Anzeige

Deutschland wird immer älter!

  • Foto: pixabay.com - rudyanderson
Alle Statistiken und Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung zeigen, dass die Einwohner Deutschlands im Durchschnitt immer älter werden. Die beiden Ursachen für diese Entwicklung sind zum einen die niedrigen Geburtenraten, zum anderen aber auch die grundsätzlich erfreuliche Tatsache, dass immer mehr Menschen ein gesegnetes Alter erreichen. Aus der Veränderung der Altersstruktur der Gesellschaft ergeben sich nicht nur für die Rentenversicherung, sondern auch bezüglich der Mobilität spannende Herausforderungen.

Warum werden die Menschen immer älter?

Eine der häufigsten Antworten lautet, dass der medizinische Fortschritt dazu führt, dass immer weniger Menschen bereits in einem geringen Alter sterben. Tatsächlich wurden auch im Mittelalter einige Personen mehr als achtzig Jahre alt, während die durchschnittliche Lebenserwartung deutlich geringer war. Das lag vor allem daran, dass viele Krankheiten aufgrund der geringen Behandlungsmöglichkeiten zum Tode führten. Heute lassen sich damals tödliche Beschwerden häufig heilen, sodass viele Personen eine Krebserkrankung, den Herzinfarkt oder schlicht die Blindarmentzündung überleben. Gegenüber den 1980er Jahren stieg die durchschnittliche Lebenserwartung aufgrund der deutlich verbesserten Behandlungsmöglichkeiten bei Aids-Erkrankungen an. Zudem überleben heute mehr Menschen als früher Autounfälle, da die Hersteller die passive Sicherheit ihrer Modelle deutlich verbessern konnten.

Die längere Lebenserwartung und die Rente

Eine der Folgen der längeren durchschnittlichen Lebenserwartung ist das Heraufsetzen des regulären Renteneintrittsalters auf 67 Jahre, auch wenn verschiedene Möglichkeiten für einen vorzeitigen Rentenbezug bestehen. Diese Maßnahme wurde mit der längeren Lebenserwartung begründet, sodass der Durchschnitt der Rentenbezieher ebenso lange wie vergangene Generationen Zahlungen aus der Rentenkasse erhält. Tatsächlich stellte das auch durch die geringe Anzahl an Geburten verursachte Änderung im Verhältnis zwischen Berufstätigen und Rentnern einen wesentlichen Grund für die Rentenreform dar.

Die ältere Gesellschaft und die Mobilität

In Deutschland müssen Senioren ihre Fahrerlaubnis nicht regelmäßig erneuern. Dennoch geben ältere Menschen oft das Autofahren freiwillig auf, wenn sie Konzentrationsstörungen oder eine nicht mehr vollständig durch Sehhilfen auszugleichende Verringerung ihrer Sehkraft feststellen. Dieses Verhalten ist begrüßenswert und macht genügend zuverlässig verkehrende öffentliche Verkehrsmittel erforderlich. Bei der Innenraumgestaltung von Bussen ist mittelfristig darauf zu achten, dass die bisher in den meisten Fahrzeugen bestehende Beschränkung auf einen Rollstuhl aufgehoben wird. Hierzu müssen die Bushersteller ihre Fahrzeuge verlängern oder bei der Buseinrichtung Sitzplätze durch Rollstuhl-Stellplätze ersetzen. Eine weitere Herausforderung stellen Treppen in Gebäuden dar. Wenn kein Aufzug eingebaut werden kann, bietet sich ein Treppenlift als Alternative an. Umfangreiche Informationen über die offiziell als Treppenschrägaufzug bezeichnete Aufstiegshilfe bietet das ausführliche Treppenlift-Lexikon. Es zeigt auf, welche Formen des Liftes existieren und welche Förderungsmöglichkeiten bestehen. Je nach Bauweise des Hauses ist zusätzlich zum Innenraum-Treppenlift eine weitere Einrichtung für die Außentreppe erforderlich.

© Gmünder Tagespost 20.05.2015 13:46
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy