News-Ticker

Russland vor neuer Offensive in Ukraine - Kiew spricht von 13.000 toten Soldaten

Alle Autoren
    schließen
  • Caspar Felix Hoffmann
    Caspar Felix Hoffmann
  • Helena Gries
  • Nadja Austel
  • Tim Vincent Dicke
    Tim Vincent Dicke
  • Sandra Kathe
    Sandra Kathe

US-Präsident Biden ist offen für ein Gespräch mit Putin, wenn dieser zu einem Ende des Krieges gegen die Ukraine bereit ist. Der News-Ticker.

  • Gezielte Angriffe: Lawrow verteidigt russische Kriegsführung
  • Angriffe auf Infrastruktur: Knapp sechs Millionen Menschen in der Ukraine ohne Strom
  • Hinweis der Redaktion: Lesen Sie aktuelle Entwicklungen im Ukraine-Konflikt in unserem News-Ticker. Die hier verarbeiteten Informationen zum Ukraine-Krieg stammen teils von den Kriegsparteien aus Russland und der Ukraine. Sie lassen sich deshalb in Teilen nicht unabhängig überprüfen.

+++ 11.15 Uhr: Hinweis der Redaktion: Dieser News-Ticker ist beendet. Aktuelle News zum Krieg in der Ukraine finden Sie in unserem neuen Ticker.

+++ 7.10 Uhr: Im Kampf gegen Russland sind nach Angaben eines hochrangigen Beraters von Präsident Wolodymyr Selenskyj bereits bis zu 13.000 ukrainische Soldaten getötet worden. Es gebe offizielle Schätzungen des Generalstabs - „und diese gehen von 10.000 bis 13.000 Toten aus“, sagte Mychailo Podoljak am Donnerstagabend. Selenskyj werde die genauen Zahlen nennen, „wenn der richtige Moment gekommen ist“.

Der Präsident hatte im Juni gesagt, dass 60 bis 100 ukrainische Soldaten pro Tag getötet und etwa 500 verletzt würden. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu seinerseits sprach im September von gut 5900 getöteten russischen Soldaten.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt. © BULENT KILIC/afp
Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.  © YASUYOSHI CHIBA/afp
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt.
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt. © GENYA SAVILOV/afp
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.  © afp

Ukraine-News: Russland vor neuer Offensive in Ukraine - Biden offen für Gespräch mit Putin

Update vom 2. Dezember, 6.35 Uhr: Zur Frage möglicher Verhandlungen über ein Ende des Konflikts äußerte sich nun erneut US-Präsident Joe Biden. Er sei nur offen für ein Gespräch mit Kremlchef Putin, wenn Russland zu einem Ende des Kriegs gegen die Ukraine bereit ist. „Aber Tatsache ist, dass ich keine unmittelbaren Pläne habe, Herrn Putin zu kontaktieren“, sagte Biden am Donnerstag (Ortszeit) im Weißen Haus bei einer Pressekonferenz mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron. „Ich bin bereit, mit Herrn Putin zu sprechen, wenn seinerseits tatsächlich ein Interesse besteht, und er nach einer Möglichkeit sucht, den Krieg zu beenden. Das hat er bisher nicht getan.“

Ukrainische Soldaten entladen Munition aus einem BM-21 Mehrfachraketenwerfersystem in der Nähe der Frontlinie im Donbass.

Biden hob bei Macrons Besuch in Washington die gemeinsame Front gegen Russland hervor. „Heute bekräftigen wir, Frankreich und die Vereinigten Staaten, gemeinsam mit all unseren Verbündeten - unseren Nato-Verbündeten und den G7-Staaten, der Europäischen Union - dass wir so stark wie eh und je gegen den brutalen Krieg Russlands gegen die Ukraine sind“, sagte Biden. Die USA und Frankreich würden weiter zusammenarbeiten, um Russland zur Rechenschaft zu ziehen.

Ukraine-News: Russland plant wohl mehr Einsätze

+++ 23.30 Uhr: Der russische Militärflughafen Engels-2 bei Saratow bereitet Fachleuten Sorgen. Wie der Spiegel  berichtet, zeigten aktuelle Satellitenbilder, „fast zwei Dutzend Langstreckenbomber der Typen Tu-95 und Tu-160 auf dem Rollfeld“. Diese „ungewöhnlich hohe Zahl“ sei ein Anzeichen für eine „Zunahme der Einsätze, wenn nicht gar für einen bevorstehenden Großangriff“, sagte der Militäranalyst Arda Mevlütoğlu dem Nachrichtenmagazin. Das russische Militär nutze immer wieder Marschflugkörper dieser Art bei Luftangriffen auf die Ukraine, hieß es in dem Bericht. Die Satellitenbilder stammten von den Unternehmen Maxar Technologies und Planet Labs vom 28. November.

