Veranstaltungen: schön wie früher, aber anders

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Anke Schwörer-Haag
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Anke Schwörer-Haag über Veranstaltungen wie Musik in Gmünder Kneipen und Weihnachtsmärkte.

Die Sehnsucht ist übergroß. Alles soll wieder so werden, wie es einmal war. Wieder feiern, wieder umarmen, wieder einfach nur Spaß haben. Manche wollen das so sehr, dass sie alles vergessen. Augen zu und durch. Musik in der drangvollen Enge der Gmünder Kneipen erleben. Tolle Party in der angesagten Disco. Einfach rein und mitschwofen? Drei G erfüllen und nicht an Morgen denken?

Kann funktionieren. Tut es aber wahrscheinlich nicht. Was die meisten Menschen instinktiv wissen. Und Regeln fordern gegen Unvernunft. Nicht hingehen, wo sie Ansteckungsgefahr wähnen. Im schlimmsten Fall sich abschotten.

Das funktioniert. Ist aber nicht so gut für die Psyche, macht traurig und einsam und offenbart: Auch das kann nicht der richtige Weg sein.

Anders muss es gehen. Am besten mit Grips und Kreativität auf Grundlage der Gewissheit, je mehr Menschen zusammenkommen, desto größer ist die Gefahr einer Ansteckung. Nicht nur mit Corona, sondern auch mit allem, was da vielleicht noch kommt.

Weshalb es sicher nicht klug ist, mit aller Macht das alte Leben zurückzufordern. Besser ist, neue Formen zu erfinden. Wie? Ein Beispiel dafür lebt Spraitbach. All die hochfliegenden Pläne mit vollem Festzelt musste man streichen. Feiern tut der Ort seine 725 Jahre trotzdem. An jedem 7. und 25. der letzten Monate. Mit je einer Tafel für einen neuen Geschichtspfad. Und dabei tollen Begegnungen im Freien. Was, mit kreativem Konzept, auch auf Weihnachtsmärkten möglich wäre. Schön wie früher, aber anders. Anke Schwörer-Haag

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