VfR Aalen: Zur Halbzeit auf Platz sieben?

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Mit vollem Einsatz: Keeper Tim Paterok war im Auswärtsspiel bei Hessen Kassel der überragende Mann auf dem Platz. Im Heimspiel gegen den FC Astoria Waldorf sollen ihm seine Vorderleute um Gino Windmüller wieder mehr Arbeit abnehmen.
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Uwe Wolf will es seinen Kritikern zeigen: Mit einem Sieg gegen Astoria Walldorf liegt der VfR Aalen zum Ende der Hinrunde voll im Soll. Daniel Elfadli und Daniel Stanese kehren zurück.

Aalen

Auf der Ostalb ist es kalt geworden. Uwe Wolf erlebt das zum ersten Mal. Der Trainer des VfR Aalen fühlt sich trotzdem wohl. Und er freut sich sogar, dass seine Elf jetzt zwei Heimspiel in Folge hat. Zuerst geht's am Samstag gegen Astoria Walldorf, mit dieser Partie wird die Hinrunde abgeschlossen. Für Wolf ist das die Gelegenheit, es seinen Kritikern zu zeigen. Anpfiff in der Ostalb-Arena: 14 Uhr.

Ein Sieg am Samstag, und der VfR Aalen steht zum Abschluss der Vorrunde auf Platz sieben. Auf jenem Rang, den Wolf vor Saisonbeginn als Ziel ausgegeben hat. „Dafür wurde ich öfter in Frage gestellt und kritisiert“, sagt der 54-Jährige. Aber er habe von Anfang an an seine Mannschaft geglaubt. Und: „Wenn wir nach dem 18. Spieltag 28 Punkte auf unserer Habenseite haben, wäre das eine schöne Sache.“

Wobei der Trainer auch weiß, dass es gegen Astoria Walldorf kein Selbstläufer wird. „Das ist eine spielstarke Mannschaft, eine gefährliche Mannschaft, und es ist eine Filiale der TSG Hoffenheim“, sagt Wolf, der Walldorf-Trainer Matthias Born aus gemeinsamen Hoffenheimer Zeiten gut kennt. „Er war damals mein Chef.“ Dass Wolf dadurch den Spielstil des Gegners gut kennt, müsse kein Vorteil sein. „Matze kennt mich ja auch gut, vielleicht ändert er deshalb seine Strategie.“ Wolf blickt deshalb in erster Linie auf sein eigenes Team. Und für die hat er einen klaren Plan. „Wir wollen weiter Vollgasfußball spielen, mit allen Grundtugenden.“ Und sein Team wolle ans vergangene Heimspiel anknüpfen, als der VfR jene Hoffenheimer mit 5:2 vom Platz gefegt hat. „Die Leute wollen heutzutage nicht nur gewinnen, sondern auch schöne Spiele sehen“, sagt Wolf. Allerdings seien ihm Siege wichtiger. „Fußball ist nun einmal ein Ergebnissport, das haben wir zu Saisonbeginn selbst erlebt.“ Deshalb gehe es jetzt darum, die Statistik ins Positive zu drehen. 8 Siege, 1 Unentschieden und 8 Niederlagen stehen aktuell zu Buche. „Wir wollen jetzt den neunten Dreier und Platz sieben mit allen Waffen verteidigen.“

Besteht nach den beiden Siegen zuletzt überhaupt die Notwenigkeit, etwas zu ändern? „Ja, wir dürfen nicht mehr so viele Chancen zulassen.“ Zehn Möglichkeiten habe Kassel am vergangenen Samstag gehabt, „das waren definitiv zu viele“. Zwar habe sein Team in Tim Paterok einen „überragenden Torwart“ gehabt, „aber das müssen wir am Samstag vorher schon besser verteidigen“.

Dem Fußballlehrer kommt dabei gelegen, dass zwei defensive Leistungsträger zurückkehren. Daniel Elfadli hat seine Verletzung auskuriert und Daniel Stanese seine Coronaerkrankung endgültig überstanden. Allerdings dürfen sich beide keine allzu großen Hoffungen auf die Startelf machen. „Sie haben beide erst fünf Trainingseinheiten hinter sich.“ Einen anderen Profi muss er dafür ersetzen: Eduard Heckmann ist krank.

Uwe Wolf ist dennoch optimistisch, dass seine Elf gegen Astoria Walldorf an die vergangenen Leistungen anknüpfen kann. Denn: „Dieses Team lebt.“

So könnten sie spielen:

VfR: Paterok - Schmidt, Windmüller, Odabas - Knipfer, Botic, Abruscia, Cesen - Seitz, Kienle, M. Müller

Dafür wurde ich öfter in Frage gestellt.“

Uwe Wolf, Trainer des VfR Aalen
  • Uwe Wolf ruft zum Impfen gegen Corona auf
  • Alarmstufe. Acht Vereine in der Regionalliga Südwest kommen aus Baden-Württemberg. Und für deren Zuschauer gilt ab sofort die 2G-Regel. Also auch für die Fans des VfR Aalen am Samstag gegen den FC Astoria Walldorf.
  • Maßnahmen. Trainer Uwe Wolf hofft nicht, dass es erneut Zuschauerbeschränkungen oder gar Geisterspiele wegen der steigenden Coronazahlen gibt. „Das wäre ganz bitter, auch wenn man sieht, mit welchen Schwierigkeiten die Vereine zu kämpfen haben, um die fehlenden Zuschauereinnahmen aus der Vorsaison kompensieren zu können.“
  • Aufruf. Uwe Wolf appelliert deshalb an alle Fans und Zuschauer, „darüber nachzudenken und sich impfen zu lassen. Denn die Auflagen werden immer strenger.“ alex

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