Tatverdächtiger nach Tötungsdelikt in Haft

Frauenleiche in Weinstadt gefunden

Remshalden. Nach dem Auffinden einer Frauenleiche am Mittwoch in Weinstadt wurde gegen den 30 Jahre alten Kevin K. auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart durch das Amtsgericht Stuttgart Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Er steht im dringenden Tatverdacht seine 40 Jahre alte Ex-Freundin bereits am Donnerstag, 4. Juli, getötet zu haben. Das teilt die Polizei mit.

Die 40 Jahre alte Slowakin Ivana H. hatte sich am frühen Donnerstagmorgen in Weinstadt mit dem Tatverdächtigen getroffen. Bei dem Treffen kam es laut Polizeiangaben zur Gewaltanwendung durch den Tatverdächtigen, die nach derzeitigem Ermittlungsstand zum Tod der 40-Jährigen führte.

Vorangegangen war eine Vermisstenanzeige am Montag, nachdem die ansonsten sehr zuverlässige Frau nicht an ihrer Arbeitsstelle erschienen war. Die intensiven kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergaben Hinweise auf ein mögliches Gewaltdelikt und einen Verdacht gegen den 30 Jahre alten Ex-Freund. Dieser war allerdings unbekannten Aufenthaltes und auf der Flucht. Zur Klärung des Falles hat die Kriminalpolizei in Waiblingen eine 40-köpfige Sonderkommission eingesetzt, die seitdem mit Hochdruck arbeitet.

Nach der Veröffentlichung einer Öffentlichkeitsfahndung am Dienstagabend, stellte sich der 30-Jährige am Mittwochvormittag bei der Polizei. Noch bevor der Tatverdächtige Angaben machte, wurde am Mittwochnachmittag das Ufer der Rems in Weinstadt-Endersbach gezielt durch zahlreiche Polizeikräfte abgesucht. Dabei wurde die Leiche der Vermissten gefunden. Der Fundort wurde umfangreich nach Spuren abgesucht und die Leiche durch die Rechtsmedizin vor Ort untersucht.

In seiner Vernehmung machte der 30-jährige schließlich umfangreiche Angaben, die den Tatverdacht bestätigten. Zur Klärung der Todesursache wurde am Donnerstagvormittag eine Obduktion durchgeführt. Massive Gewalteinwirkungen gegen Kopf und Hals konnten dabei festgestellt werden. Als Motiv der Tat werden Streitigkeiten zwischen Täter und Opfer angenommen. Hinweise auf eine frühere Gewaltanwendung durch den Tatverdächtigen gegenüber dem Opfer liegen nicht vor.

Neben zahlreichen Beamten von Kriminal- und Schutzpolizei des Polizeipräsidiums Aalen waren im Rahmen der Suchmaßnahmen auch Beamte des Polizeipräsidiums Einsatz, des Polizeipräsidiums Stuttgart und Kräfte der Feuerwehr Weinstadt eingesetzt. Ferner ist das Landeskriminalamt mit kriminaltechnischen Untersuchungen eingebunden.

© Gmünder Tagespost 11.07.2019 18:34
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