Kampfsportgruppe im Fokus

Schlag gegen die rechte Szene? Razzia in elf Bundesländern – vier Festnahmen

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Symbolbild Polizeieinsatz

Mutmaßlich militante Neonazi-Netzwerke: Seit diesem Mittwochmorgen laufen bundesweit Durchsuchungen, es gibt etwa 50 Verdächtige. Im Fokus steht eine Kampfsportgruppe.

Karlsruhe - Aktuell läuft eine Großrazzia in ganzen elf Bundesländern. Sie richtet sich gegen mutmaßliche Rechtsextremisten. Die Wohnungen von 50 Verdächtigen in elf Bundesländern wurden untersucht. Das teilte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft mit. Zuvor hatten der Spiegel und andere Medien berichtet.

Vier Menschen wurden in Eisenach (Thüringen) und in Rotenburg an der Fulda (Hessen) festgenommen.

Die Namen der Gruppen laut der Nachrichtenagenturen:

  • „Atomwaffen Division“ (AWD)
  • „Knockout 51“
  • „Combat 18“
  • „Sonderkommando 14/18“

Rechtsextremismus in Deutschland: Festnahmen bei Kampfsportgruppe

Laut Bundesanwaltschaft waren dem Einsatz Ermittlungen seit 2019 vorausgegangen, insbesondere gegen AWD, den deutschen Ableger einer in den USA* gegründeten rechtsextremistischen Gruppierung.

Bei „Knockout 51“ handelt es sich den Angaben zufolge um eine Kampfsportgruppe. Die Gruppe habe vom thüringischen Eisenach aus agiert. Bei den Vorwürfen gehe es um Körperverletzung, vor allem gegen Menschen aus der linken Szene, hieß es. Die Beschuldigten sollen versucht haben, mit Kiezstreifen „für Ordnung“ zu sorgen. Außerdem sollen Mitglieder von „Knockout 51“ auch an Protesten gegen die Corona*-Maßnahmen teilgenommen haben, um dort Gewalt zu provozieren.

Von den Durchsuchungen ist den Informationen zufolge auch das „Flieder Volkshaus“ in Eisenach betroffen, in dem sich die Landeszentrale der rechtsextremen NPD befindet. In dem Haus sollen Trainings der Kampfsportgruppe stattgefunden haben.(AFP/dpa/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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