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VfR Aalen nicht überall regionalligatauglich

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Alexander Haag
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Zur Situation des VfR Aalen in der Saison 2021/2022.

Die Erleichterung ist groß. Der VfR Aalen hat das Minimalziel Klassenerhalt geschafft. Was aber auch zur Wahrheit gehört: Nach dem Einbruch in der Rückrunde war dieser lange Zeit in Gefahr. Die Gründe dafür sind auch abseits des Platzes zu suchen, wo der Verein zu oft unprofessionell gehandelt hat.

Erstens: der Zoff zwischen Giuseppe Lepore und Uwe Wolf. Nachdem der Geschäftsführer den 54-Jährigen als Trainer geholt hat, war ausgerechnet er empört über das Verhalten seines einstigen Kumpels. Der Streit endete in einem bundesweit einmaligen Rausschmiss, weil der Verein derart übel gegen Wolf nachgetreten hat, dass es juristisch in die Verlängerung geht.

Zweitens: die wochenlange Posse, als der VfR Aalen nicht in der Lage war, seinem Team einen Physiotherapeuten zu bieten. Unrühmlicher Höhepunkt: der Spielerstreik.

Drittens: der fragwürdige Umgang mit Wolf-Nachfolger Christian Demirtas. Statt dem 37-Jährigen Klarheit über dessen Zukunft zu geben, wurde er wochenlang hingehalten. Auch dann, als Demirtas dem Verein ein Ultimatum gestellt hat.

Viertens: die Kommunikation. Der Verein verunsichert mit der Hinhaltetaktik die Fans. Jüngstes Beispiel: der Weggang der Torhüter Tim Paterok und Matthias Layer, der über Umwege in die Öffentlichkeit gelangt ist.

Giuseppe Lepore trägt für all das die Verantwortung. Er muss nach dieser chaotischen Saison dafür sorgen, dass endlich Ruhe eingekehrt. Denn abseits des Platzes war der VfR Aalen nicht immer regionalligatauglich.

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