Freundestage: Herz trifft Himmel

Festgottesdienst und buntes Programm für Groß und Klein beim Schönblick-Jahrestag und an den Freundestagen. Das sanierte historische Gästehaus und das renovierte Verwaltungsgebäude können besichtigt werden. Schönblick-Garten in voller Blumenpracht erblüht.
  • Herz trifft Himmel – auf diesem Foto wird der Schönblick-Slogan sichtbar: Vorne das „Herz“ mit dem nun sanierten Gästehaus und dem Forum. Der Blick geht über die Stadt Schwäbisch Gmünd und die Berge der Schwäbischen Alb hinauf zum Himmel. Fotos: Schönblick
  • Sie übernahmen im Januar 1998 die Leitung und die Geschäftsführung des Schönblicks: Christine und Martin Scheuermann.

Schwäbisch Gmünd. Sie fanden zu Beginn des Ersten Weltkrieges einen besonderen Ort des Friedens: Am 1. August 1914 unterzeichneten einige Männer des altpietistischen Gemeinschaftsverbandes um ihren Vorsitzenden Rektor Christian Dietrich im Rathaus in Schwäbisch Gmünd den Kaufvertrag für ein Grundstück bei Wetzgau hoch über dem Remstalkessel, das man damals schon „Schönblick“ nannte.

Just an diesem Tag erklärte Deutschland Russland den Krieg. Gerade als die Altpietisten den Bauplatz bezahlt hatten, proklamierte eine kalte Offizierstimme vom Rathaus-Balkon hinunter auf den Marktplatz den Kriegsausbruch und die Mobilmachung.

Lange hinter hohen Hecken

Viele Jahrzehnte lang blieb der Schönblick, weggeduckt hinter hohen Hecken, der breiten Öffentlichkeit verschlossen. Inzwischen ist das größte deutsche Christliche Gästezentrum, vor allem seit Christine und Martin Scheuermann die christliche Leitung und die Geschäftsführung übernahmen, zu einem offenen Ort für Menschen aus aller Welt geworden – als Gastgeber für Seminarteilnehmer, Urlauber, Sinnsucher, Naturfreunde, Kulturinteressierte und Familien.

Herz trifft Himmel

Ihnen bietet der Schönblick unter dem Motto „Herz trifft Himmel“ ein breites Programm an. In 24 Tagungsräumen und im über 1.000 Besucher fassenden Veranstaltungssaal im „Schönblick-Forum“ finden Kongresse, Tagungen, Foren (Konzerne wie Daimler, Bosch oder Kärcher kommen regelmäßig), Vorträge, Gottesdienste oder Konzerte statt.

Auch die Bevölkerung nimmt mit zunehmender Begeisterung das Schönblick-Angebot an. Besonders seit der Landesgartenschau 2014 nutzen die Gmünder die wunderbaren Gartenanlagen des Schönblicks mit über 8.500 Stück gepflanztem Sommerflor und rund 20.000 Salatpflanzen pro Jahr, den Himmelgarten mit dem Himmelstürmer und die Weleda-Anlagen zur Naherholung oder finden in der Kapelle Ruhe zur inneren Einkehr.

Die Schönblick-Einrichtungen

Zum Schönblick gehören folgende Einrichtungen: Evangelische Gemeinde, Christliche Gemeindemusikschule, Christliche Beratungsstelle, Evangelischer Waldkindergarten, Pflegeheim Schönblick, Seniorenwohnanlage Schönblick, Wohnprojekt Rosensteinblick, Christliche Buchhandlung/Veeh-Harfe und das Schönblick-Cafe.

2017 wurden auf dem Schönblick trotz der Sanierungsarbeiten über 70.000 Übernachtungen gezählt, außerdem kamen mehr als 70.000 Tagungsgäste.

Über die Apis

Träger der gemeinnützigen Schönblick GmbH, Christliches Gästezentrum Württemberg, ist die Apis, der Evangelische Gemeinschaftsverband Württemberg mit Sitz in Stuttgart. Vorsitzender der Apis und des Schönblick-Verwaltungsrates ist Steffen Kern. Die Apis sind ein freies Werk innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, der Verband ist rechtlich und organisatorisch selbstständig, jedoch mit einer Fülle von Angeboten innerhalb der Landeskirche tätig. An über 500 Orten treffen sich Menschen in Gemeinschaftsstunden, im Bibel- und Hauskreisen, bei Seminaren und Freizeiten, in Kinder- und Jugendgruppen, bei Angeboten für Frauen und Senioren und in der Gemeinschaftsschule.

Der 19. März 1857, als die erste „Landesbrüderkonferenz“ des schwäbischen Pietismus in Stuttgart stattfand, gilt als Geburtsdatum der Apis. Pietisten sehen sich nicht als die „besseren Christen“ an - sie weisen nur auf das Beste hin, das es auf dieser Welt gibt: „Das neue Leben in Christus, das alle irdischen Grenzen sprengt“. Winfried Hofele

© Gmünder Tagespost 04.05.2018 16:39
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