Ganz schön dynamisch: Darum ist das agile Projektmanagement so groß im Kommen

+
Projektplanung

In der heutigen Zeit wird es im Bereich der Projektplanung immer wichtiger, flexibel reagieren zu können. Die technischen Innovationen kommen immer schneller und auch die wirtschaftliche, politische und ökologische Situation wandelt sich in zunehmend geringeren Abständen. Somit kommt es im Sinne der Weiterentwicklung eines Unternehmens verstärkt darauf an, Anteil am dynamischen Prozess zu nehmen und die eigene Handlungsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern. Von wesentlicher Bedeutung ist es dabei, beurteilen zu können, welche Arbeitstechniken in welcher Situation von Vorteil sind und welche nicht. Das agile Arbeiten bietet Unternehmen dabei die Möglichkeit, auf Veränderungen proaktiv wie reaktiv einzugehen und sich schnell an changierende Bedingungen anzupassen. Dabei müssen jedoch einige Dinge berücksichtigt werden.

Was hat es mit dem agilen Arbeiten auf sich?

Die ersten Tendenzen zum agilen Projektmanagement entstanden zu Beginn der 2000er Jahre im Software-Entwicklungsbereich. So betrachtet handelt es sich dabei also um eine bereits bekannte Idee, die inzwischen schon erfolgreich in den unterschiedlichsten Branchen angewendet wird.

Klassisches und agiles Projektmanagement unterscheiden sich dabei vor allem dadurch, dass im Bereich des klassischen Projektmanagements in der Regel in der Reihenfolge ‚Konzeptentwicklung – Spezifikation – Umsetzung – Abnahme durch den Kunden‘ vorgegangen wird. Dabei liegt die Herausforderung vor allem darin, dass der Kunde das Produkt erst am Ende des Prozesses bewertet und möglicherweise nicht damit zufrieden ist.

Das agile Projektmanagement geht diesen Weg dagegen in einer anderen Reihenfolge. Hier sieht der Ablauf folgendermaßen aus: ‚Erstellung eines Prototyps – Feedback durch den Kunden – Weiterentwicklung des Produkts auf Basis der Kundenbewertung – erneutes Feedback – erneute Weiterentwicklung – Endprodukt‘. Eine solche Vorgehensweise setzt allerdings voraus, dass der Kunde gewillt sein muss, dieses Vorgehen mitzumachen und dass das Team im Unternehmen sich in diese flexiblere Arbeitsweise hinein findet. Auch muss damit gerechnet werden, dass starre bürokratische Vorgaben manche Projektrealisierung noch erschweren; auch, wenn beispielsweise die Industrie- und Handelskammer Baden-Württemberg gewillt ist, an günstigeren Bedingungen zu arbeiten.

Alles zusammen bedeutet aber, dass es nach aktuellem Stand von größter Relevanz ist, einschätzen zu können, welche Projekte sich für eine Bearbeitung mit dem agilen Arbeiten anbieten und welche nicht. Im Zweifelsfall ist es daher immer ratsam, sich von Experten unterstützen zu lassen. Gleiches gilt auch für die grundsätzliche Einführung des agilen Arbeitens im Unternehmen.

Warum lohnt sich der Aufwand, sich mit dem agilen Projektmanagement zu befassen?

  •  Zum einen werden die Ergebnisse besser, weil sich Änderungen am Kundenwunsch direkt in die Arbeit am Projekt und Produkt mit einbeziehen lassen
  • Durch die Chance, auf sich wandelnde Grundbedingungen schnell und proaktiv zu reagieren, wird man mit seinem Unternehmen seltener ein Opfer von äußeren Umständen
  •  Jede Person, die im Unternehmen arbeitet, wird stärker in jedes einzelne Projekt involviert. Schon alleine deshalb, weil bestimmte Arbeitsschritte immer wieder und nicht nur einmal vorkommen.

Was im ersten Moment vielleicht sehr verlockend und schnell umzusetzen klingt, ist jedoch durchaus arbeitsintensiv.

Das effektive agile Arbeiten fällt nicht einfach so vom Himmel

Ja, die Anwendung von Techniken wie SCRUM, Timeboxing, Design Thinking und Kanban will geübt sein. Es ergibt also keinen Sinn, wenn die Umstellung auf das agile Projektmanagement eine spontane Launenentscheidung aus der Unternehmensführung ist. Stattdessen müssen sich alle Mitarbeitenden mit diesem System identifizieren und es zunächst einmal gründlich kennenlernen. Schon alleine deshalb, weil beim agilen Arbeiten Eigenverantwortlichkeit, Entscheidungsfreudigkeit, umfangreiche Kommunikationsskills (sowohl im eigenen Unternehmen als auch im Umgang mit dem Kunden), Kundenorientierung im Allgemeinen und schnelle Handlungen von Bedeutung sind.

Fazit? Natürlich bedeutet das agile Arbeiten eine Umstellung der Arbeits- beziehungsweise Betriebsabläufe. In vielen Fällen zahlt sich diese jedoch bereits kurzfristig in mehrfacher Hinsicht aus.

Zurück zur Übersicht: Themenwelten

Kommentare