Leben mit Diabetes

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Die Diagnose Diabetes ist für viele Menschen zunächst einmal ein Schock, denn zuckerkrank zu sein, setzen viele auch heute noch damit gleich, ein Leben voller Einschränkungen führen zu müssen.

Die Diagnose Diabetes ist für viele Menschen zunächst einmal ein Schock, denn zuckerkrank zu sein, setzen viele auch heute noch damit gleich, ein Leben voller Einschränkungen führen zu müssen. Aber ist das wirklich so?

Diabetes: Was ist das eigentlich?

Diabetes mellitus ist eine Erkrankung des Stoffwechsels, wodurch der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist. Deshalb spricht man im Volksmund auch von Zuckerkrankheit. Bekannt ist diese Krankheit bereits seit der Antike. Der Begriff Diabetes mellitus stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet "honigsüßer Durchfluss". Er bezieht sich darauf, dass bei Diabetikern vermehrt Zucker mit dem Urin ausgeschieden wird. In der Antike wurde die Diagnose durch Probieren des Urins gestellt. Heutzutage werden hierfür Bluttests genutzt, ähnlich wie bei der Messung des eigenen Blutzuckerwerts.

Diabetes: Wie entsteht die Krankheit?

Ein gesunder Mensch zieht Glukose als Energielieferant für die Zellen aus der Nahrung. Das Hormon Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird, ermöglicht die Aufnahme in die Zellen. Bei Diabetes Typ 1 kann der Körper dieses Hormon nicht selbst in ausreichender Menge produzieren. Bei Diabetes Typ 2 spricht er hingegen auf das produzierte Insulin nicht mehr an. Darüber hinaus gibt es Sonderformen wie Schwangerschafts-Diabetes oder Diabetes Typ 3, der oftmals durch Gendefekte oder Krankheiten entsteht.

Diabetes: Wie viele Menschen sind betroffen?

Diabetes betrifft allein in Deutschland mehr als 7 Millionen Menschen – Tendenz steigend. Beim überwiegenden Teil der Betroffenen liegt Diabetes Typ 2 vor. Dieser Krankheitstyp tritt vor allem bei übergewichtigen Menschen im mittleren Lebensalter auf. Weil der Körper zwar ausreichend Insulin produziert, dieses aber nicht mehr verarbeiten kann, hat der Diabetiker vom Typ 2 einen ständig erhöhten Blutzuckerspiegel. Dieser kann Folgekrankheiten wie Schlaganfälle, Herzinfarkte, Erblindung oder Durchblutungsstörungen verursachen. Im schlimmsten Fall kann bei diesen die Amputation von Gliedmaßen erforderlich sein.

Diabetes: Welche Therapien gibt es?

Die gute Nachricht vorweg: Laut einer klinischen Studie lässt sich Diabetes vom Typ 2 durch eine konsequente Änderung des Lebensstils in vielen Fällen in den Griff bekommen. Dazu gehört eine Ernährungsumstellung zu kalorienreduzierter Kost ebenso wie Sportprogramme und damit verbunden eine deutliche Gewichtsabnahme bei Übergewicht. Dieses Bündel an Maßnahmen steigert die körpereigene Fettverbrennung und verringert damit die Insulinresistenz.

Kann die Zuckerkrankheit nicht allein durch einen geänderten Lebensstil deutlich verbessert werden, empfehlen Ärzte eine medikamentöse Therapie. Im Gegensatz zu Diabetikern des Typs 1, die lebenslang auf Insulin angewiesen sind, können Typ-2-Betroffene die Erkrankung mit sogenannten Antidiabetika behandeln. Mittlerweile gibt es verschiedene Ansätze: Ein Teil der Medikamente steigert die Freisetzung von Insulin, andere erhöhen die Zuckerausscheidung über die Nieren. Welche Form der medikamentösen Therapie infrage kommt, hängt individuell vom Patienten ab. Somit muss man bei der Diagnose Diabetes 2 zwar seinen Lebensstil ändern und eventuell Medikamente nehmen – aber ein Leben voller Einschränkungen bedeutet diese Diagnose heute nicht mehr.

Foto: pixabay

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