Ein Ort der Begegnung wurde geschaffen

+
Nach fast zwei Jahren Bauzeit können ab September die ersten Gäste im Neubau beherbergt werden.

Zur Eröffnung des Kloster-Hospizes in Schwäbisch Gmünd findet ein ökumenischer Gottesdienst zur Einweihung am 22. August statt. Im September können die ersten Gäste im Neubau am Kloster der Franziskanerinnen der Ewigen Anbetung beherbergt werden.

Schwäbisch Gmünd. Nach knapp zwei Jahren Bauzeit und weiteren zwei Jahren vorangegangener Planungen werden ab September die ersten Gäste im Neubau am Kloster der Franziskanerinnen der Ewigen Anbetung beherbergt. Acht sterbenskranke Menschen und ihre Zu- und Angehörigen werden in den letzten Tagen und Stunden des Lebens begleitet werden. Dabei legt das Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besonderen Wert darauf, dass die Gäste diese Tage noch einmal als wertvolle Lebenszeit erleben.

Ganz im Sinne der Begründerin der Hospizbewegung Cicely Saunders geht es darum, „den Tagen mehr Leben zu geben.“ Dazu gehört zum einen die palliativ-medizinische Versorgung zur Linderung von Schmerzen und weiteren Krankheitssymptomen. Zum anderen stellen die Mitarbeitenden die Gäste mit all ihren psychischen, sozialen und spirituellen Fragen und in ihrer Einzigartigkeit ins Zentrum ihrer fachlich fundierten, individuellen und ganzheitlich orientierten Arbeit.

Ein Ort der Begegnung

Über die Zeit des Sterbens hinaus soll das Hospiz für die Menschen der Raumschaft Schwäbisch Gmünd eine Anlaufstelle für Trauerarbeit, für Begegnung und Austausch sein.

Das Kloster-Hospiz hat seine Wurzeln sowohl im franziskanischen Geist der Klostergemeinschaft und in der langen Geschichte ihres sozialen Engagements, als auch in der Tradition der Hospize.

Das vom Lateinschen „hospitium“ stammende Wort Hospiz bedeutet so viel wie Herberge oder Gastfreundschaft und schon im Mittelalter fanden Pilger, Bedürftige, Fremde oder Kranke in Hospizen Schutz und Stärkung. Der Träger des Kloster-Hospizes ist die Agnes Philippine Walter Stiftung und wurde von den Franziskanerinnen der ewigen Anbetung 2007 zunächst als Förderstiftung gegründet.

Das Kloster-Hospiz ist nicht nur ein Ort für Gmünderinnen und Gmünder, sondern ein Raumschaftsprojekt von und für die gesamte Region.

Spenden

Ohne Spenden ist ein Hospiz kaum zu tragen. Zwar übernehmen die gesetzlichen Pflegekassen einen Großteil der Bau- und Betriebskosten, jedoch schreibt der Gesetzgeber vor, dass fünf bis zehn Prozent der Kosten durch den Träger selbst aufgebracht werden müssen, damit mit einer solchen Einrichtung kein Gewinnstreben unterstützt wird. Für die Gäste ist der Aufenthalt im Kloster-Hospiz kostenlos. aro

Zurück zur Übersicht: Themenwelten

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare