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Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Kollaborateure flüchten aus Region Cherson

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  • Karolin Schäfer
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Die Ukraine fügt Russland weitere schwere Verluste zu. Noch gefährlicher könnte den russischen Soldaten aber auch die Kälte werden. Der News-Ticker.

  • Bachmut: Die Stadt in der Region Donezk ist schwer umkämpft.
  • Gefallene Soldaten: Militärführung will Panik vor neuer Mobilisierungswelle verhindern
  • Hinweis der Redaktion: Lesen Sie aktuelle Entwicklungen im Ukraine-Konflikt in unseren News-Ticker. Die hier verarbeiteten Informationen zum Ukraine-Krieg stammen teils von den Kriegsparteien aus Russland und der Ukraine. Sie lassen sich deshalb in Teilen nicht unabhängig überprüfen.

Update vom Sonntag, 4. Dezember, 6.35 Uhr: Alle russischen Kollaborateure haben die Stadt Oleshky am Ostufer des Flusses Dnipro, 23 Kilometer vom befreiten Cherson entfernt, verlassen, teilte das Nationale Widerstandszentrum mit.

Nach Angaben des Zentrums hatten diese Personen Positionen in der Besatzungsverwaltung und der Polizei inne. Dies meldet das Portal The Kyiv Independent.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg: Verletzte und Tote in Saporischschja und Luhansk 

+++ 22.34 Uhr: Bei ukrainischen Angriffen auf die Orte Melitopol und Vassiliv in der Region Saporischschja sollen am Freitag (2. Dezember) allein hier rund 270 russische Soldaten verwundet worden sein. Informationen über mögliche weitere gefallene Soldaten gebe es bislang nicht, das teilt der ukrainische Generalstab über die Social-Media-Plattform Facebook mit. Bei einem Brand auf einem Truppenstützpunkt in Starobilsk in der Region Luhansk wurden demnach 30 Russen verwundet und 14 weitere getötet.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt. © BULENT KILIC/afp
Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.  © YASUYOSHI CHIBA/afp
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt.
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt. © GENYA SAVILOV/afp
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.  © afp

+++ 20.23 Uhr: Am Samstag (3. Dezember) sollen ukrainische Soldaten ein russisches Kampfflugzeug abgeschossen haben. Das berichtet der Generalstab des ukrainischen Militärs in seinem täglichen Lagebericht auf Facebook. Zudem habe es insgesamt 14 Angriffe der Luftwaffe auf Truppenstützpunkte sowie Waffen- und Ausrüstungslager sowie russische Flugabwehreinheiten gegeben. Die ukrainischen Raketentruppen sowie Artillerie griffen nach Angaben der Militärführung zwei Kontrollpunkte, zwei Truppenstützpunkte sowie ein Munitionsdepot an.

Die Region Cherson war von der russischen Armee besetzt. Die Ukraine konnte sie teils zurückerobern.

Geheimdienst der Ukraine berichtet von abgehörtem Telefonat zwischen Soldat und Ehefrau

+++ 18.39 Uhr: Der ukrainische Geheimdienst SSU will aus einem abgehörten Telefonat eines russischen Soldaten mit dessen Ehefrau erfahren haben, dass die Todesursachen von getöteten russischen Soldaten in der Heimat bewusst geheim gehalten würden. Das berichtet das Nachrichtenpotal Ukrainska Pravda. So hätte die Ehefrau berichtet, dass in ihrer Heimat in Sibirien derzeit Unmengen Zinksärge mit getöteten russischen Soldaten einträfen. Die offizielle Begründung lautete bei vielen von ihnen, dass sie „eingeschlafen, aber nicht wieder aufgewacht“ seien.

In dem abgehörten Gespräch mutmaße der in Donezk stationierte Soldat daraufhin, der Grund für die irritierende offizielle Todesursache sei womöglich, dass die russische Militärführung vor der anstehenden nächsten Rekrutierungswelle keine Panik auslösen wolle. „Wenn sie denen sagen würden, dass sie alle am Ende sind, und dass die alle hier sterben, würde ja keine Seele mehr herkommen“, erwidert der russische Soldat dem Bericht zufolge. Dann erzähle er seiner Frau, dass sich einige seiner Kameraden bereits mutwillig selbst verletzt hätten, einer sei bereits an Alkoholvergiftung gestorben.

Russische Verluste bei Kämpfen um Bachmut: Geheimdienst sieht keine Verhältnismäßigkeit

+++ 12.25 Uhr: Die russischen Invasionsgruppen kämpfen intensiv um die Stadt Bachmut. Nach Ansicht britischer Militärexperten ist das jedoch unverhältnismäßig. Der Preis, den Russland für den Angriff auf die 70.000 Einwohner-Stadt zahle, stehe in keinem Verhältnis zum Vorteil durch eine Eroberung.

+++ 10.25 Uhr: Die ukrainischen Kampfkräfte haben neue Schätzungen zu den russischen Kampfverlusten abgegeben. Dies meldet das ukrainische Medium The Kyiv Independent. Demnach sind am Freitag (2. Dezember) weitere 510 Soldaten gestorben. Insgesamt verloren damit 90.600 russische Soldaten ihr Leben im Krieg. Außerdem wurden am Freitag acht Autos und andere Fahrzeuge und drei gepanzerte Fahrzeuge zerstört.

