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Ukraine-Krieg: Neue Daten zu russischen Verlusten – Putin setzt auf Uralt-Panzer

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Die Verluste von Russland im Ukraine-Krieg sind exorbitant hoch. Erneut sollen mehr als 900 Soldaten binnen 24 Stunden gefallen sein. Der News-Ticker.

  • Verluste im Ukraine-Krieg: Russlands Verluste in der Übersicht.
  • Russland unter Druck: USA wollen zugesagte Abrams-Panzer an Kiew liefern
  • Hier lesen Sie aktuelle Entwicklungen aus dem Ukraine-Konflikt. Die verarbeiteten Informationen zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg stammen teils von den Kriegsparteien aus Russland und der Ukraine. Sie lassen sich deshalb in Teilen nicht unabhängig überprüfen.

HINWEIS DER REDAKTION: Dieser Ticker ist beendet. Die aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Krieg entnehmen Sie unserem neuen News-Ticker.

Update vom 21. März, 18.40 Uhr: Nach Angaben des russischen Medienprojekts Nexta hat die russische Militärführung offenbar damit begonnen, Kampfpanzer vom Typ T-54 in die Ostukraine zu verlegen. Diese Panzer sollen aus den Beständen des Kremls stammen und werden laut Bericht auf Zügen in das Kriegsgebiet gebracht. Ursprünglich wurden sie in den 40er und 50er Jahren eingesetzt.

Ausgemusterte sowjetische Kampfpanzer vom Typ T-54 und T-55 auf einem Schrottplatz in Afghanistan.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Kiew holt drei Drohnen vom Himmel

Update vom 21. März, 13.40 Uhr: Bei dem nächtlichen Angriff russischer Drohnen sind über der Region Schytomyr von der ukrainischen Luftverteidigung drei Drohnen abgeschossen worden. Das gab der Leiter der Regionalmilitärverwaltung, Witali Bunetschko, auf Telegram bekannt.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg häufen sich

Update vom 21. März, 10.30 Uhr: Russland tut sich im Ukraine-Krieg weiter sehr schwer. Vor allem die hohen Verluste machen den russischen Streitkräften zu schaffen. Jetzt könnte auch der Angriff auf die ostukrainische Stadt Bachmut seinen begrenzten Schwung wieder verlieren. Dies könnte geschehen, weil einige Einheiten anderen Sektoren zugewiesen worden seien, heißt es in einem Tweet des britischen Verteidigungsministeriums unter Berufung auf den Geheimdienst.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Die Zahlen im Überblick

Update vom 21. März, 8.50 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat neue Zahlen zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Demnach sind innerhalb eines Tages 920 russische Soldaten im Kampf gefallen. Die Gesamtzahl getöteter russischer Soldaten erhöht sich damit auf rund 167.490. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig prüfen, Russland veröffentlicht keine Daten.

  • Soldaten: 167.490 (+920)
  • Flugzeuge: 305
  • Hubschrauber: 290
  • Panzer: 3.557 (+5)
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge: 6.887 (+8)
  • Artilleriesysteme: 2.589 (+3)
  • Flugabwehrsysteme: 272 (+2)
  • Mehrfachraketenwerfer: 509 (+2)
  • Fahrzeuge und Treibstofftanks: 5.434 (+6)
  • Schiffe: 18
  • Drohnen: 2.183 (+16)
  • Quelle: Ukrainischer Generalstab vom 22. März. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.
Russland verzeichnet aktuell schwere Verluste im Ukraine Krieg. (Archivfoto)

Update vom 22. März, 7.45 Uhr: In der Nacht zum 22. März wurde in der Ukraine in mehreren Regionen wegen eines Angriffs russischer Kamikaze-Drohnen ein Luftalarm ausgerufen. Nach Angaben der Militärverwaltung der Stadt Kiew haben die ukrainischen Luftverteidigungskräfte aber alle russischen Drohnen abgeschossen.

Ein Jahr Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland

Menschen in Kiews feiern die Unabhängigkeit der Ukraine von der Sowjetunion
Alles begann mit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989. Die Öffnung der Grenzen zunächst in Ungarn leitete das Ende der Sowjetunion ein. Der riesige Vielvölkerstaat zerfiel in seine Einzelteile. Am 25. August 1991 erreichte der Prozess die Ukraine. In Kiew feierten die Menschen das Ergebnis eines Referendums, in dem sich die Bevölkerung mit der klaren Mehrheit von 90 Prozent für die Unabhängigkeit von Moskau ausgesprochen hatte. Im Dezember desselben Jahres erklärte sich die Ukraine zum unabhängigen Staat. Seitdem schwelt der Konflikt mit Russland. © Anatoly Sapronenkov/afp
Budapester Memorandum
Doch Anfang der 1990er Jahre sah es nicht danach aus, als ob sich die neuen Staaten Russland und Ukraine rund 30 Jahre später auf dem Schlachtfeld wiederfinden würden. Ganz im Gegenteil. Im Jahr 1994 unterzeichneten Russland, das Vereinigte Königreich und die USA in Ungarn das „Budapester Memorandum“ – eine Vereinbarung, in der sie den neu gegründeten Staaten Kasachstan, Belarus und der Ukraine Sicherheitsgarantien gaben. Als Gegenleistung traten die drei Staaten dem Atomwaffensperrvertrag bei und beseitigten alle Nuklearwaffen von ihrem Territorium. Es sah danach aus, als ob der Ostblock tatsächlich einen Übergang zu einer friedlichen Koexistenz vieler Staaten schaffen würde. © Aleksander V. Chernykh/Imago
Orangene Revolution in der Ukraine
Bereits 2004 wurde deutlich, dass der Wandel nicht ohne Konflikte vonstattengehen würde. In der Ukraine lösten Vorwürfe des Wahlbetrugs gegen den Russland-treuen Präsidenten Wiktor Janukowytsch Proteste aus, die schließlich in der „Orangen Revolution“ mündeten. Diese erreichte vorübergehend ihr Ziel. Der Wahlsieg Janukowytschs wurde von einem Gericht für ungültig erklärt, bei der Wiederholung der Stichwahl setzte sich Wiktor Juschtschenko durch und wurde neuer Präsident der Ukraine. Die Revolution blieb friedlich und die Abspaltung von Russland schien endgültig gelungen. © Mladen Antonov/afp
Wiktor Juschtschenko ,Präsident der Ukraine
Als der Moskau kritisch gegenüberstehende Wiktor Juschtschenko im Januar 2005 Präsident der Ukraine wurde, hatte er bereits einen Giftanschlag mit einer Dioxinvariante überlebt, die nur in wenigen Ländern produziert wird – darunter Russland. Juschtschenko überlebte dank einer Behandlung in einem Wiener Krankenhaus. In den folgenden Jahren nach der Amtsübernahme hatte er vor allem mit Konflikten innerhalb des politischen Bündnisses zu kämpfen, das zuvor die demokratische Wahl in dem Land erzwungen hatte. Seine Partei „Unsere Ukraine“ zerstritt sich mit dem von Julija Tymoschenko geführten Parteienblock. © Mladen Antonov/afp
Das Bündnis zerbrach und Wiktor Janukowitsch nutzte bei der Präsidentschaftswahl 2010 seine Chance.
Das Bündnis zerbrach und Wiktor Janukowytsch nutzte bei der Präsidentschaftswahl 2010 seine Chance. Er gewann die Wahl mit knappem Vorsprung vor Julija Tymoschenko. Amtsinhaber Wiktor Juschtschenko erhielt gerade mal fünf Prozent der abgegebenen Stimmen.  © Yaroslav Debely/afp
Proteste auf dem Maidan-Platz in Kiew, Ukraine, 2014
Präsident Wiktor Janukowytsch wollte die Ukraine wieder näher an Russland führen – auch aufgrund des wirtschaftlichen Drucks, den Russlands Präsident Wladimir Putin auf das Nachbarland ausüben ließ. Um die Ukraine wieder in den Einflussbereich Moskaus zu führen, setzte Janukowytsch im November 2013 das ein Jahr zuvor verhandelte Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union aus. Es folgten monatelange Massenproteste in vielen Teilen des Landes, deren Zentrum der Maidan-Platz in Kiew war. Organisiert wurden die Proteste von einem breiten Oppositionsbündnis, an dem neben Julija Tymoschenko auch die Partei des ehemaligen Boxweltmeisters und späteren Bürgermeisters von Kiew, Vitali Klitschko, beteiligt waren. © Sergey Dolzhenko/dpa
Proteste auf dem Maidan-Platz in Kiew, der Hauptstadt der Ukraine
