Alle Verhandlungen im Ticker

Macron überbringt üble Nachrichten von Putin: „Das Schlimmste wird noch kommen“

Alle Autoren
    schließen
  • Patrick Mayer
    Patrick Mayer
  • Cindy Boden
    Cindy Boden

Der Ukraine-Krieg tobt. Aktuell laufen weitere Verhandlungen. Doch die Sorge auch vor einem Atomkrieg wächst. News-Ticker.

  • Ukraine-Konflikt*: Die erste Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine kam zu keinem greifbaren Ergebnis - folgt nun schon bald eine neue?
  • Gespräche zwischen Vertretern Russland und der Ukraine starteten am Donnerstagnachmittag. Emmanuel Macron überbrachte allerdings schon kurz zuvor schlechte Neuigkeiten (Update vom 3. März, 15.50 Uhr)
  • Auch die Sorgen vor einem Atomkrieg wachsen. Ein Friedensnobelpreisträger warnt, Sergej Lawrow äußert sich persönlich. (Updates vom 3. März, 10.42 und 11.30 Uhr).
  • Dieser News-Ticker rund um diplomatische Ereignisse und internationale Reaktionen im Zusammenhang des Ukraine-Krieges ist beendet. Mehr zum Hintergrund der Ukraine-Krise* hier.

Update vom 3. März, 19.07 Uhr: Die zweite Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine ist beendet, wie die Nachrichtenagentur AFP meldet. Ein Ergebnis wurde erzielt. Es geht um die Schaffung humanitärer Korridore. Mehr dazu lesen Sie in unserem neuen News-Ticker zu den Verhandlungen im Ukraine-Krieg.

Update vom 3. März, 16.02 Uhr: Die zweite Runde der Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über eine Waffenruhe hat nun offiziell begonnen. Das belarussische Staatsfernsehen zeigte am Nachmittag Aufnahmen, wie die beiden Delegationen an einem Tisch Platz nahmen und sich die Hand gaben. Die Vertreter von Russland und der Ukraine trafen sich im Westen von Belarus.

Schon wenige Minuten zuvor hatte Mihailo Podolyak, ein Berater des Stabs von Wolodymyr Selenskyj, auf Twitter ein Foto der Gesprächsdelegationen geteilt - und die Forderungen der Ukraine publik gemacht. Diese lauten:

  • Sofortige Feuerpause
  • Ein Waffenstillstandsabkommen
  • Humanitäre Korridore für die Evakuierung von Zivilisten aus zerstörten oder unter Beschuss stehenden Kommunen.

Die Forderung nach Evakuierungskorridoren stützte am Donnerstagnachmittag auch EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen. „Humanitäre Konvois brauchen sicheres Geleit, Zivilisten muss es erlaubt werden, belagerte Städte sicher zu verlassen“, schrieb sie während eines Besuchs in der Slowakei auf Twitter. „Russland muss es unseren humanitären Partnern erlauben, Hilfe in die Kriegszone zu bringen.“

Ukraine-Verhandlungen: Macron überbringt üble Nachrichten von Putin: „Schlimmste wird noch kommen“

Update vom 3. März, 15.50 Uhr: Emmanuel Macron hat am Nachmittag rund 90 Minuten mit Russlands Präsident Wladimir Putin telefoniert - im Anschluss zeigte sich der französische Präsident beunruhigt. Er glaube, dass in der Ukraine „das Schlimmste noch kommen wird“, sagte Macron laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP. Putin sei entschlossen, „die Kontrolle“ über das gesamte Land zu erlangen, zitierte Focus Online aus den Informationen der Agentur: „Es gab nichts in den Äußerungen von Präsident Putin, was uns beruhigen könnte.“

„Die Antizipation des Präsidenten ist, dass das Schlimmste angesichts dessen, was Präsident Putin ihm gesagt hat, noch kommen wird“, habe es aus dem Elysée-Palast geheißen. Während der fast zeitgleich laufenden Verhandlungen mit der Ukraine habe der Kreml-Chef zudem den Willen bekräftigt, zu „eskalieren“, sollte die Ukraine seine Bedingungen nicht akzeptierten.

