Naturphänomen

„Atemberaubend“: ISS-Astronaut filmt, wie Polarlichter die Erde erleuchten

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Der französische Astronaut Thomas Pesquet hat von der Internationalen Raumstation aus ein Foto von Polarlichtern geschossen.
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Die Erde hält so manches Naturschauspiel bereit, doch die Höhen des Weltraums bieten einen noch besseren Blick etwa auf die Polarlichter.

ISS - Die Polarlichter sind schon vom Boden aus ein faszinierendes Naturschauspiel. In Ländern wie Norwegen, Schweden und Finnland sind die grünlichen Schwaden am dunklen Himmel ein wahrer Touristenmagnet. Doch sie vom dem Weltraum aus beobachten zu können, hat nochmal eine ganz andere Qualität. Das zeigen Fotos des französischen Astronauten Thomas Pesquet, der sich für die Europäische Raumfahrtbehörde ESA bis November 2021 auf der Internationalen Raumstation ISS befand. Auf der Plattform Flickr hat er zahlreiche Fotos des Naturschauspiels geteilt.

Zu sehen ist, wie sich blitzgrüne Schwaden über den Erdball schlängeln, sich in der Ferne rötlich färben und allmählich verblassen. Unklar ist, ob es sich bei den Aufnahmen um die Polarlichter auf der Nordhalbkugel (aurora borealis, auch „Nordlichter“ genannt) oder auf der Südhalbkugel (aurora australis, auch „Südlichter“ genannt). „Dieses Polarlicht ist besonders, weil es so hell ist. Der Vollmond erhellt die Schattenseite der Erde fast wie Tageslicht“, schreibt Pesquet zu den Fotos vom 20. August 2021.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 01.10.2021 veröffentlicht. Da er für unsere Leserinnen und Leser noch immer Relevanz besitzt, haben wir ihn erneut auf Facebook gepostet.

Polarlichter: Astronaut macht faszinierende Fotos

Doch was sind Polarlichter eigentlich? Dahinter steckt viel Physik. Die Sonne stößt mit dem Sonnenwind elektrisch geladene Teilchen aus, die das Magnetfeld der Erde erreichen. Sobald diese auf das magnetische Kraftfeld der Erde treffen, baut sich eine gewaltige elektrische Spannung auf, die sich teilweise vor allem in den Polarregionen entlädt. Treffen die Elektronen des Sonnenwinds dort auf die Moleküle der Erdatmosphäre, werden diese so stark aufgeladen, dass sie zu glühen beginnen – am Nachthimmel erscheinen die Polarlichter.

Polarlichter aus dem Weltraum sehen: „Umgehauen davon“

Neben Astronauten hatten kürzlich auch erste Privatpersonen die Möglichkeit, Polarlichter vom Weltraum aus zu begutachten. Elon Musks* Unternehmen SpaceX* hatte im September 2021 erstmals eine Touristencrew ins All* geschickt. Die Mission namens „Inspiration4“ schickte vier Menschen für drei Tage in den Orbit. An Bord war auch der Milliardär Jared Isaacman, der auf Pesquets Foto auf Twitter antwortete, seine Crew habe die Aurora auch gesehen, aber „nicht so.“

„Ich war nicht überrascht von den Polarlichtern, aber ich war etwas umgehauen davon, wie atemberaubend sie wirklich waren und wie faszinierend es war, sie mit meinen eigenen Augen zu sehen“, sagte Pesquets Kollegin Megan McArthur, die als Astronautin für die NASA auf der ISS ist, gegenüber dem Portal Business Insider. Pesquet und McArthur sollen laut dem Portal im November wieder zur Erde zurückkehren. (ial) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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