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Gute Zukunft im Handwerk – einfach zugreifen

Viele Lehrstellen im Handwerk sind weiter unbesetzt. Hier bieten sich große Chancen – auch für Abiturienten und Studienabbrecher.
  • Alexander Hamler. Foto: privat
  • Katja Maier. Foto: privat

Ostalbkreis. Jugendliche haben derzeit sehr gute Chancen auf eine Lehrstelle im Handwerk. „Wer jetzt sucht, der findet auch“, sagen die beiden Kreishandwerksmeister Katja Maier und Alexander Hamler, denn die Unternehmen suchen Auszubildende.

Und: Selten waren die Chancen auf einen Ausbildungsvertrag so gut wie jetzt.

Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge zum 1. September 2019 im Handwerk der Region um 8,8 Prozent gestiegen, dennoch blieben noch etliche Lehrstellen unbesetzt.

„Die meisten Betriebe haben bereits jetzt ihre Fühler ausgestreckt und suchen Auszubildende für das kommende Ausbildungsjahr“, erklärt Maier. Wie bereits in den Vorjahren setze sich der Trend zum frühzeitigen Abschluss von Ausbildungsverträgen fort. Maier: „Die Handwerksbetriebe erkennen, dass sie früher suchen müssen, um mehr Azubis und damit mehr Fachkräfte zu bekommen.“

Die Kreishandwerkerschaft setze sich intensiv dafür ein, dass gerade auch Jugendliche mit Migrationshintergrund oder schwächeren Schulabschlüssen eine Chance im Handwerk erhalten. „Dabei hat sich die Einstiegsqualifizierung besonders bewährt und führt in mehr als zwei Drittel der Maßnahmen direkt zum Abschluss eines Ausbildungsvertrages“, stellt KHM Alexander Hamler fest.

Angesichts des sinkenden Anteils von Haupt- und Realschülern bei den Schulabgängern haben diese 2018 auch im Gebiet der Handwerkskammer Ulm noch bessere Chancen auf eine Lehrstelle. Das gilt zunehmend aber auch für Abiturienten und sogar Studienabbrecher, die die erfüllende Tätigkeit im Handwerk ergreifen wollen. „Abends siehst Du, was Du den Tag über geschafft hast – dafür ist das Handwerk bekannt und das macht stolz“, unterstreicht Alexander Hamler.

In der Praxis überzeugen

Chancen für motivierte Schüler Während ihrer Lehrstellensuche sollten Bewerber mit schlechten Noten versuchen, in der Praxis zu überzeugen. Denn wenn sie dabei eine gute Figur

machen, haben sie durchaus Chancen auf die Zusage eines Arbeitgebers. „Schlechte Noten sind kein K.o.-Kriterium. Die jungen Leute sollten stets ihre Motivation und ihre Bereitschaft, Leistung bringen zu wollen, deutlich machen“, sagt Hamler. Neben dem Fachwissen –zum Beispiel in Mathematik –gebe es Grundtugenden wie Fleiß und Pünktlichkeit, die über die Zusage für eine Lehrstelle entscheiden.

Außerdem müssten Bewerber zeigen, dass sie im Team arbeiten können und kommunikativ sind. Selbst Bewerber ohne Abschluss könnten den Vorzug vor anderen erhalten, wenn sie in diesen Bereichen punkten: „Es nützt nichts, wenn einer gute Noten hat und die anderen Schlüsselqualifikationen fehlen“, so die beiden Kreishandwerksmeister.

www.handwerk-ostalb.de

© Gmünder Tagespost 29.11.2019 15:50
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