Ukraine-Krieg: Putin droht Ukraine mit neuen Forderungen

Update vom 3. März, 15.03 Uhr: Die Ukraine hat neue Verhandlungen mit Russland bestätigt. Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin erneut mit Frankreichs Präsident Macron gesprochen (siehe voriges Update). Dabei hat Putin weitere russische Forderungen an die Ukraine angedroht. Es um die Demilitarisierung der Ukraine und deren neutralen Status, bekräftigte der Kreml am Donnerstag. Putin habe betont, dass die Ziele der militärischen „Spezial-Operation“, wie Russland den Krieg bezeichnet, in jedem Fall erreicht werden. „Versuche, Zeit zu gewinnen, indem die Verhandlungen in die Länge gezogen werden, führen nur zu zusätzlichen Forderungen an Kiew in unserer Verhandlungsposition“, betonte der Kreml zufolge.

Zudem habe Putin dem französischen Präsidenten „begründete Erklärungen zur bedeutenden Rolle der Neonazis in der Politik Kiews“ geliefert, teilte der Kreml mit. Macron hatte zuvor in einer Ansprache an die Nation gesagt, Russlands Begründung, in der Ukraine gegen Nationalsozialisten zu kämpfen, sei eine Lüge.

Russland und Ukraine: Neue Verhandlungen bestätigt - Minimalziel der Ukraine bekannt

Update vom 3. März, 13.15 Uhr: Die Ukraine hat neue Verhandlungen mit Russland im Ukraine-Krieg bestätigt. Zudem hat ein Mitglied der ukrainischen Delegation ein Minimalziel genannt: David Arakhamia sagte, dass die Ukraine zumindest humanitäre Korridore vereinbaren wolle. Das berichtet der Kyiv Independent.

Update vom 3. März, 13.15 Uhr: Noch an diesem Donnerstagnachmittag werden weitere Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland erwartet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat zuvor erneut mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesprochen. Das Gespräch mit Putin habe eineinhalb Stunden gedauert, teilte der Élysée am Donnerstag mit. Über den Inhalt wurde zunächst nichts bekannt.

Macron hatte am Vorabend angekündigt, dass er mit Putin im Gespräch bleiben wolle, um eine Ausweitung des Konfliktes zu verhindern. Er ist der letzte westliche Staatschef, der in den vergangenen Wochen direkten Kontakt mit Putin hatte. Macron steht nach eigenen Angaben auch in regelmäßigem Austausch mit Selenskyj.

Russland und Ukraine: Lawrow erneuert vor Verhandlungen Vorwürfe

Update vom 3. März, 12.38 Uhr: Noch am heutigen Donnerstag wird Wladimir Putin einmal mehr im TV mit seinen Sicherheitsberatern sprechen - über den Inhalt des Termins wurde zunächst noch spekuliert.

Außenminister Sergej Lawrow betonte zuvor Gesprächsbereitschaft mit dem Westen (siehe auch Update von 11.30 Uhr) - erneuerte kurz vor neuerlichen Verhandlungen mit der Ukraine aber auch Vorwürfe. In einer möglichen Friedensvereinbarung mit der Ukraine müsse auch der Punkt der Entmilitarisierung des Landes enthalten sein. „Wir können uns nicht erlauben, in der Ukraine eine Infrastruktur zu haben, die die Sicherheit der Russischen Föderation bedroht. Die Demilitarisierung wird bis zum Ende geführt - im Sinne der Vernichtung der uns bedrohenden Infrastruktur und Waffen“, sagte Russlands Chefdiplomat.

Update vom 3. März, 11.52 Uhr: Vor neuen geplanten Verhandlungen mit Russland hat die ukrainische Führung Schadenersatz für die Kriegsschäden gefordert. „Ihr werdet uns alles ersetzen, was Ihr der Ukraine angetan habt. In vollem Umfang“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer am Donnerstag veröffentlichten Videobotschaft. An Russland gerichtet, betonte Selenskyj: „Lernt die Wörter Reparationen und Kontributionen.“ Kiew plane, jedes Haus, jede Straße, jede Stadt wieder aufzubauen. Keiner der Toten werde vergessen.

Russland und Ukraine: Gespräche starten wohl am Nachmittag

Update vom 3. März, 11.45 Uhr: Russland rechnet nach eigenen Angaben mit dem Beginn weiterer Verhandlungen mit der Ukraine noch an diesem Donnerstagnachmittag. „Ich denke, dass die Verhandlungen um 15.00 Uhr (13.00 Uhr MEZ) beginnen“, sagte der Leiter der russischen Delegation, Wladimir Medinski, am Mittag der Agentur Interfax zufolge. „Die Verhandlungen werden stattfinden, wir sind in Kontakt mit der ukrainischen Seite.“ Beide Seiten wollen sich im Westen von Belarus treffen.