+++ 22.45 Uhr: Seit mehr als neun Monaten Ukraine-Krieg hat die ukrainische Armee nach eigenen Angaben bis zu 13.000 Soldaten verloren. Damit berief sich Selenskyj-Berater Mychajlo Podoljak auf „offizielle Schätzungen des Generalstabs“, hieß es im ukrainischen Fernsehen. Die Schätzungen würden sich auf 10.000 bis 13.000 Tote belaufen. Ursula von der Leyen, Leiterin der Europäischen Kommission, hatte Ende November von 100.000 toten Soldaten auf ukrainischer Seite gesprochen. Später gab die EU-Kommission zu, dass sie sich geirrt habe, berichtete Ukrinform. Von der Leyen habe „zweifellos einen Fehler gemacht“, sagte Podoljak.

Verlässliche Zahlen zu den Opfern gibt es weder auf ukrainischer noch auf russischer Seite. Das ukrainische Verteidigungsministerium meldete am Donnerstagmorgen fast 90.000 russische, gefallene Soldaten. Unabhängig prüfen lässt sich das nicht. Der Kreml macht selbst nur wenige Angaben zu eigenen Verlusten.

News zum Ukraine-Krieg: „Ukraine wird gewinnen“

+++ 21.25 Uhr: Die Botschafterin der USA in der Ukraine hat keine Zweifel am Sieg der Ukraine gegen Russland. „Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass die Ukraine gewinnen wird. Ich habe keine Zweifel“, sagte Bridget Brink auf dem Sicherheitsforum in Kiew.Brink skizzierte die Grundprinzipien des Sieges im Ukraine-Krieg: territoriale Integrität, Strafverfolgung und Wiederaufbau. „Der Ukraine wurde viel Schaden zugefügt, viel Zerstörung. Die Vereinigten Staaten und die Welt setzen sich dafür ein, der Ukraine beim Wiederaufbau zu helfen“, zitierte Ukrinform die Botschafterin.

News zum Ukraine-Krieg: Deutschland liefert neue Waffen

+++ 20.20 Uhr: In der Ukraine ist neue militärische Ausrüstung aus Deutschland angekommen, darunter Überwasserdrohnen, Brückenpanzer und Grenzschutzfahrzeuge. Die Güter stammen aus Beständen der Rüstungsindustrie. Nach Angaben der Bundesregierung wurden folgende militärische Unterstützungsleistungen geliefert:

  • 3 Brückenlegepanzer Biber
  • 10 Überwasserdrohnen
  • 65 Grenzschutzfahrzeuge
  • 14.000 Schlafsäcke
  • Mi-24 Ersatzteile
  • 30 Krankenkraftwagen

Darüber hinaus sei die Lieferung von sieben weiteren Gepard-Flugabwehrsystemen in die Ukraine sowie 100.000 Erste-Hilfe-Sets genehmigt worden, berichtete Ukrinform. Zuvor wurden drei Gepard-Systeme im August geliefert. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg danke Deutschland für die moderne Ausrüstung. Die Bundesrepublik sei einer der Hauptlieferanten von Militärhilfe für die Ukraine. Dabei gehe es aber nicht darum, die Liste der Waffen zu erweitern, sondern eine ununterbrochene und effektive Nutzung der bereits bereitgestellten Ausrüstung sicherzustellen, zitierte Ukrinform den Nato-Chef.

News zum Ukraine-Krieg: Weiterer Gefangenenaustausch

+++ 19.05 Uhr: Russland und die Ukraine haben nach neun Monaten Krieg insgesamt 100 weitere Gefangene ausgetauscht. 50 russische Soldaten sollen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau zur medizinischen Behandlung in die russische Hauptstadt geflogen werden. Andrij Jermak, Chef des ukrainischen Präsidentenbüros, bestätigte den Austausch. „Wir haben 50 Verteidiger der Ukraine befreit“, schrieb er bei Telegram.

News zum Ukraine-Krieg: Russische Armee beschießt Häuser mit „schwerer Artillerie“

+++ 18.25 Uhr: Das russische Militär hat am Donnerstagnachmittag erneut die Stadt Nikopol in der Oblast Dnipropetrowsk im Süden des Landes angegriffen. Mehrere Wohnhäuser sowie Stromleitungen wurden beschädigt. Bislang gibt es eine verletzte Person.

Russland habe die Stadt mit „schwerer Artillerie getroffen. Eine Wohnung in einem Hochhaus hat Feuer gefangen“, teilte Valentyn Reznichenko, Gouverneur der Region, bei Telegram mit. Die Stadt, die am rechten Ufer des Dnipro liegt, wird regelmäßig vom linken Ufer aus, das von Russland kontrolliert wird, mit Raketen beschossen.

Ukraine-Krieg: Tribunal wird laut Kreml „keine Legitimität“ haben

+++ 17.10 Uhr: Die Einrichtung eines Tribunals zu Moskaus Vorgehen in der Ukraine, einschließlich möglicher Kriegsverbrechen, wird nach Ansicht des Kremls „keine Legitimität“ haben. „Was diese Versuche zur Einrichtung von Tribunalen betrifft, so werden sie keine Legitimität haben, wir werden sie nicht akzeptieren und wir werden sie verurteilen“, sagte der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, am Donnerstag vor Journalisten. Darüber berichtete die Nachrichtenagentur AFP.

