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Prinz Harry und Meghan Markle: Die größten Skandale

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Der britische Prinz Harry und die US-amerikanische Schauspielerin Meghan Markle nach Bekanntgabe ihrer Verlobung. (Archivbild 2020)
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    Jonas Raab

2018 heirateten Herzogin Meghan und Prinz Harry. 2020 trennten sie sich vom britischen Königshaus. Noch immer brodelt es in der „Royal Family“.

London/München - Die royale Königsfamilie ist den Briten heilig. Auf die Traumhochzeit von Prinz William und Kate Middleton im Jahr 2011 folgte 2018 die Hochzeit von Prinz Harry und der US-Schauspielerin Meghan Markle. Nach außen hin schien damals alles in Ordnung zu sein, doch hinter den Kulissen brodelte es wohl bereits zu diesem Zeitpunkt. Es dauerte nicht lange, bis Harry und Meghan dem britischen Königshaus den Rücken kehrten. Ein Überblick über Eklats, Anschuldigungen und Skandale.

Harry und Meghan: Vor der großen Hochzeit gab es viel Vorfreude - und Vorbehalte

Nach einem Blind Date ging alles ganz schnell: Nur eineinhalb Jahre nachdem sich Prinz Harry und die US-Schauspielerin Meghan Markle kennengelernt hatten, verkündeten sie am 27. November 2017 ihre Verlobung. „Es war ein gemütlicher Abend und wir haben gerade Hühnchen gebraten. Es war einfach eine wunderbare Überraschung und so romantisch. Er ging vor mir auf die Knie“, verriet Meghan damals der Öffentlichkeit. Bei allen Fans der Royals war die Vorfreude auf die Mega-Hochzeit riesig - doch gleichzeitig sah sich die Schauspielerin mit so manchen Vorbehalten konfrontiert.

Harry und Meghan: Der „Party-Prinz“ und die geschiedene US-Schauspielerin

Allein der Umstand, dass die damals zukünftige Ehefrau von Prinz Harry schon einmal verheiratet war, sorgte für Stirnrunzeln bei so manchem royalen Hardliner. Meghans Herkunft, Familie und Vergangenheit beschäftigte die britische Klatschpresse über Monate. Bevor Prinz Harry, der in seiner Jugend selbst nicht mit Eskapaden und Skandalen geizte und deshalb den Spitznamen „Party-Prinz“ verpasst bekam, seine Meghan vor einem Millionenpublikum heiraten konnte, wurde sie vom geistlichen Oberhaupt der Kirche von England getauft und konfirmiert.

Meghan und Harry: Millionen Menschen verfolgen die Mega-Hochzeit - doch einer fehlt

Am 19. Mai 2018 war es dann so weit: In der St.-Georgs-Kapelle auf Schloss Windsor fand die Hochzeit des Jahres statt. Millionen Menschen aus allen Ländern der Welt verfolgten gebannt, wie Meghan zum Altar schritt - und sahen, wie Harrys Zukünftige mit einem Tabu brach. Eigentlich werden die Bräute der königlichen Familien von ihren Vätern zum Altar geführt. Meghans Vater war allerdings am Hochzeitstag aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend. Deshalb bestritt Meghan den halben Weg durch die Kirche alleine. Und als sie das Ehegelübte ablegte, ließ sie das Wort „gehorchen“ weg.

Meghans Style sorgt für Wirbel: So verstößt die Herzogin gegen royale Regeln

Gleich beim ersten Solo-Auftritt mit der Queen brach die frisch gebackene Herzogin Meghan mit einer Regel des britischen Königshauses: Wenn die Königin einen Hut trägt, sollten ihre Begleitpersonen ebenfalls eine Kopfbedeckung tragen. Meghan tat das aber nicht. Es ist der Anfang einer Serie an Tabubrüchen - und einige davon haben mit Meghans Outfits zu tun.

Die Kleider zu kurz, die Haare zu messy: Herzogin Meghan bricht mit der royalen Etikette

Für Mitglieder des britischen Königshauses gelten strenge Regeln. Herzogin Meghan lieferte sich in den vergangenen Jahren so manch kleinen Fauxpas. Mal waren die Kleider zu kurz, mal (wie hier im Foto) blitze Spitze darunter hervor, mal fehlten die Stümpfe und mal trug sie legere Jeans im Used-Look. Obwohl die Queen dafür bekannt ist, streng an der königlichen Etikette festzuhalten, schien sie das Meghan nie krumm zu nehmen. Mit ihrer lockeren Art bewirkte Herzogin Meghan bei öffentlichen Terminen eine leichte Lockerung des höfischen Protokolls.

Meghan hält Harry den Regenschirm - eine einfache Geste sorgt für Aufsehen in England

Als es bei einer Rede, die Prinz Harry 2018 im Zuge seiner Pazifikreise hielt, zu regnen begann, zückte Meghan kurzerhand den Regenschirm, um ihren Gatten trocken zu halten. Dieses Bild sorgte in England für Aufsehen, denn nach den Vorschriften des Königshauses ist das, was Meghan hier macht, ein No-Go. Demnach hat der Mann den Regenschirm für die Frau zu halten.

Die Taufe von Baby Archie: Engster Kreis statt Öffentlichkeit und Verzicht auf den königliche Titel

Anders als Herzogin Kate und Prinz William wünschten sich Harry und Meghan, die Taufe ihres Erstgeborenen Archie im Juli 2019 ganz privat zu gestalten. Das sorgte für Unmut bei vielen Fans. Auf Wunsch der Eltern erhielt Baby Archie außerdem keinen königlichen Ehrentitel. Die Queen selbst konnte aus Termingründen nicht an der Zeremonie teilnehmen.

Beobachter glaubten außerdem, Unstimmigkeiten zwischen Herzogin Kate und Meghan erkannt zu haben. Die Frau von Prinz William soll auffällig Abstand gehalten haben.

Harry und Meghan auf Afrika-Reise: Doku von Journalist Tom Bradby sorgt für Aufregung

Mit dem wenige Monate alten Archie im Schlepptau reisten die Herzogin und der Herzog von Sussex im Spätsommer 2019 dann durch mehrere afrikanische Länder. Der Dokumentarfilm von Journalist Tom Bradby, der während der zehntägigen Tour entstand, sorgte für großes Aufsehen - denn neben Aufnahmen zu sozialen Projekten und Begegnungen mit Prominenten wie beispielsweise der Witwe von Nelson Mandela, Graca Mac (siehe Foto), enthielt die Doku ungewohnt intime Interviewsequenzen.

Prinz Harry und Meghan Markle geben in Afrika private Statements ab

Vor laufender Kamera gab Meghan auf beharrliche Nachfrage des Journalisten beispielsweise zu, dass die Zeit nach der Geburt von Archie unter ständigem Druck der Öffentlichkeit hart für sie gewesen sei. Harry äußerte sich gegenüber Bradby auch zum Verhältnis zu seinem Bruder William.

Die beiden Prinzen befänden sich „momentan sicherlich auf unterschiedlichen Wegen“, stressbedingt sehe man sich nicht mehr so häufig wie früher. Harry schlug damals versöhnliche Töne an, er liebe seinen Bruder und werde immer für ihn da sein. Er gab aber auch zu: „Brüder haben gute und schlechte Tage“.

Intime Geständnisse in der Dokumentation „Harry & Meghan: Eine afrikanische Reise“

Harry und Meghan legten mit diesen Aufnahmen den Grundstein dafür, dass sie das traditionelle royale Schweigen unter dem Motto „Beschwere Dich nicht, erkläre dich nicht“ persönlich nicht mehr mittragen werden - ähnlich wie Harrys Mutter Diana Jahre zuvor. Die privaten Geständnisse des Paares standen nach dem Erscheinen der Dokumentation aber nicht nur in der Kritik, weil sie mit königlichen Regeln brechen. Den beiden wurde vorgeworfen, mit ihren Äußerungen den Projekten, die im Vordergrund der Doku stehen sollten, die Show gestohlen zu haben. Dass sie beim Besuch von weit weniger privilegierten Menschen über eigene Probleme sprachen, galt als massiver Fehltritt.

Eklat: Meghan und Harry sagen das royale Weihnachtsfest 2019 ab

Auch das Weihnachtsfest 2019 ging für Herzogin Meghan und Prinz Harry nicht ohne Skandal-Schlagzeilen ins Land. Die jungen Eltern kündigten an, Weihnachten nicht wie die Jahre zuvor in London mit der königlichen Familie, sondern in Meghans Heimat zu feiern. Der traditionelle Kirchgang am ersten Weihnachtsfeiertag zur St. Mary Magdalene Kirche fand also ohne das Paar statt. Im Jahr davor waren sie noch an der Seite von Prinz William und Herzogin Kate im Schlepptau von Prinz Philip zu sehen gewesen (siehe Foto).

Los Angeles statt London: Royale Weihnachten ohne Harry gab es vor Meghan nur einmal

Die Queen musste bei ihrem Weihnachtsessen im Buckingham Palace also auf Enkel Archie und seine Eltern verzichten. Stattdessen gab es Grüße aus Los Angeles via Twitter: Zusammen mit seiner eigenen kleinen Familie feierte Prinz Harry bei der Schwiegermutter. Schon ab Ende November hatte das Paar zuvor eine ausgedehnte Auszeit angekündigt.

Harry hatte bis dahin nur ein einziges Mal in seinem Leben nicht an den royalen Weihnachtsfeierlichkeiten teilgenommen: 2012 war er über Weihnachten als Soldat in Afghanistan stationiert gewesen. Über den etwas „holprigen Weg“ der Königsfamilie sprach Queen Elizabeth II. im Übrigen auch bei ihrer traditionellen Weihnachtsansprache (siehe Foto). Ob damit speziell Harry und Meghan gemeint waren?

Harry und William: Als Kinder unzertrennlich, jetzt unversöhnt

Sie schienen nach dem frühen Tod ihrer Mutter unzertrennlich und beste Freunde zu sein - doch das Verhältnis zwischen den ungleichen Brüdern (2.v.r. und 4.v.r.) bröckelte im Laufe der Jahre. Schon 2019 sorgten einige Schritte für Spekulationen, dass sich die Stimmung verschlechtert habe. Zusammen mit ihren beiden Partnerinnen waren sie ursprünglich als die „Fab Four“ bezeichnet worden - im April 2019 vergrößerten Harry und Meghan dann zunächst einmal die räumliche Distanz durch einen ersten Umzug weg von William und Kate. Wenige Monate später koppelten sie sich weiter ab, indem sie unter anderem aus der gemeinsamen Wohltätigkeitsstiftung ausstiegen und ein eigenes Charity-Projekt starteten.

Der Streit der Brüder: Megxit und Skandal-Interviews sorgen für Funkstille

Die ersten privaten Interviews auf der Afrika-Reise brachten den Stein dann noch mehr ins Rollen. Für den zunächst vorläufigen und später endgültigen Rückzug des Paares aus dem Königshaus dürfte der pflichtbewusste Prinz William wenig Verständnis gehabt haben. Eine Fehlgeburt von Herzogin Meghan soll die Brüder im Sommer 2020 noch einmal näher zueinander gebracht haben, doch das war nur von kurzer Dauer. 2021 begann für Harry und Meghan das Jahr ihrer Enthüllungs-Interviews - und die zahlreichen Vorwürfe, die Harry dabei gegen seine Familie erhob (siehe unten), wurden zur Zerreißprobe für die Brüder, die von da an kaum noch ein Wort miteinander gewechselt haben sollen.

Prinzen im Clinch: Waffenstillstand bei Beerdigung von Prinz Philip

Bei der Beerdigung von Prinz Philip trafen Harry und William im April 2021 seit 13 Monaten das erste Mal wieder öffentlich aufeinander - die gespannten Beobachter bekamen dabei offensichtlich einen vorübergehenden Waffenstillstand zu Ehren des Verstorbenen präsentiert. Die amerikanische Royal-Expertin Kinsey Schofield ging nach den Skandalen im Jahr 2021 in der britischen Zeitung Daily Mirror allerdings so weit zu sagen, dass eine Versöhnung der Brüder nur möglich wäre, wenn sich Harry und Meghan trennen würden - oder wenn Herzogin Kate die Vermittlerin spielen würde. Doch auch das Verhältnis zwischen Kate und Meghan sorgte in der Vergangenheit für viele spekulative Schlagzeilen.

Meghan und Kate - alles gut zwischen den Schwägerinnen - oder etwa nicht?

Seit Meghan und Harry ein Paar sind, vor allem aber seit ihrer Hochzeit, ranken sich Gerüchte um das Verhältnis zwischen Herzogin Meghan (siehe Foto re.) und ihrer Schwägerin Kate Middleton: Mal sahen sie sich schief an, mal wirkten sie wie Schwestern - wie hier im Bild beim Besuch eines Wimbledon-Matches zu sehen. Doch hinter den Kulissen soll es längst kriseln - und das hat eine Vorgeschichte.

Meghan und Kate im Steit: Eine weinte bei den Hochzeitsvorbereitungen - aber wer?

Im Zuge der Hochzeitsvorbereitungen von Harry und Meghan soll es zwischen der angehenden Herzogin und ihrer Schwägerin zu einer Auseinandersetzung gekommen sein. Lange Zeit hieß es, die Braut hätte Kate zum Weinen gebracht. Im denkwürdigen TV-Auftritt bei US-Talkmasterin Oprah Winfrey (unten mehr dazu) drehte Meghan den Spieß allerdings um. Kate habe sie zum Weinen gebracht, als es in einer Diskussion um ein Kleid eines Blumenmädchens ging. „Es hat wirklich meine Gefühle verletzt“, sagte Meghan. Die Angelegenheit habe man inzwischen aber aus der Welt geschafft.

Streit vor der Hochzeit: Hielt Kate Meghan für die falsche Braut ihres Schwagers?

So ganz aus der Welt scheint der heftige Streit allerdings nicht, zumal es laut einer Insiderin um viel mehr ging als um ein Kleid eines Blumenmädchens. Adelskennerin Ingrid Seward ist sich sicher: Kate habe vor Harrys Hochzeit mit Meghan Bedenken geäußert. Demnach soll Kate den Eindruck gehabt haben, als würde sich ihre künftige Schwägerin für ihre eigene Familie schämen. Auch, dass Harry Meghans Vater Thomas Markle vor dem Jawort nicht persönlich kennengelernt hat, soll Kate bedenklich gestimmt haben.

Harry und Meghan im Zoff mit britischen Boulevardzeitungen: „Anzüglicher Klatsch“

Harry und Meghan stehen der britischen Presse schon seit geraumer Zeit extrem kritisch gegenüber – zumindest einem Teil davon, den Boulevardzeitungen. Der Streit schlug sich in einer Vielzahl von juristischen Klagen und Beschwerden bei der britischen Medienaufsicht nieder und spitzte sich mit der Zeit immer weiter zu. 2020 bezeichnete Harry die Berichterstattung in britischen Boulevardzeitungen als „anzüglichen Klatsch“, der das Leben vieler Menschen zerstört habe.

Harry und Meghan gegen die Presse: „Verzerrten, falsche und übergriffige“ Geschichten

Prinz Harrys primärer Vorwurf an die Boulevardpresse: Die Blätter würden seine Frau Meghan in ähnlicher Weise verfolgen wie seine Mutter Diana, bevor sie 1997 bei einem Unfall starb. Im April 2020 wurde ein Brief öffentlich, den Harry an die Chefredaktionen der vier größten Boulevardblätter Sun, Daily Mail, Mirror und Express geschickt hatte. Er schrieb von „verzerrten, falschen und übergriffigen“ Geschichten - und kündigte an, künftig alle Anfragen von diesen Zeitungen zu ignorieren.

Streit mit der Presse: Prinz Harry macht ein BBC-Interview für den Tod seiner Mutter verantwortlich

Auch dem US-amerikanischen Fernsehnetzwerk BBC machten Harry und sein Bruder William kürzlich schwerwiegende Vorwürfe: Ein Interview (im Bild), das sich Reporter Martin Bashir 1995 durch arglistige Täuschung erschlichen habe, habe wesentlich zur vermehrten „Furcht, Paranoia und Isolation“ seiner Mutter in ihren letzten Lebensjahren beigetragen, kritisierte William. Harry ging noch einen Schritt weiter: Er machte das Interview mitverantwortlich für den Tod Dianas.

Harry und Meghan: „Megxit“ - Der überraschende Ausstieg aus dem britischen Königshaus

2020 dann der Schock: In einem überraschenden Statement verkündeten Herzogin Meghan und Prinz Harry, ihr erst kürzlich bezogenes Heim im Frogmore Cottage nahe Schloss Windsor aufgeben zu wollen, um nach Nordamerika zu ziehen. Außerdem wolle sich das Paar zu großen Teilen von seinen royalen Pflichten zurückziehen und finanziell unabhängig werden, hieß es. Es dauerte nicht lange, bis sich der Begriff „Megxit“ etablierte.

Prinz Harry und Herzogin Meghan wollen den „Megxit“ - die Queen lädt zur Krisensitzung

Nach einer Krisensitzung meldete sich auch die Queen zu Wort. „Meine Familie und ich unterstützen Harry und Meghan voll und ganz in ihrem Wunsch, ein neues Leben als junge Familie zu schaffen“, sagte sie. Dennoch hätte sie es vorgezogen, wenn die beiden Vollzeit-Mitglieder der Königlichen Familie geblieben wären, heißt es. Am 19. Februar 2020 gab der Palast das konkrete Datum für den „Megxit“ bekannt: Der 31. März 2020 war der letzte Tag des Paares im Dienst der Krone.

Harry und Meghan nach dem „Megxit“: Familienglück in Amerika, Stunk im Königshaus

Seit dem 1. April 2020 sind Harry und Meghan also Privatpersonen. Seitdem leben sie mit Sohn Archie in Kalifornien - an einem ruhigen Ort in der Nähe von Santa Barbara, in Montecito. Beim „Megxit“ wurde ein Übergangszeitraum von zwölf Monaten bestimmt. Dann sollten die Vereinbarungen nochmals auf beidseitige Zufriedenheit überprüft werden. Doch die Fronten waren längst verhärtet. Das britische Königslaus liegt im Clinch.

Meghan im Interview mit Oprah Winfrey: Schwerwiegende Rassismus-Vorwürfe

Lange herrschte Stille nach dem sogenannten „Megxit“. Dann stellten sich Meghan und Harry - erst einzeln, dann gemeinsam - den Fragen von US-Talkmasterin Oprah Winfrey. Ein viel beachtetes Interview, das für reichlich Wirbel sorgen sollte. Hier äußerten Meghan und Harry Rassismus-Vorwürfe gegen Mitglieder der Königsfamilie, deren Namen sie nicht nannten. Während Meghan mit Archie schwanger war, soll die royale Familie sich Sorgen darum gemacht haben, „wie dunkel seine Haut wohl werden würde, wenn er zur Welt kommt.“ Der Hintergrund: Meghans Mutter ist Afroamerikanerin. Es soll sogar überlegt worden sein, Archie den Prinzentitel zu verwehren.

Oprah-Interview: Harry und Meghan gestehen heimliche Hochzeit

Die Hochzeit von Meghan und Harry blieb in Erinnerung - damals schien es noch keinerlei Zerwürfnis in der royalen Familie zu geben. Im Interview mit US-Talkshow-Queen Oprah Winfrey sprach Meghan jedoch plötzlich von einer intimen Zeremonie, die bereits Tage vor dem gigantischen Hochzeitsfest stattgefunden habe. Wie sich nach dem Interview herausstellte, hatte es sich allerdings nicht um eine offizielle Trauung gehandelt.

Meghan im Oprah-Interview zum Streit mit Kate: „Wenn ihr mich liebt, müsst ihr sie nicht hassen“

Auch das angebliche Zerwürfnis von Meghan mit Herzogin Kate (links im Bild) sorgte für Schlagzeilen. Bei den Hochzeitsvorbereitungen kursierte die Geschichte, dass Meghan Kate zum Weinen gebracht haben soll (siehe oben). Im Interview mit Oprah wies Meghan dies zurück und sagte: „Das Gegenteil war der Fall.“ Die beiden Frauen hätten sich danach jedoch wieder miteinander vertragen. Im Interview hatte Meghan jedenfalls kein schlechtes Wort für ihre Schwägerin übrig - ein Satz ließ dennoch tief blicken: „Wenn ihr mich liebt, müsst ihr sie nicht hassen. Und wenn ihr sie liebt, müsst ihr mich nicht hassen.“

Harry und Meghan bei Oprah: Keine Hilfe aus dem Königshaus bei psychischen Problemen

Noch ein weiteres Statement im berüchtigten Oprah-Interview* sorgte außerdem für Schlagzeilen. Neben den Rassismus-Vorwürfen (siehe oben) gab Meghan an, mit psychischen Problemen im Königshaus komplett alleine gelassen worden zu sein. Aufgrund der negativen Berichterstattung in den britischen Medien habe die Herzogin von Sussex zunehmend unter Depressionen gelitten, hieß es in dem Gespräch. „Ich wollte einfach nicht mehr am Leben bleiben. Das war ein sehr klarer und realer und beängstigender Gedanke“, offenbarte die 39-Jährige bei Oprah unter Tränen.

Als sie sich mit ihren Problemen an einen Senior Royal wandte und um professionelle Unterstützung bat, erhielt sie statt Hilfe jedoch eine Abfuhr. Meghan könne sich keine Unterstützung holen, weil „das nicht gut für die Institution“ sei, soll es geheißen haben. Ein schwerwiegender Vorwurf.

Harry und Meghans gründen eine eigene Firma: Königliches Paar unterschreibt Vertrag mit Netflix

Nach dem Rückzug aus dem Königshaus kündigten Harry und Meghan an, finanziell unabhängig werden zu wollen (und zu müssen) - also ging das Paar unter anderem Deals mit Netflix und Spotify ein. Die ehemalige Schauspielerin und der Prinz hatten bereits im Herbst 2020 eine eigene Produktionsfirma mit dem Namen „Archewell Productions“ gegründet, mit der sie Dokumentationen, Spielfilme und Inhalte für Kinder schaffen wollen. Die beiden entschieden sich dann nach Gesprächen mit mehreren Streaming-Anbietern zur Zusammenarbeit mit Netflix.

Finanzielle Unabhängig für Meghan und Harry - Vertrag mit Netflix bringt Millionen

„Harry und Meghan haben Millionen Menschen weltweit mit ihrer Authentizität, ihrem Optimismus und ihrer Führungsstärke inspiriert“, sagte Netflix-Chef Ted Sarandos nach dem Bekanntwerden der Kooperation in einer Pressemitteilung. Die Vertragssumme mit Netflix liegt laut anonymen Quellen des Branchenmagazins Deadline im mehrstelligen Millionenbereich - kein schlechter Start in die finanzielle Unabhängigkeit. „Wir sind unglaublich stolz, dass sie Netflix als ihr kreatives Zuhause ausgesucht haben“, so Sarandos. Als erstes Projekt ist ein Doku zu den „Invictus Games“, eine paralympische Sportveranstaltung für kriegsversehrte Soldaten, geplant (siehe Foto).

Neben Netflix auch Spotify-Deal: Meghan und Harry steigen in die Podcast-Produktion ein

Auch mit Spotify schlossen die beiden einen Deal: „Archewell Audio“ soll zukünftig eine Palette aus Podcasts und Shows produzieren. In der ersten Podcast-Folge war dann neben Harry und Meghan mitsamt Gästen sogar Sohn Archie zu hören, der fröhlich ins Mikrofon brabbelte - ein ungewöhnlicher Einblick, hält das Paar den Jungen doch eigentlich so gut es geht aus der Öffentlichkeit heraus. Doch auch für einen anderen Podcast saß Prinz Harry 2021 vor dem Mikrofon - und sorgte mit seinen Aussagen erneut für krasse Schlagzeilen.

Harry legt nach Oprah-Interview nach: Podcast sorgt für viel Aufregung

In einer Folge des Podcasts „Armchair Expert with Dax Shepard“ spricht Harry mit dem US-Schauspieler nämlich noch einmal ausführlich über die Gründe für seinen Umzug in die USA. „Wenn ich jetzt hier wohne, kann ich tatsächlich den Kopf heben und fühle mich anders, meine Schultern sind gesunken. Man kann ein bisschen freier herumlaufen“, offenbart der Prinz. In der königlichen Welt dagegen habe sich sein Leben angefühlt wie „eine Mischung aus der ‚Die Truman Show‘ und dem Leben in einem Zoo.“

Doch damit noch nicht alles. Harry geht in dem Gespräch auch auf seine persönliche Vergangenheit im Palast ein - und auf die Rolle der anderen Familienmitgliedern. Die restlichen Royals kommen dabei alles andere als gut weg.

Skandal-Podcast von Prinz Harry: Vater Charles zeigt sich schwer getroffen

Im Gespräch mit Dax Shepard ist die Rede von einer „Spirale an Schmerz und Leid“ im britischen Königshaus. Prinz Harry wolle zwar nicht „mit dem Finger auf jemanden zeigen“ oder Schuldzuweisungen machen. Doch er wolle er „die Spirale durchbrechen“ und Leid, dass von Generation zu Generation weitergegeben werde, nicht auf seine eigene Familie übertragen. Gerade Harrys Vater Prinz Charles (siehe Foto, 4. v. re.) soll sich durch die Aussagen seines Sohnes verletzt gefühlt haben. Als ihn ein Reporter kurz nach der Veröffentlichung mit den Inhalten des Podcasts konfrontiert, soll sich seine Miene versteinert haben. „Charles wird ihm das nicht verzeihen“, äußert sich ein Palastmitarbeiter gegenüber der Bild. Eine öffentliche Stellungnahme gibt das Königshaus nicht ab.

Prinz Harry erhebt in Podcast schwere Vorwürfe - bis zurück in seine Kindheit

Ebenfalls Thema im Podcast ist Harrys verstorbene Mutter Prinzessin Diana. Im Gespräch erwähnt Prinz Harry mehrere Situationen, in denen er sich extrem hilflos gefühlt habe. Neben dem Umgang der Boulevardmedien mit seiner Frau Meghan (siehe oben) ist darunter ein Erlebnis aus Harrys früher Vergangenheit. Er spricht von einer Erinnerung, als er als Kind mit Prinzessin Diana auf dem Rücksitz eines Autos von Paparazzi gejagt wurde. Ein wohl traumatisches Erlebnis für den damals jungen Prinzen.

Die Belagerung durch Fotografen gehörte nicht nur für Prinzessin Diana, sondern auch bereits für ihre noch jungen Söhne William und Harry zum Alltag. Die Aufnahme zeigt eine Szene aus dem Jahr 1989: Diana bringt den kleinen Harry (re.) und William in London zur Schule.

Ärger wegen Podcast auch in Meghans und Harrys neuer Heimat - Amerikaner empört über Aussage

Leicht gefallen sein wird Harry der Schritt, über seine schwierige Vergangenheit zu sprechen, wohl nicht. Bei den Zuhörern lösten seine Enthüllungen jedoch gemischte Gefühle aus - zumindest, was bestimmte Aussagen betrifft. Nicht nur die Briten sehen einige Äußerungen kritisch. Auch in seiner neuen Heimat Amerika könnte es sich Harry durch einen politischen Kommentar in dem Podcast mit einigen Zuhörern verscherzt haben.

So geht es im Gespräch unter anderem auch um das Thema „Fehlinformationen“. Harry kritisiert in diesem Zusammenhang den ersten Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten. Dieser 1791 verabschiedete Artikel verbietet dem Kongress, Gesetze zu verabschieden, die die Presse-, Religions-, Rede- und Versammlungsfreiheit sowie das Petitionsrecht einschränken. Obwohl Harry zugibt, aufgrund seines erst kurzen Aufenthalts in den USA diesen Artikel nicht richtig zu verstehen, erklärt er dennoch, dass er ihn für „verrückt“ halte. Mit dieser Äußerung löste er eine Welle von wütenden Kommentaren* aus.

Vorwürfe gegen Meghan und Harry: Ex-Angestellte der Royals fühlten sich überfordert

Ob im Podcast oder im Oprah-Interview: Harry und Meghan erheben eine ganze Menge Vorwürfe. Doch auch gegen das Ehepaar selbst hegen offenbar einige Personen aus dem direkten Umfeld Groll. So üben verschiedenen ehemalige Angestellte der Royals Kritik am Verhalten des Paares. Wie die Gala berichtet, klagten britische Ex-Mitarbeiter über Überforderung. „Das Letzte, was wir vor dem Schlafengehen taten, war, ihnen auf ihre Nachrichten zu antworten und das Erste, was wir am Morgen taten, war, auf ihre Nachrichten zu antworten“, lautet ein Vorwurf. Nicht wenige Angestellte zogen deshalb Konsequenzen.

Schlechter Umgang mit dem Personal? Ein Mitarbeiter geht nach dem anderen

Ein reger Wechsel bei den Mitarbeitern der Royals ist die Folge. Auch die frühere Direktorin bei Meghans und Harrys Stiftung „Archewell“, Catherine St-Laurent, die vorher bei der „Bill und Melinda Gates Foundation“ gearbeitet hatte, hielt es nicht lange in ihrer Position aus. Nach nur einem Jahr kehrte sie dem Job den Rücken. Grund dafür waren Insidern zufolge „sehr viele Aufgaben“, die nicht alle vertraglich vereinbart worden waren, berichtete die britische Tageszeitung The Telegraph.

Angestellte erheben Mobbing-Vorwürfe: Palast schaltet Anwaltskanzlei ein

Durch die Vorwürfe ihrer Ex-Mitarbeiter erscheinen nicht nur Meghan und Harry, sondern auch das gesamte Königshaus nicht gerade in gutem Licht. Denn schon als die beiden noch als arbeitende Royals im Dienst der britischen Königsfamilie standen, erhoben Angestellte Mobbing-Vorwürfe gegen Meghan. Der Buckingham Palace soll sogar eine externe Anwaltskanzlei beauftragt haben, um die Anschuldigen einiger Palast-Mitarbeiter untersuchen zu lassen.

Eklats und Skandale: Meghan und Harry verlieren bei den Briten an Beliebtheit

Jede Menge Anschuldigungen, Eklats und Skandale - seit dem Kennenlernen von Meghan und Harry und der (damals noch) königlichen Hochzeit ist so einiges passiert. Die fortlaufenden Schlagzeilen um das Paar wirken sich auch auf dessen Beliebtheit aus. So offenbarte eine Umfrage kurz nach der Beerdigung von Prinz Philip (siehe oben), dass es darum nicht allzu gut steht. Zumindest bei den Briten gelten Meghan und Harry zu diesem Zeitpunkt im Mai 2021 nach Skandal-Interviews und öffentlichen Offenbarungen nicht mehr als Lieblinge. Steht Tradition für die Engländer etwa doch an erster Stelle? Das Ehepaar jedenfalls hat mit dem Bruch mit dem Königshaus auch einige royale Fans verloren.

Geburt von Baby Lilibet: Sorgt Namenswahl direkt für einen weiteren Skandal?

Trotz aller Kritik: Harry und Meghan bleiben ihrer Linie treu. Das zeigt sich auch nach der Geburt des zweiten Kindes des Paares, der kleinen Lilibet Diana Windsor-Mountbatten. Erneut brechen die Eltern mit der Tradition, das Baby nach der Geburt öffentlich zu zeigen. Es folgte lediglich ein schriftliches Presse-Statement (siehe Foto).

Zwischen erneutem Skandal und liebevollem Zugeständnis an die Familie liegen wohl auch die Namen von Archies großer Schwester. „Lilibet“ ist der Spitzname von Queen Elizabeth II., Diana erinnert an Harrys verstorbene Mutter. Kurz nach der Geburt des Mädchens gab eine Adelsexpertin eine Einschätzung zu der aussagekräftigen Namenswahl ab - und fällte direkt ein vernichtendes Urteil. „Nach allem, was passiert sei“ würde sich die Queen über diesen Namen nicht erfreut zeigen. „Ich denke, sie ist todunglücklich“, so die Expertin in der TV-Show „Good Morning Britain“. Doch wie das Königshaus tatsächlich darüber denkt, bleibt wohl in der Familie. (*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

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