Die Forderung der Menschen war eindeutig: Rücktritt der Regierung Janukowiysch und vorgezogene Neuwahlen um das Präsidentenamt. „Heute ist die ganze Ukraine gegen die Regierung aufgestanden, und wir werden bis zum Ende stehen“, so Vitali Klitschko damals. Die Protestbewegung errichtete mitten auf dem Maidan-Platz in Kiew ihr Lager. Janukowytsch schickte die Polizei, unterstützt von der gefürchteten Berkut-Spezialeinheit. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, die über mehrere Monate andauerten. © Sergey Dolzhenko/dpa
Der Platz Euromaidan in Kiew, Hauptstadt der Ukraine, ist nach den Protesten verwüstet.
Die monatelangen Straßenkämpfe rund um den Maidan-Platz in Kiew forderten mehr als 100 Todesopfer. Etwa 300 weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Berichte über den Einsatz von Scharfschützen machten die Runde, die sowohl auf die Protestierenden als auch auf die Polizei gefeuert haben sollen. Wer sie schickte, ist bis heute nicht geklärt. Petro Poroschenko, Präsident der Ukraine von 2014 bis 2019, vertrat die These, Russland habe die Scharfschützen entsendet, um die Lage im Nachbarland weiter zu destabilisieren. Spricht man heute in der Ukraine über die Opfer des Maidan-Protests, nennt man sie ehrfürchtig „die Himmlischen Hundert“. © Sergey Dolzhenko/dpa
Demonstranten posieren in der Villa von Viktor Janukowitsch, ehemaliger Präsident der Ukraine
Nach rund drei Monaten erbittert geführter Kämpfe gelang dem Widerstand das kaum für möglich Gehaltene: Die Amtsenthebung Wiktor Janukowytschs. Der verhasste Präsident hatte zu diesem Zeitpunkt die UKraine bereits verlassen und war nach Russland geflohen. Die Menschen nutzten die Gelegenheit, um in der prunkvollen Residenz des Präsidenten für Erinnerungsfotos zu posieren. Am 26. Februar 2014 einigte sich der „Maidan-Rat“ auf eigene Kandidaten für ein Regierungskabinett. Präsidentschaftswahlen wurden für den 25. Mai anberaumt. Die Ukraine habe es geschafft, eine Diktatur zu stürzen, beschrieb zu diesem Zeitpunkt aus der Haft entlassene Julija Tymoschenko die historischen Ereignisse.  © Sergey Dolzhenko/dpa
Ein Mann stellt sich in Sewastopol, eine Stadt im Süden der Krim-Halbinsel, den Truppen Russlands entgegen.
Doch der mutmaßliche Frieden hielt nicht lange. Vor allem im Osten der Ukraine blieb der Jubel über die Absetzung Janukowytschs aus. Gouverneure und Regionalabgeordnete im Donbass stellten die Autorität des Nationalparlaments in Kiew infrage. Wladimir Putin nannte den Umsturz „gut vorbereitet aus dem Ausland“. Am 1. März schickte Russlands Präsident dann seine Truppen in den Nachbarstaat, um dort die russischstämmige Bevölkerung ebenso wie die auf der Krim stationierten eigenen Truppen zu schützen. In Sewastopol, ganz im Süden der Halbinsel gelegen, stellte sich ein unbewaffneter Mann den russischen Truppen entgegen. Aufhalten konnte er sie nicht. © Viktor Drachev/afp
Bürgerkrieg in Donezk, eine Stadt im Donbas, dem Osten der Ukraine
Am 18. März 2014 annektierte Russland die Halbinsel Krim. Kurz darauf brach im Donbass der Bürgerkrieg aus. Mit Russland verbündete und von Moskau ausgerüstete Separatisten kämpften gegen die Armee und Nationalgarde Kiews. Schauplatz der Schlachten waren vor allem die Großstädte im Osten der Ukraine wie Donezk (im Bild), Mariupol und Luhansk. © Chernyshev Aleksey/apf
Prorussische Separatisten kämpfen im Donbas gegen Einheiten der Ukraine
Der Bürgerkrieg erfasste nach und nach immer mehr Gebiete im Osten der Ukraine. Keine der Parteien konnte einen nachhaltigen Sieg erringen. Prorussische Separatisten errichteten Schützengräben, zum Beispiel nahe der Stadt Slawjansk. Bis November 2015 fielen den Kämpfen laut Zahlen der Vereinten Nationen 9100 Menschen zum Opfer, mehr als 20.000 wurden verletzt. Von 2016 an kamen internationalen Schätzungen zufolge jährlich bis zu 600 weitere Todesopfer dazu. © Michael Bunel/Imago
Trümmer von Flug 17 Malaysian Airlines nach dem Abschuss nahe Donezk im Osten der Ukraine
Aufmerksam auf den Bürgerkrieg im Osten der Ukraine wurde die internationale Staatengemeinschaft vor allem am 17. Juli 2014, als ein ziviles Passagierflugzeug über einem Dorf nahe Donezk abstürzte. Alle 298 Insassen kamen ums Leben. Die Maschine der Fluggesellschaft Malaysian Airlines war von einer Boden-Luft-Rakete getroffen worden. Abgefeuert hatte die Rakete laut internationalen Untersuchungen die 53. Flugabwehrbrigade der Russischen Föderation. In den Tagen zuvor waren bereits zwei Flugzeuge der ukrainischen Luftwaffe in der Region abgeschossen worden. © ITAR-TASS/Imago