Auch der Kreml in Moskau bestätigte die Verhandlungsbereitschaft Russlands. Die Delegation warte noch, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Die ukrainische Seite habe es „offenbar aber nicht eilig“. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte: „Wir sind gesprächsbereit, aber wir werden unsere Operation fortsetzen.“ Die Sicherheit Russlands sei bedroht. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte vor einer Woche den Angriff auf die Ukraine angeordnet.

Lawrow bekräftigte, dass sein Land nach der militärischen „Spezial-Operation“ - wie Russland den Krieg nennt - kein Besatzungsregime in der ukrainischen Hauptstadt Kiew plane. Das ukrainische Volk solle selbst darüber entscheiden, wie es künftig leben wolle, sagte Lawrow am Donnerstag bei einem Interview mit Journalisten. An diesem Prozess sollten alle in dem Land lebenden Nationalitäten beteiligt sein, betonte Russlands Chefdiplomat.

Sergej Lawrow beobachtet ein Treffen von Wladimir Putin mit Parteifreunden. (Archivbild)

Russland-Ukraine-Verhandlungen: „Panikmache?“ Lawrow äußert sich zu Atomkriegs-Sorgen

Update vom 3. März, 11.30 Uhr: Angesichts wachsender Sorgen vor einem Atomkrieg hat Wladimir Putins Außenminister Sergej Lawrow dem Westen nun „Panikmache“ vorgeworfen. Seine Worte klangen dabei allerdings teils durchaus alarmierend.

„Alle wissen, dass ein Dritter Weltkrieg nur ein nuklearer sein kann“, sagte Lawrow am Donnerstag. Er fügte hinzu: Diese Frage stelle sich aber nur in den Köpfen westlicher Politiker und nicht in denen der Russen. „Ich versichere Ihnen, dass wir keine Provokationen zulassen werden, die uns das Gleichgewicht verlieren lassen“, sagte Lawrow in einem vom Staatsfernsehen übertragenen Gespräch mit russischen und internationalen Medien. Wenn der Westen aber beginnt „einen echten Krieg gegen uns zu entfesseln, sollten diejenigen, die solche Pläne aushecken, darüber nachdenken, und sie denken meiner Ansicht darüber nach.“

Lawrow betonte nun: „Wir haben eine Militärdoktrin, die die Parameter und Bedingungen für den Einsatz von Atomwaffen beschreibt*.“ Eine „Eskalation um der Deeskalation willen“ werde es nicht geben, sagte er. „Aber das Gespräch über einen Atomkrieg ist jetzt im Gange.“ Das liege allein am Westen. Er warf westlichen Staaten auch „Hysterie“ vor. Auch ein deutscher Experte hatte zuletzt im Gespräch mit Merkur.de einen Atomkrieg als unwahrscheinlich eingeschätzt.

Russland-Ukraine-Verhandlungen heute: Nobelpreisträger warnt vor „Alptraum Atomkrieg“

Update vom 3. März, 10.42 Uhr: Noch heute wollen Ukraine und Russland in Belarus erneut verhandeln. Doch die Sorgen sind groß: Der russische Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow warnt vor der Gefahr eines Atomkriegs nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. „Das wäre natürlich ein Alptraum, aber ich schließe nicht aus, dass es irgendwann tatsächlich Versuchungen geben könnte, auf den nuklearen Knopf zu drücken“, sagte der regierungskritische Journalist nach den Worten einer Übersetzerin am Donnerstag in einer Anhörung des Europaparlaments. „Es gibt hier tatsächlich die Gefahr eines Nuklearkriegs.“

Er begründete diese Furcht mit Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin und dessen Außenminister Sergej Lawrow. Dieser hatte am Mittwoch gesagt, der dritte Weltkrieg werde ein Atomkrieg sein. Auch im russischen Staatsfernsehen werde diese Drohung jetzt häufig genannt. „Für mich ist das extrem beunruhigend“, sagte Muratow. Er führt die kremlkritische Zeitung Nowaja Gaseta und wurde 2021 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die freie Presse in Russland steht dieser Tage erneut unter starkem Druck.

Muratow wiederholte scharfe Kritik an dem von Putin begonnen Krieg auf die Ukraine. „Es gab keine Entschuldigung für diesen Befehl“, sagte Muratow der Simultanübersetzung zufolge. Viele Russen wollten diesen Krieg nicht, selbst wenn sie Putin unterstützten. „Die Zukunft unserer Kinder wurde hier kaputt gemacht“, gab die Übersetzerin Muratows Worte wieder. Widerstand der Eliten um Putin* erwartet er jedoch nicht.

