Besondere Grüße an die Mitarbeiter des Krankenhauses

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Pia Kaufmann (3. v. li.) mit einigen Kindern des Heims sowie drei freiwilligen Helferinnen aus Deutschland.

Pia Kaufmann lebt seit zehn Jahren in Chiapas und arbeitet dort in einem Kinderheim.

Seit nun bereits zehn Jahren lebe ich hier in Chiapas, dem angeblich schönsten, aber gleichzeitig auch ärmsten Staat in Mexiko. Durch meine langjährige Mitarbeit im Kinderheim habe ich bereits viele mexikanische Kinder betreut und begleitet. Über die Weihnachtstage kommen einige der Ehemaligen nach Hause. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit ihnen. 

Dieses Jahr möchte ich die Weihnachtsgeschichte von Vater Martin inszenieren und das Stück in zwei verschiedenen Dörfern und an der Weihnachtsfeier unserer Kirche präsentieren. In der Geschichte bekommt der Schuhmacher Martin das Versprechen, dass Gott ihn persönlich besuchen wird. Er wartet den ganzen Tag auf den Besuch und beobachtet währenddessen notdürftige Menschen, denen er hilft. Abends ist Martin dann enttäuscht, dass der erwartete Gast nicht gekommen ist. Daraufhin erfährt er in einer Vision, dass Jesus ihm durch seine Mitmenschen begegnet ist und dass das, was er für jeden dieser notdürftigen Zeitgenossen tat, auch Jesus getan hat. Wie wertvoll! Wir können Jesus bewirten und ihm ein Geschenk machen, indem wir Bedürftigen helfen. Das möchte ich auch mit den Mädchen, die ich im Kinderheim betreue, tun. Mit einer besonderen Spende, die wir erhalten haben, werden wir Geschenke kaufen und sie gemeinsam an Menschen, die es besonders schwierig haben, überreichen. Ganz nach dem Motto: Gesegnet, um ein Segen zu sein! Ein besonderes Geben und Nehmen erlebe ich auch mit unseren deutschen Freiwilligen, deren Begleitung mit zu meinem Aufgabenbereich gehört. Das sind meistens junge, Frauen im Alter von circa 19 Jahren, die einen gewissen Lebensabschnitt ganz bewusst in den Dienst Gottes stellen möchten. Da sie über einen längeren Zeitraum hier sind, tauchen sie sehr intensiv in die Kultur ein. Selbst wenn wir bei Ausflügen die wunderschöne Gegend erkunden, kommen unsere Gespräche immer wieder auf ernste Themen wie zum Beispiel die kulturellen Unterschiede, oder die Besonderheiten und Schwierigkeiten des Kinderheimalltags. 

Natürlich gibt es bei einer Gruppe von circa 30 Kindern und Mitarbeitern auch gesundheitliche Herausforderungen. Dieses Jahr hatte Moises, unser 17-jähriger Downsyndrom-Junge, einen anaphylaktischen Schock aufgrund einer Insektenstichallergie und unsere 14-jährige Kimberly (Zerebrale Kinderlähmung) leidet unter epileptischen Anfällen. Ich war schon sehr oft dankbar für meine Krankenschwester-Ausbildung, die ich im Jahr 2000 am Ostalbklinikum Aalen abgeschlossen habe. Deshalb sende ich dieses Jahr auch ganz besondere Weihnachtsgrüße an alle Mitarbeiter des Krankenhauses! Viele sind ganz bestimmt durch Mitarbeiterknappheit und durch die zusätzlichen Coronabelastungen sehr erschöpft. Vielen lieben Dank für euren Dienst an den kranken Mitmenschen. Gesegnete Weihnachten! 

Liebe Grüße aus MexikoPia

Kontakt: piakaufmann@web.de

Strahlende Augen auf der Weihnachtsfeier im Kinderheim in Chiapas, Mexiko.
Pia Kaufmann arbeitet seit zehn Jahren in einem Kinderheim in Chiapas.

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