Russlands Präsident Putin (l.), Frankreichs Präsident Francois Hollande, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Petro Poroschenko in Minsk
Die Ukraine wollte den Osten des eigenen Landes ebenso wenig aufgeben wie Russland seine Ansprüche darauf. Im September 2014 kamen deshalb auf internationalen Druck Russlands Präsident Putin (l.), Frankreichs Präsident François Hollande, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Petro Poroschenko in Minsk zusammen. In der belarussischen Hauptstadt unterzeichneten sie das „Minsker Abkommen“, das einen sofortigen Waffenstillstand und eine schrittweise Demilitarisierung des Donbass vorsah. Die OSZE sollte die Umsetzung überwachen, zudem sollten humanitäre Korridore errichtet werden. Der Waffenstillstand hielt jedoch nicht lange und schon im Januar 2015 wurden aus zahlreichen Gebieten wieder Kämpfe gemeldet. © Mykola Lazarenko/afp
Wolodymyr Selenskyj feiert seinen Sieg bei der Präsidentschaftswahl in der Ukraine 2019
Während die Ukraine im Osten zu zerfallen drohte, ereignete sich in Kiew ein historischer Machtwechsel. Wolodymyr Selenskyj gewann 2019 die Präsidentschaftswahl und löste Petro Poroschenko an der Spitze des Staates ab. Selenskyj hatte sich bis dahin als Schauspieler und Komiker einen Namen gemacht. In der Comedy-Serie „Diener des Volkes“ spielte Selenskyj von 2015 bis 2017 bereits einen Lehrer, der zunächst Youtube-Star und schließlich Präsident der Ukraine wird. Zwei Jahre später wurde die Geschichte real. Selenskyj wurde am 20. Mai 2019 ins Amt eingeführt. Kurz darauf löste der bis dato parteilose Präsident das Parlament auf und kündigte Neuwahlen an. Seine neu gegründete Partei, die er nach seiner Fernsehserie benannte, erzielte die absolute Mehrheit.  © Genya Savilov/afp
Russische Separatisten in der Ost-Ukraine
Selenskyj wollte nach seinem Wahlsieg die zahlreichen innenpolitischen Probleme der Ukraine angehen: vor allem die Bekämpfung der Korruption und die Entmachtung der Oligarchen. Doch den neuen, russland-kritischen Präsidenten der Ukraine holten die außenpolitischen Konflikte mit dem Nachbarn ein. Im Herbst 2021 begann Russland, seine Truppen in den von Separatisten kontrollierte Regionen in der Ost-Ukraine zu verstärken. Auch an der Grenze im Norden zog Putin immer mehr Militär zusammen. Selenskyj warnte im November 2021 vor einem Staatsstreich, den Moskau in der Ukraine plane. Auch die Nato schätzte die Lage an der Grenze als höchst kritisch ein. © Alexander Ryumin/Imago
Explosion in Kiew nach Beginn des Ukraine-Kriegs mit Russland
Am 24. Februar 2022 wurde der Ukraine-Konflikt endgültig zum Krieg. Russische Truppen überfielen das Land entlang der gesamten Grenze. Putins Plan sah eine kurze „militärische Spezialoperation“, wie die Invasion in Russland genannt wurde, vor. Die ukrainischen Streitkräfte sollten mit einem Blitzkrieg in die Knie gezwungen werden. Moskau konzentrierte die Attacken auf Kiew. Innerhalb weniger Tage sollte die Hauptstadt eingenommen und die Regierung Selenskyjs gestürzt werden. Doch der Plan scheiterte und nach Wochen intensiver Kämpfe und hoher Verluste in den eigenen Reihen musste sich die russische Armee aus dem Norden des Landes zurückziehen. Putin konzentrierte die eigene Streitmacht nun auf den Osten der Ukraine. © Ukrainian President‘s Office/Imago
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, bei einer Fernsehansprache aus Kiew
Seit Februar 2022 tobt nun der Ukraine-Krieg. Gesicht des Widerstands gegen Russland wurde Präsident Wolodymyr Selenskyj, der sich zu Beginn des Konflikts weigerte, das Angebot der USA anzunehmen und das Land zu verlassen. „Ich brauche Munition, keine Mitfahrgelegenheit“, sagte Selenskyj. Die sollte er bekommen. Zahlreiche westliche Staaten lieferten Ausrüstung, Waffen und Kriegsgerät in die Ukraine. Hunderttausende Soldaten aus beiden Ländern sollen bereits gefallen sein, ebenso mehr als 10.000 Zivilpersonen. Ein Ende des Kriegs ist nach wie vor nicht in Sicht. © Ukraine Presidency/afp