Update vom 3. März, 10.06 Uhr: Kurz vor mutmaßlichen neuen Verhandlungen zwischen Russland und Ukraine erhebt der Kreml erneut schwere Vorwürfe gegen den Westen. Was wir in den vergangenen Tagen beobachtet haben, ist eine beispiellose wirtschaftliche, politische und Informationsattacke gegen Russland“, sagte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Donnerstag dem TV-Sender RBK. Der Westen habe wie „hemmungslos, wenn nicht gar wahnsinnig“ Waffen, Ausrüstung und Kommunikationsmittel in die Ukraine gepumpt. Russland werde den „Sondereinsatz“ im Nachbarland aber wie geplant durchführen.

Auch Deutschland hat am Donnerstag eine weitere Waffenlieferung angekündigt. Rjabkow kritisierte, der Westen sei nicht auf Russlands Sicherheitsinteressen eingegangen. „Es bestätigt sich, dass uns nicht zugehört wurde, und nun halten sie sich einfach die Ohren zu.“ Zugleich betonte der Vizeminister die russische Bereitschaft zum Dialog. „Ich bin überzeugt, dass wir diesen Tiefpunkt hinter uns lassen können und beginnen werden, die Beziehungen zu begradigen.“ Rjabkow betonte: „Dazu ist der politische Willen des Westens nötig, vor allem der USA.“

Update vom 2. März, 20.10 Uhr: Mögliche Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Vertretern sind auf offiziell auf Donnerstag verschoben worden. Das berichtet unter anderem die „Tagesschau“ der ARD. Somit wird es an diesem Mittwochabend nicht zu Verhandlungen zwischen beiden Konfliktparteien kommen.

Verhandlungen zwischen Russland und Ukraine: Gespräche nun doch erst am Donnerstag

Update vom 2. März, 19.10 Uhr: Eine Woche nach Beginn des russischen Einmarschs in die Ukraine erwartet Russland an diesem Donnerstag die Fortsetzung von Verhandlungen mit der Regierung in Kiew. Der Leiter der russischen Delegation, Wladimir Medinski, sagte am Mittwochabend nach einer Meldung der Agentur Interfax, die Ukrainer befänden sich auf der Anreise. Als Ort der Gespräche hätten sich beide Seiten auf die Region Brest im Westen von Belarus geeinigt. Das russische Militär werde einen «angemessenen Sicherheitskorridor» einrichten. Erste Verhandlungen am Montag hatten keine greifbaren Ergebnisse gebracht.

Verhandlungen zwischen Russland und Ukraine: Kiew stimmt offenbar neuen Gesprächen zu

Update vom 2. März, 18.15 Uhr: Die UN-Vollversammlung in New York hat in einer Resolution Russland zum sofortigen Abzug aus der Ukraine aufgefordert. 141 Mitgliedstaaten stimmten am Mittwoch für die Resolution, fünf stimmten dagegen und 35 Staaten enthielten sich, darunter China. In der Resolution „beklagen“ die Mitgliedstaaten „mit größtem Nachdruck“ die russische Invasion in der Ukraine und verurteilen die Entscheidung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die Atomstreitkräfte seines Landes in erhöhte Alarmbereitschaft zu versetzen.

Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine: Verwirrung um Gespräche zwischen Moskau und Kiew

Update vom 2. März, 14.30 Uhr: Verwirrung um die Fortsetzung der Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine: Der ukrainische Präsidentenberater Olexij Arestowytsch sagte der Agentur Ukrinform: „Was die Gespräche betrifft: Es ist nicht bekannt, ob sie stattfinden werden.“ Dazu dauerten die Abstimmungen an, um Datum und Ort festzulegen. Es sei möglich, dass es noch am Mittwoch ein Treffen gebe. Nach Kreml-Angaben ist die russische Seite für weitere Gespräche noch am Abend bereit (siehe Erstmeldung). CNN zitiert einen Berater aus der Ukraine, der wiederum verkündete, dass es am Mittwoch sicher Gespräche geben werde (siehe Update vom 2. März, 14.30 Uhr). Noch scheint das nun aber doch offen.

Will China im Ukraine-Krieg vermitteln? Außenminister Wang Yi telefonierte überraschend mit seinem ukrainischen Amtskollegen Dmytro Kuleba. Was hat Peking vor? Mehr dazu hinter dem Link.

Ukraine-Russland-Verhandlungen: Kann der eskalierte Konflikt bald gelöst werden?

