Nutzdächer: von Photovoltaik bis Begrünung

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Photovoltaikanlagen versprechen etwa auf Flachdächern eine reiche Energieernte.

Von einer Fotovoltaikanlage über eine extensive Begrünung des Flachdachs bis hin zu einem ausgewachsenen Biotop - Nutzdächer haben sowohl für die Bewohner als auch für die Umwelt einen Mehrwert.

Dächer sollen die darunter liegende Bausubstanz vor Wind und Wetter schützen. Doch zusätzlich schlummern in den großen Flächen verborgene Talente, die sich mit einer cleveren Nutzung aktivieren lassen. Die Rede ist vom sogenannten Nutzdach, das Mehrwerte für die Bewohner ebenso wie für die Umwelt schafft. Möglichkeiten dazu gibt es gleich mehrere: von einer Fotovoltaikanlage über eine extensive Begrünung des Flachdachs bis hin zu einem ausgewachsenen Biotop.

Ein Solarkraftwerk oder Biotop fürs Dach?

Das private Ökokraftwerk gehört bei Neubauten schon fast zum Standard. Aber auch viele Eigentümer älterer Gebäude rüsten Photovoltaikelemente nach. Diese Form des Nutzdaches liefert grünen Strom frei Haus, der sowohl die Umwelt als auch die Haushaltskasse schont. Zusätzlich macht die eigene Energiegewinnung unabhängiger von öffentlichen Netzen und zukünftigen Preissteigerungen. Ebenso werden die verschiedenen Formen der Dachbegrünung immer beliebter. Eine sogenannte extensive Begrünung ist vergleichsweise einfach möglich.

Realisierbar, insbesondere auf Flachdächern, sind aber auch Biotope, die Wildbienen und andere bedrohte Insekten anlocken können.

Selbst ein ausgewachsener Teich oder ein Liegebereich zum Sonnen lässt sich auf entsprechend großen Dachflächen einrichten.

Auf eine solide Abdichtung und Dämmung achten

Eine wesentliche Voraussetzung für das Nutzdach ist ein solider und dauerhaft dichter Aufbau. Flachdächer stellen ohnehin hohe Anforderungen an Abdichtung und Dämmung.

Bei einer Gestaltung als Nutzdach kommt es noch mehr auf dessen Robustheit an. Die ökologische Gestaltung als Nutzdach ist heute mit nachhaltigen Dämmmaterialien möglich, die unter anderem aus Biomasse und Recyclingstoffen hergestellt werden.

Entsprechende Materialien sind sowohl für Schrägdächer als auch für Flachdächer erhältlich.

Wichtig dabei: Der Dachaufbau sowie die Dämmung sollten stets passend zur geplanten Verwendungsart des Dachs ausgewählt und fachgerecht montiert werden. djd

Förderung für energetische Sanierungsmaßnahmen

Seit dem 1. Juli 2021 erhalten Hauseigentümer bis zu 50 Prozent Förderung vom Bund für umfassende energetische Sanierungsmaßnahmen. Damit steigen die staatlichen Zuschüsse künftig um maximal 27.000 Euro pro Wohneinheit. Darauf weist das EKO- Energieberatungszentrum des Ostalbkreises hin. Neu aufgenommen ist die Effizienzhausklasse 40 mit einer besonders guten Förderung. Ein Bonus von fünf Prozentpunkten ist möglich für alle, die nach der Sanierung überwiegend erneuerbare Energien nutzen. Sie profitieren dann auch von einer Erhöhung der der förderfähigen Kosten von 120.000 auf 150.000 Euro. Auch die im Januar gestartete erste Stufe, die Neuordnung der Einzelmaßnahmenförderung, wird nun abschließend geregelt.

Persönliche Beratungen können im EKO- Energieberatungszentrum in Anspruch genommen werden. Terminvereinbarungen unter 07173/18 55 16.

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