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: USA wollen zugesagte Abrams-Panzer an Kiew liefern

Update vom 22. März, 5.30 Uhr: Die USA wollen bis zum Herbst die bereits zugesagten Abrams-Panzer an die Ukraine liefern. Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Pat Ryder, sagte in Washington, das Ressort habe entschieden, Kiew die Abrams-Panzer-Variante M1A1 bereitzustellen - anstelle der neueren Variante M1A2. Dies ermögliche es, die Lieferfristen erheblich zu verkürzen und der Ukraine die Panzer bereits bis zum Herbst zu schicken.

Update vom 21. März, 13.18 Uhr: Nach dem Zwischenfall auf der Krim widersprechen sich die Darstellungen beider Seiten völlig. Russland gibt an, am Montagabend ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben; die Ukraine meldete, russische Marschflugkörper zerstört zu haben. Unabhängig verifizieren ließen sich zunächst keine der Angaben.

Seit Beginn der Moskauer Offensive gegen die Ukraine wurde die Krim mehrfach zum Ziel von Drohnenangriffen. Anfang März hatte Russland erklärt, einen „massiven Angriff“ abgewehrt zu haben.

Ukraine-Krieg: Kiew startet Drohnenangriff auf die Krim

Update vom 21. März, 5.30 Uhr: Im Norden der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim schoss die Flugabwehr nach Behördenangaben ukrainische Drohnen ab. Krim-Verwaltungschef Sergej Aksjonow teilte am Montagabend mit, dass in dem Ort Dschankoj ein Mensch verletzt worden sei. Durch abgestürzte Trümmerteile seien Häuser und ein Lebensmittelgeschäft beschädigt worden. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst unklar.

In Kiew teilte der Militärgeheimdienst des Verteidigungsministeriums mit, dass der Angriff einem Raketentransport auf Bahngleisen gegolten habe. Es seien Raketen zerstört worden. Damit werde die Krim auf die Befreiung von der russischen Besatzung vorbereitet.

Von russischer Seite gab es dafür, dass Raketen zerstört worden sein sollen, keine Bestätigung. Russland transportiert etwa Raketen für die Schwarzmeerflotte über den Landweg in die Militärhäfen. Außerdem werden über die strategische wichtige Eisbahnstrecke die russischen Truppen in den besetzten Gebieten Cherson und Saporischschja mit Nachschub versorgt.