Update vom 2. März, 13.45 Uhr: Nun äußert sich auch die ukrainische Seite zu möglichen weiteren Verhandlungen: Laut CNN sagte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba, es „noch nicht bekannt, wann eine neue Gesprächsrunde mit Russland stattfinden wird“. Die Bedingungen Russlands blieben unverändert, soll es in einem Posting auf Facebook heißen. „Wir sind zu Gesprächen bereit, wir sind zur Diplomatie bereit, aber wir sind in keiner Weise bereit, irgendwelche russischen Ultimaten zu akzeptieren“, fügte Kuleba demnach hinzu.

Ukraine-Krieg: EU hat Sanktionen gegen Russland in Kraft gesetzt

Update vom 2. März, 13.32 Uhr: China beobachtet zurzeit ganz genau, was in der Ukraine passiert. Denn die Reaktion des Westens könnte mitentscheiden, ob Peking eines Tages einen Angriff auf Taiwan wagt. Mehr dazu hinter dem Link.

Update vom 2. März, 12.40 Uhr: Die EU hat ihre Sanktionen zum Ausschluss sieben russischer Finanzinstitute aus dem Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift in Kraft gesetzt. Es gilt eine Übergangsfrist von zehn Tagen. Betroffen ist unter anderem die zweitgrößte Bank Russlands VTB, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten EU-Amtsblatt hervorgeht. Auch das EU-Verbot russischer Staatsmedien RT und Sputnik ist demnach in Kraft.

Lawrow zum Ukraine-Krieg: Russland will Nachbarland Zusammensetzung der Regierung vorschreiben

Update vom 2. März, 12 Uhr: Russland will der Ukraine die Zusammensetzung ihrer künftigen Regierung vorschreiben. „Das ukrainische Volk wählt seine Führung“, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow in einem auszugsweise veröffentlichten Interview mit dem TV-Sender Al-Dschasira, aus dem am Mittwoch die Agentur Tass zitierte. „Aber sie muss alle Nationalitäten der Ukraine vertreten“, forderte Lawrow.

Russland hat wiederholt behauptet, die prowestliche ukrainische Regierung diskriminiere russische Muttersprachler und Russen vor allem im Osten der Ukraine. Dafür gibt es keine unabhängigen Belege. Zudem gibt es in der Ukraine größere Minderheiten von Ungarn, Belarussen, Rumänen und Bulgaren.

Lawrow warf der Ukraine vor, kein echtes Interesse an Verhandlungen mit Russland (siehe Erstmeldung) zu haben. „Wir sind bereit für eine zweite Verhandlungsrunde, aber die ukrainische Seite verzögert auf Geheiß der Amerikaner“, sagte Lawrow, ohne dafür Belege vorzulegen. „Der Westen weigerte sich, mit uns bei der Bildung einer neuen europäischen Sicherheitsarchitektur zusammenzuarbeiten“, sagte Lawrow. Zunächst gab es keine Bestätigung für Verhandlungen aus Kiew.

Russland zu neuen Gesprächen mit der Ukraine bereit - schon heute Abend

Erstmeldung vom 2. März: Moskau - Russland hat sich zu erneuten Verhandlungen mit der Ukraine am Mittwochabend (2. März) bereit erklärt. „Unsere Delegation ist bereit, die Gespräche fortzusetzen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch in Moskau. Die russische Abordnung werde „am frühen Abend vor Ort sein“, sagte Peskow, ohne jedoch den Verhandlungsort zu nennen. Er hoffe, dass die ukrainischen Unterhändler ebenfalls erscheinen werden.

Eine erste Verhandlungsrunde in der belarussischen Grenzregion Gomel war am Montag vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ohne greifbare Ergebnisse geblieben. Beide Seiten hatten eine zweite Gesprächsrunde vereinbart, ohne jedoch einen Termin zu nennen.

Verhandlungen zum Ukraine-Krieg: Russland bereit zu weiteren Gesprächen

Vor Beginn der Verhandlungen hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Moskau zum „sofortigen Waffenstillstand“ und einem Abzug der russischen Truppen aus seinem Land aufgefordert. Er hatte auch deutlich gemacht, dass er keine großen Hoffnungen in die Gespräche setzt.

Russlands Präsident Wladimir Putin* verlangte als Bedingungen für ein Ende der russischen Invasion in der Ukraine deren Entmilitarisierung sowie eine Anerkennung der von Russland annektierten Halbinsel Krim als russisches Territorium. Zudem forderte Putin erneut auch eine „Entnazifizierung“ der ukrainischen Regierung und die „Neutralität“ der Ukraine. (AFP/cibo). *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © MIKHAIL KLIMENTYEV/GONZALO FUENTES/AFP

Zurück zur Übersicht: Politik

Kommentare