Eigentlich ab 2035

Verbrenner-Aus in der EU: Plötzlich ist Habeck kompromissbereit

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Christian Lindner (links) und Robert Habeck (rechts) bei einer Bundestagssitzung (Archivbild).
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Das Verbrenner-Aus in der EU könnte ab 2035 kommen. Christian Lindner hatte bereits angekündigt, dagegen zu stimmen. Nun meldet sich Habeck zu Wort.

Berlin – Robert Habeck (Grüne) zeigt sich im Streit zu einem möglichen Verbrenner-Aus kompromissbereit. „Europa ist ja eine lebende Kompromiss-Maschine, und an der arbeiten wir mit“, sagte der Grünen-Politiker am Montag in Luxemburg. Man müsse für verschiedene „Spezial-Sichtweisen“ unterschiedlicher EU-Staaten eine gute Lösung finden. Wie eine solche Lösung aussehen könnte, sagte der Vizekanzler nicht.

Habecks Kollege Christian Lindner (FDP) hatte vor kurzem erklärt, gegen ein Verbrenner-Aus in der EU ab 2035 zu stimmen. Für diese Aussagen wurde der Politiker unter anderem von Fridays for Future kritisiert. Innerhalb der FDP gab es hingegen Zuspruch für den Partei-Chef.

Verbrenner-Aus in der EU: Ergebnis der Abstimmung ist offen

Auf EU-Ebene soll in dieser Woche über ein Verkaufsverbot für Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 entschieden werden. Der Beschluss zum Verbrenner-Aus ist Teil des sogenannten Fit-for-55-Pakets, eines Klimaschutzpakets der EU. Während die Grünen ein Verbrenner-Aus ab 2035 befürworten, setzt sich die FDP in der Bundesregierung dafür ein, dass auch nach 2035 neue Autos mit Verbrennungsmotor verkauft werden dürfen. (mse mit dpa)

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