Russische Verluste im Gebiet Wuhledar

Update vom 20. März, 16.15 Uhr: Ukrainische Militäroffiziere weisen darauf hin, dass die russischen Verluste im Gebiet Wuhledar die Kapazitäten von Putins Streitkräften im Gebiet Donezk stark beeinträchtigen. Der Sprecher der ukrainischen Streitkräftegruppe Ost, Serhii Cherevatyi Cherevaty, betonte laut ukrainischen Medienberichten, dass die russischen Streitkräfte nicht einmal die taktische Einnahme von Bachmut abschließen können.

Verluste im Ukraine-Krieg: Ukrainischer Militärgeheimdienst bekennt sich zu Anschlag auf Verräter

Update vom 20. März, 13.08 Uhr: Der ukrainische Militärgeheimdienst hat bekannt, einen „Verräter“ in den russisch besetzten Regionen ermordet zu haben. „Der Organisator von Folterkammern im Gebiet Cherson, Serhij Moskalenko, wurde vor kurzem auf dem zeitweilig besetzten Gebiet liquidiert“, teilte er am Montag (20. März) mit.

Der Tote habe mit den Besatzern zusammengearbeitet. Der Anschlag selbst fand demnach bereits am Freitag statt. Vor dem russischen Einmarsch habe der 1978 geborene Mann eine örtliche Wachschutzfirma besessen. „Auf jeden Kriegsverbrecher wartet seine gerechte Strafe“, drohte die Behörde. Bei Anschlägen in den von Russland besetzten Gebieten wurden bereits mehrere mit Moskau zusammenarbeitende Ukrainer getötet.

Verluste für Russland im Krieg: Ukrainische Streitkräfte schalten russische Angreifer in Donezk aus

Update vom 20. März, 11.15 Uhr: Spezialeinheiten der ukrainischen Streitkräfte haben eine Gruppe russischer Angreifer in der Nähe von Donezk ausgeschalten. Dies teilte das Kommando der Spezialeinheiten der ukrainischen Streitkräfte nach Angaben von Ukrinform in einem Beitrag auf Facebook mit. 

Verluste im Ukraine-Krieg: Viele Gefallene hatten wohl keine Verbindung mit Armee

Update vom 20. März, 6.50 Uhr: Anhand offener Quellen ermittelte BBC Russia gemeinsam mit Mediazona, einem unabhängigen russischen Medienunternehmen, die Namen von 17.375 russischen Soldaten, die im Krieg in der Ukraine getötet wurden. Die Medien führen eine namentliche Zählung der Toten durch.

Bei einem Drittel dieser Verluste handelte es sich um Personen, die vor der Invasion nicht mit der Armee in Verbindung standen – Freiwillige, Mobilisierte, Gefangene und neu rekrutierte Mitglieder privater Militärfirmen. Seit Anfang 2023 wurden den Ergebnissen zufolge mindestens 1.000 Menschen getötet, die ihre Strafe in russischen Gefängnissen absitzen sollten.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Russischer „Kollaborateur“ kommt ums Leben

Update vom 19. März, 21.42 Uhr: Nach ukrainischen Angaben ist ein russischer „Kollaborateur“ bei einer Explosion im russisch kontrollierten Teil der Oblast Cherson ums Leben gekommen. Der Mann sei als Kommandeur einer Patrouille im Bezirk Nowa Kachowka tätig gewesen, teilte das russische Ermittlungekomitee mit, wie Kyiv Independent berichtet.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Kiew berichtet von weiteren schweren Schlägen

19. März, 19.35 Uhr: Die Ukraine berichtet von weiteren schweren Schlägen gegen Russlands Armee. Der Generalstab berichtete am Abend von sechs Luftwaffen-Schlägen auf „Ballungen von Besatzerkräften und Ausrüstung“ und ein Munitionslager, wie die Ukrainska Prawda meldet. Die eigene Artillerie habe zudem zwei weitere Schwerpunkte von Besatzungssoldaten getroffen.

Allerdings vermeldete auch Russland Verluste des Gegners: Laut Verteidigungsministeriums-Sprecher Igor Konaschenkow wurden allein von der „West-Gruppe“ des russischen Militärs am Samstag 50 ukrainische Soldaten getötet. Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht unabhängig verifizieren. (mit Agenturmaterial)

Rubriklistenbild: ©  ITAR-TASS/Imago

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