Wofür die Degenfelder Geld bekommen sollen

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Was die Verwaltung im städtischen Haushalt für den Stadtteil vorgesehen hat.

Gmünd-Degenfeld. Vor dem Degenfelder Bezirksamt schützt ein Buswartehäuschen die Fahrgäste vor Wind und Wetter. Das Wartehäuschen ist „in die Jahre gekommen“, erklärte Ortsvorsteher Hans-Peter Wanasek am Dienstag in der Sitzung des Ortschaftsrates. Mit wenig finanziellem Aufwand könne das Wartehäuschen instand gesetzt und mit einem neuen Anstrich versehen werden, auf rund 2000 Euro schätzt der Ortsvorsteher die Kosten. Das renovierte Wartehäuschen bilde dann auch wieder einen schönen Anblick in der Ortsdurchfahrt. Für die Schüler sollte der Busfahrplan nach und von Degenfeld angepasst werden, dieser Ansicht ist der Ortschaftsrat, mehr als zwei weitere Touren seien dabei nicht erforderlich, erläuterte Wanasek.

Mit 17 Gründungsmitgliedern konnte am 20. Juli der „Förderverein Degenfelder Dorfgemeinschaft“ aus der Taufe gehoben werden. Der Verein hat sich zum Ziel und Zweck gesetzt, „Interessen Degenfeld betreffend umzusetzen“, erklärte Wanasek. Dies könnten im Rahmen bürgerschaftlichen Engagements Verschönerungsmaßnahmen im und um den Ort herum sein. Soziale, kulturelle, sportliche Bereiche könnten ideelle und finanzielle Unterstützung erfahren. Sämtliche Entscheidungen sollen auf demokratischer Basis beschlossen werden. Viele Degenfelder Bürger sehen sich eng mit der Natur verbunden, dem Ortsvorsteher wurden bereits vielfach signalisiert, dass sich diese Bürger gerne für die Natur und Umwelt in und um Degenfeld herum einsetzen würden. Die unterschiedlichen Interessen und Wahrnehmungen der Bürger böten dabei in Teilen ein gewisses Konfliktpotenzial. Um die unterschiedlichen Ansichten von Nutzung und Erhalt der Natur unter „einen Hut“ zu bekommen, soll bei einem „Stammtisch Natur“ für alle Bürger, Vereine und Vereinigungen wie die Jägerschaft oder Bergwacht sowie dem Ortschaftsrat ein runder Tisch für „gute Gespräche“, Lösungsansätze und Aufklärungsarbeit sorgen, gab Wanasek bekannt.

Friedhof und Parkplatz

Informationen zum städtischen Doppelhaushalt für die Jahre 2022 und 2023 erhielt das Degenfelder Gremium von Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold, dem Ersten Bürgermeister Christian Baron und dem Stadtkämmerer René Bantel.

Rund 31 Millionen Euro Investitionen standen in der städtischen Planrechnung für dieses Jahr, umgesetzt werden konnten mir rund 15 Millionen Euro knapp die Hälfte. Dies nehme die Stadt zum Anlass, nur noch Maßnahmen im Haushalt zu veranschlagen, die „realistisch umsetzbar“ sind, führte Bantel aus.

Für Degenfeld bedeutet dies konkret, dass für die Jahre 2022 und 2023 jeweils 30 000 Euro für die Friedhofsanierung eingestellt werden. Die Instandsetzung des Parkplatzes gegenüber des Skilifts Winterhalde möge noch vor der kommenden Wintersaison durchgeführt werden, bat der Ortschaftsrat, der Oberbürgermeister versprach, das Anliegen „mitzunehmen“.

147 000 Euro sollen im kommenden Jahr für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchtmittel in die Hand genommen werden, Degenfeld verfüge gemeinsam mit Herdtlinsweiler über 160 Straßenlampen „bei 153 besteht Handlungsbedarf“, erklärte Arnold. Der Ortschaftsrat soll in Absprache mit den Gmünder Stadtwerken die geeigneten Leuchtmittel auswählen. Mit 20 000 Euro könnte, laut unverbindlichem Planentwurf, die Stadt den Degenfelder Ski-Club bei seinem Bauprojekt „Anschluss Wasser und Abwasser“ unterstützen.

Sollten die „zurückhaltenden Anmeldungen“ von Degenfeld in der vorliegenden Form umgesetzt werden, sei der Ort zufrieden, bestätigte der Ortsvorsteher. Andrea Rohrbach

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