC Verl umworben ist. Ersatzkeeper Matthias Layer soll unterdessen beim Oberligisten FC Nöttingen ganz oben auf der Wunschliste stehen.

Zufrieden mit dem letzten Auftritt ist VfR-Geschäftsführer Giuseppe Lepore. „Es war ein toller Abschluss. Wir haben zuletzt vier Spiele zu Null gespielt, so gesehen ist der Abschluss versöhnlich.“ Auch den gesamten Rundenverlauf bewertet Lepore positiv. „Es war ein schwierige Saison mit einem kompletten Umbruch. Aber es war der Start eines langsamen Aufbaus und da ist im ersten Jahr wichtig, dass man den Klassenerhalt schafft. Nur das zählt.“

Trainer kommt diese Woche

Mit dem zwölften Tabellenplatz im Endklassement haben sich die Profis direkt nach dem Spiel in Walldorf in den Urlaub verabschiedet. Für rund sechs Wochen. „Ende Juni werden wir mit der Vorbereitung beginnen“, sagt Lepore, ohne den genauen Termin zu nennen. „Den bestimmt unser neuer Trainer.“ Dieser neue Trainer soll laut Lepore in dieser Woche vorgestellt werden.

Anders als die Spieler kann sich der Geschäftsführer noch nicht zurücklehnen und den Sommer genießen.

FC Walldorf - VfR Aalen 0:2 (0:2)

VfR: Layer - Herrmann, Schmidt, Odabas, Heckmann - Abruscia, Stanese (46. Arslan) - Volz (74. Cesen), M. Müller, Seitz (89. Botic) - Bux
Walldorf: Idjakovic - Goß, Stich, Hauk, Manduzio (81. Hauswirth) - Lässig, Politakis (50. Waack) - Fahrenholz (50. Weik), Schön (69. Born), de Sousa Oelsner (81. Yörükoglu) - Antlitz
Tore: 0:1 Volz (10.), 0:2 Stanese (18.)
Gelbe Karten: Fahrenholz, Stich, de Sousa - Layer, Stanese, Volz
Zuschauer: 520

Vertragsverlängerungen, Neuzugänge, Trainerfrage und Etat

Vertragsverlängerungen. Die Zukunft von zwei aktuellen VfR-Spielern ist noch ungeklärt: Die Verträge von Leon Volz und Daniel Stanese laufen aus, beide wurden aber nicht verabschiedet. „Es wird mit beiden noch Gespräche geben, es ist möglich, dass es weitergeht“, sagt Geschäftsführer Giuseppe Lepore.

Neuzugänge. Lepore sagt, dass „in dieser Woche der nächste Neuzugang präsentiert wird“. Der Geschäftsführer bestätigt, dass der VfR Aalen auf jeden Fall eine neue Nummer eins suchen wird. Und dass voraussichtlich auch ein Stürmer kommt, nachdem Steffen Kienle (Achillessehnenriss) den Saisonstart verpasst. Ein Kandidat soll Dennis Krob vom Absteiger FK 03 Pirmasens sein. Der 31-Jährige hat in der abgelaufenen Saison 10 Treffer erzielt.

Trainer. „Der neue Trainer steht fest“, sagt Giuseppe Lepore, ohne den Namen nennen zu wollen. Wie es mit Co-Trainer Petar Kosturkov weitergeht, ist offen. Er selbst sagt, dass „an diesem Montag ein Gespräch stattfinden wird“.

Etat. „Das Budget wird sich auf keinen Fall erhöhen“, sagt Lepore. Aber: „Wir werden es auf dem jetzigen Niveau halten können.“ Der Etat liegt aktuell bei 1,1 Millionen Euro. alex

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