Einkommen, Rente, Kindergeld und Co.: Das ändert sich im Jahr 2023

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Finanzen im Jahr 2023

Mit dem neuen Jahr kommen wieder viele Veränderungen auf die Bundesbürgerinnen und Bundesbürger zu – auch bei den Finanzen. Die wichtigsten gibt es hier im Überblick.

Entlastungen für Geringverdienende

Ab Anfang Januar 2023 werden Midijobberinnen und Midijobber weiter entlastet. Sie müssen dann erst ab einem Monatseinkommen von 2.000 Euro die vollen Sozialversicherungsbeiträge entrichten. Dadurch bleibt mehr Geld auf dem Konto. Die Beitragsgrenze wurde bereits im Oktober 2022 von 1.300 auf 1.600 Euro angehoben.

Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze

Bei der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) handelt es sich um den maximalen Bruttolohn, der bei der Bestimmung der Beträge zur gesetzlichen Rentenversicherung hinzugezogen wird. Wird mehr verdient, ist dieses Geld beitragsfrei. Nachdem die BBG im laufenden Jahr erstmals erstmalig gesunken war, wird sie ab 2023 wieder erhöht.

In den alten Bundesländern wird sie von monatlich 7.050 auf 7.300 Euro angehoben, in den neuen Bundesländern von 6.750 auf 7.100 Euro.

Anstieg der beitragsfreien bAV-Leistungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung

Der Freibetrag für Leistungen, die Ruheständler aus einer betrieblichen Altersversorgung (bAV) beziehen, erhöht sich ab 2023 von monatlich 164,50 Euro auf 169,75 Euro. Erst wenn die bAV-Leistungen diesen Betrag überschreiten, werden für pflichtversicherte Rentnerinnen und Rentner Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung fällig.

In solch einem Fall ist dann die gesamte bAV-Leistung beitragspflichtig. Für die freiwillig Versicherten gilt diese neue Regelung nicht.

Es gibt mehr Kindergeld

Ab 2023 steigt das Kindergeld für die ersten drei Kinder auf jeweils 250 Euro im Monat an. Zuvor gab es 219 Euro für das erste und zweite Kind, und für das dritte 225 Euro. Ab dem vierten Kind erhalten Eltern monatlich ebenfalls 250 Euro. Auch der Kinderfreibetrag wird angehoben – von 8.548 auf 8.688 Euro jährlich.

Baukindergeld läuft Ende 2022 aus

Mit dem Jahreswechsel lässt sich kein Baukindergeld zur Förderung von Wohneigentum mehr beantragen. Gemäß eines Artikels auf der Website des Finanzdienstleisters Swiss Life Select war das Baukindergeld eine staatliche Förderung, die Familien und Alleinerziehenden die Finanzierung eines Hausbaus oder eines Immobilienkaufs erleichtern sollte.

Laut den Autoren von Swiss Life Select ließ sich die Förderung bei der KfW-Bankengruppe beantragen. Zur Auszahlung kamen 1.200 Euro jährlich, über eine Dauer von zehn Jahren. Voraussetzung war, dass bis zum 31. März 2021 als Stichtag eine Baugenehmigung erteilt oder ein Kaufvertrag unterschrieben wurde. Der Zuschuss musste laut Swiss Life Select nicht zurückgezahlt werden.

Zwischenzeitlich war das Baugeld allerdings in die Kritik geraten, für viele Experten war es als Förderung für Wohneigentum zu teuer und zu ineffizient. An seine Stelle soll voraussichtlich ab Juni 2023 eine neue Wohneigentumsförderung treten. Die neue Förderung richtet sich nur an Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind und einem maximal zu versteuerndem Jahreseinkommen von 60.000 Euro. Das zinsverbilligte Darlehen wird wieder über die KfW bereitgestellt.

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