News zum Ukraine-Krieg: US-Botschaft in Madrid erhält Sendung

+++ 16.00 Uhr: Die möglicherweise mit dem Ukraine-Krieg in Zusammenhang stehende Briefbombenserie in Spanien hat auch die US-Botschaft in Madrid erreicht. Dort sei eine verdächtige Sendung von spanischen Sprengstoffexperten kontrolliert zur Explosion gebracht worden, berichteten Medien unter Berufung auf die spanische Nationalpolizei. Damit erhöhte sich die Zahl der in den vergangenen Tagen in Spanien eingegangenen Briefbomben auf sechs. Am Mittwoch war eine Sendung in der Botschaft der Ukraine in Madrid explodiert, ein Mitarbeiter war dabei leicht verletzt worden.

News zum Ukraine-Krieg: Ist Putin bereit, mit Kiew zu verhandeln?

+++ 15.00 Uhr: Die US-Botschafterin in Deutschland, Amy Gutmann, sieht wenig Aussichten für ein schnelles Ende des Ukraine-Krieges. „Wir haben derzeit keinerlei Anzeichen dafür, dass Putin bereit wäre zu verhandeln“, sagte Gutmann der Sächsischen Zeitung. „Aber wenn er es ist, bin ich sicher, dass die Ukraine dazu auch bereit sein wird. Sie wird bestimmen, wann sie ihre volle staatliche Integrität und Souveränität zurückerhalten hat. Aber Putin steht dem im Wege.“

Die deutsche Reaktion auf den Krieg bezeichnete sie als „klar und mutig“. Ihr sei bewusst, dass mit der aktuellen Situation große Opfer für alle Verbündeten der USA in Europa verbunden seien, beispielsweise durch die hohen Energiepreise. „Aber wahr ist doch auch: Niemand bringt so große Opfer wie die Menschen in der Ukraine. Wir tun alles, um sie zu unterstützen, aber nichts, um diesen Krieg weiter eskalieren zu lassen“, sagte Gutmann. Das einzig akzeptable Ende dieses Krieges „ist für uns, dass die Ukraine gewinnt“.

+++ 14.00 Uhr: In der teilweise besetzten ukrainischen Region Donezk steht offenbar ein erneuter Gefangenenaustausch zwischen der Ukraine und Russland bevor. Nach Angaben des von Russland im Gebiet eingesetzten Beamten Denis Pushilin wollen beide Seiten jeweils 50 Kriegsgefangene übergeben. In einem Beitrag auf seinem Telegram-Kanal sagte Pushilin, der Austausch werde noch heute stattfinden.

News zum Ukraine-Krieg: Krieg könnte auf benachbarte Gebiete übergreifen

Update vom Donnerstag, 1. Dezember, 6.45 Uhr: Der ukrainische Präsident Volodymyr Selenskyj sagte am Mittwoch (30. September), der Ukraine-Krieg werde enden, wenn die Ukraine gewinnt oder Russland seine aggressiven Pläne aufgibt. „Wir gehen davon aus, dass dies in den kommenden Monaten der Fall sein wird“, sagte Selenskyj. Er betonte, dass der Krieg, wenn die Ukraine nicht durchhalte, auf andere benachbarte Gebiete „übergreifen“ werde.

News zum Ukraine-Krieg: Russland bereitet Grabenkämpfe wie vor 100 Jahren vor

Erstmeldung vom Dienstag, 29. November: Kiew – Zu Beginn der Invasion am 24. Februar wollte Russland die Ukraine innerhalb weniger Wochen zu Fall bringen. Der russische Präsident Wladimir Putin spekulierte auf eine zeitnahe Entmachtung der Regierung in Kiew. Dieser Plan scheiterte auf ganzer Linie. Um wenigstens einen Teil der Kriegsziele zu erreichen, konzentrieren sich die Kreml-Truppen auf den Osten des Landes. Doch ein Durchbruch gelingt dort nicht – mehr und mehr verkommt der Ukraine-Krieg zu einem Stellungskampf in Gräben.

News zum Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt vor neuen Angriffen

Am Wochenende tauchten Bilder von ukrainischen Soldaten in überfluteten, schlammigen Schützengräben und Schlachtfeldern auf. Zu sehen auf den Aufnahmen: Baumstümpfe, die vom Artilleriefeuer getroffen wurden, übersähen die Landschaft.

In der Zwischenzeit warnt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj davor, dass die russischen Truppen neue Angriffe vorbereiten – „und solange sie Raketen haben, werden sie nicht aufhören“. Seit Wochen attackiert Russland die Ukraine massiv aus der Luft, um die Energie-Infrastruktur des Landes sprichwörtlich in Grund und Boden zu bomben. Das perfide Kalkül dahinter: Die ukrainische Zivilbevölkerung brechen. (tvd/na mit dpa/afp)

Rubriklistenbild: © Laurel Chor/imago

Zurück zur Übersicht: Politik

Kommentare