Worauf Bergwanderer jetzt achten sollten

Die Wandersaison 2020 startet, und schon zieht es viele Wanderfreunde wieder hinaus in die Natur und in die Berge. Damit in Sachen Gesundheit in Covid-19-Zeiten nichts schief geht, gibt der Deutsche Alpenverein Tipps für die Tour.
  • Endlich wieder die Wanderschuhe schnüren: Der DAV rät nicht mehr generell von Touren in den Bergen ab, empfiehlt jedoch einige Vorsichtsmaßnahmen. Foto: Hans Herbig/DAV/dpa-mag

Kein Bussi auf dem Gipfel, im Rucksack Mundschutz und Desinfektionsmittel: Der Deutsche Alpenverein (DAV) sieht Wanderungen in den Bergen nun wieder als vertretbar an - allerdings sollten Bergwanderer einige Regeln beachten:

  • Abstand halten: Auf gewohnte Rituale wie Händeschütteln oder Umarmungen am Gipfel sollten Wanderer jetzt verzichten. Vorsorglich sollten sie auch Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel mitnehmen.
  • Zurückhaltung bei der Tourenplanung: Bergwanderer nehmen sich am besten nicht zu lange oder schwierige Touren vor, auf denen sie Probleme bekommen oder in Not geraten könnten. Auf diese Weise lassen sich Unfälle im Gebirge vermeiden.
    Der DAV empfiehlt weiterhin auch, stark besuchte Gegenden und Touren zu meiden. Zudem dürften die Landesgrenzen im Moment noch nicht überschritten werden.
  • Kein Risiko bei der Anreise: Bei Fahrgemeinschaften und Gruppengrößen müssten die Regeln der Behörden eingehalten werden, so der DAV. Und wenn bei Aktivitäten der Abstand von zwei Metern unterschritten wird, muss die Maske aufgesetzt werden.
  • Mehr Verpflegung einkalkulieren: Ihre Brotzeit müssen Wanderer vorerst selbst mitbringen. Die allermeisten Hütten sind geschlossen. Nur vereinzelt gibt es etwas zum Essen und Trinken zum Mitnehmen an Almen und Hütten. Ob und wann die Hüttensaison richtig beginnen kann, ist noch unklar.
    Ferienwohnungen und Campingplätze sollen ab dem 18. Mai, Hotels und andere Übernachtungsbetriebe sollen nach der vom Land Baden-Württemberg beschlossenen weitreichenden Lockerung unter Auflagen und nach und nach wieder öffnen. Auch in Bayern sollen diese Betriebe ab 29. Mai wieder langsam öffnen dürfen.
    Wie diese Lockerung mit den einhergehenden Auflagen für Berghütten allerdings umsetzbar ist, ist zunächst noch offen. Die Enge von Matratzenlagern oder die Gemeinschaftsnassräume etwa erschweren die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln.
  • Gefahrenbereiche meiden: Wie jedes Jahr erinnert der DAV Wanderer, die Gefahr durch Altschnee in größeren Höhen nicht zu unterschätzen. Immer wieder geschehen im Frühjahr Unfälle, weil Wanderer abrutschen. Altschnee-Felder sind oft gefroren. dpa
© Gmünder Tagespost 13.05.2020 18:59
1034 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy