Ukraine-Krieg

Russische Armee laut ukrainischem Geheimdienst durchsetzt von Informanten

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Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu im Gespräch mit Wladimir Putin. Er gilt als ein enger Vertrauter - allerdings sollen in der russischen Armee zahlreiche Informanten arbeiten. (Archivfoto)
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Laut des Geheimdienstes GUR hat die Ukraine zahlreiche Informanten in Russland - in der russischen Armee, aber auch in politischen Kreisen und ihrer Führung.

Kiew/Moskau - Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsgeheimdienstes GUR ist die russische Armee durchsetzt von Informanten und hat sich verschiedene „Fehleinschätzungen“ geleistet. Eine „sehr große Anzahl von Menschen“ sei rekrutiert worden, um hinter den russischen Linien einen Guerillakrieg zu führen, sagte GUR-Chef Kyrylo Budanow der US-Publikation The Nation am Freitag (26. März). Die ukrainischen Streitkräfte hätten bisher darüber hinaus von „Fehleinschätzungen“ der Russen profitiert.

Ukraine-Krieg: Russische Armee nur eine „mittelalterliche Konzentration von Kräften“

Die Situation gestalte sich dennoch weiterhin „sehr schwierig“. „Wir haben große russische Streitkräfte auf unserem Territorium*, und sie haben die ukrainischen Städte eingekesselt“, betonte Budanow. „Was die Aussichten auf Frieden angeht, so bleiben sie trotz der Verhandlungen vage und unvorhersehbar.“ Die ukrainische Armee habe gezeigt, dass die russische Armee als zweitstärkste Armee der Welt ein großer Mythos ist und „nur eine mittelalterliche Konzentration von Kräften und alten Methoden der Kriegsführung darstellt“, sagte er weiter.

Ukrainischer Geheimdienst: Informanten in der russischen Armee und Politik

Die Ukraine arbeite währenddessen mit Informanten in Russland*. „Wir haben viele Informanten in der russischen Armee, nicht nur in der russischen Armee, sondern auch in ihren politischen Kreisen und ihrer Führung“, sagte Budanow. „Im November wussten wir bereits über die Absichten der Russen Bescheid.“ Auch in den Reihen der Tschetschenen seien viele Informanten. „Sobald sie mit der Vorbereitung einer Operation beginnen, wissen wir das von unseren Informanten.“

Die Osteuropa-Korrespondentin blickt aus Polen im Ippen-Interview auf den Ukraine-Krieg und die Reaktion auf einen möglichen Angriff auf Nato-Gebiet. (afp/at)*Mekrur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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