  • Soldaten: 90.600 (+510 zum Vortag)
  • Flugzeuge: 280
  • Hubschrauber: 263 (+1)
  • Panzer: 2917 (+1)
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge: 5886 (+3)
  • Artilleriesysteme: 1906 (+1)
  • Luftabwehrsysteme: 210
  • Mehrfachraketenwerfer: 395
  • Autos und andere Fahrzeuge: 4472 (+8)
  • Schiffe: 16
  • Unbemannte Kampfdrohnen: 15672 (+8)

Verluste für Russland: Mehr tote russische Soldaten durch Kälte als durch die Ukraine

Update vom 3. Dezember, 6.50 Uhr: Der Winter in der Ukraine setzt vor allem russischen Soldaten in den durchnässten Stellungen massiv zu. Das berichtet deas RND. Viele seien schon in den Schützengräben erfroren­. Ein Experte hält es für möglich, dass die Kälte in den nächsten Wochen mehr russische Soldaten tötet als die Kugeln der Ukraine. Auch der britische Geheimdienst sieht „ganz besondere Herausforderungen“, die durchschnittliche Höchsttemperatur werde bis Februar bei durchschnittlich null Grad liegen.

Verluste für Russland im Ukraine-Krieg: Viele Tote bei Kämpfen um Bachmut

+++ 21.50 Uhr: Seit mehreren Wochen ist kaum eine ukrainische Stadt so umkämpft wie Bachmut in der Region Donezk – das zeigt sich auch an den täglich steigenden Zahlen gefallener Soldaten. Wie der ukrainische Generalstab berichtet, seien zwischen Mittwoch (30. November) und Donnerstag (1. Dezember) allein aufgrund der Kämpfe um Bachmut etwa 70 Leichen russischer Soldaten in die Stadt Horliwka nördlich von Donezk gebracht worden.

+++ 19.50 Uhr: Im Laufe des Freitags hat die ukrainische Luftwaffe insgesamt acht Angriffe auf russische Truppenstützpunkte, Waffen- und Munitionslager durchgeführt, dazu zwei Anlagen zur Flugabwehr und den Stützpunkt einer militärischen Teileinheit angegriffen. Die ukrainische Artillerie traf unter anderem zwei Munitionsdepots sowie insgesamt neun Truppenstützpunkte und Militärlager. Das meldete der ukrainische Generalstab in seinem täglichen Lagebericht auf Facebook. Zudem seien in einem Truppenstützpunkt bei Kamjanske in der umkämpften Region Saporischschja bei einem Brand am Donnerstag (1. Dezember) rund hundert russische Soldaten verletzt worden.   

Schwere Verluste für Russland: Russische Truppen wegen ukrainischer Offensive verlegt

Update vom Freitag, 2. Dezember, 6.20 Uhr: Russische Militärbewegungen in der Oblast Saporischschja deuten darauf hin, dass das Land kritische Gebiete angesichts der zunehmenden ukrainischen Angriffe nicht verteidigen kann. Das meldet das ISW, the Institute for the Study of War.

Demnach zieht Russland möglicherweise Truppen aus Stellungen ab, die näher an der Frontlinie in der Oblast Saporischschja liegen, um die Auswirkungen der ukrainischen Angriffe zu verringern.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Wagner-Gruppe rekrutiert Gefängnisinsassen

+++ 19.05 Uhr: Russlands Wagner-Gruppe befreit derzeit in der Zentralafrikanischen Republik inhaftierte Männer, die unter anderem wegen Mord und Vergewaltigung in Haft sind, um diese als Söldner im Ukraine-Krieg einzusetzen. Dies geht aus einem Bericht von The Daily Beast hervor. Schon zuvor hatte die Wagner-Gruppe Gefangene zur Bekämpfung der ukrainischen Armee eingesetzt.

Jewgeni Prigoschin, Chef der Wagner-Gruppe, besuchte in der Vergangenheit mehrfach russische Gefängnisse, um Schwerverbrecher für den Krieg zu rekrutieren. Dem Russen wird seitdem vorgeworfen, ohne Rechtsgrundlage Männer in Straflagern für den Kampf in der Ukraine anzuwerben – wegen Personalmangels an der Front.

News zum Ukraine-Krieg: Ukraine tötet 480 Soldaten und schießt Kampfjets ab

Erstmeldung vom Dienstag, 29. November: Kiew – Nach wie vor kann das russische Militär im Ukraine-Krieg keine größeren Gebietsgewinne vermelden. Im Gegenteil: Der Verlust der strategisch wichtigen Hafenstadt Cherson wiegt nach wie vor schwer. Tag für Tag sterben immer mehr Soldaten im Dienste Russlands.

Nun hat das ukrainische Verteidigungsministerium die aktuellen Zahlen zu den Verlusten der russischen Armee bekannt gegeben. Die Daten zeigen, dass weiterhin jeden Tag Hunderte Soldaten ihr Leben bei den Kampfhandlungen lassen. Nach Angaben des Ministeriums in Kiew starben innerhalb von 24 Stunden 480 russische Kämpfer. Zudem seien unter anderem drei Panzer, zwei Artilleriesysteme und zwei Kampfjets zerstört worden.

News zum Ukraine-Krieg: So hoch sind Russlands Verluste

Derweil ist Russland nach britischer Einschätzung von seinem militärisch-taktischen Grundkonzept abgerückt – Grund sind die schweren Niederlagen der Truppen von Kreml-Chef Wladimir Putin. In den vergangenen drei Monaten seien die russischen Kräfte in der Ukraine größtenteils nicht mehr als taktische Bataillonsgruppen (BTG) aufgetreten, teilte das Verteidigungsministerium in London unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse mit.

News zum Ukraine-Krieg: Russland kämpft mit großen Problemen

Die hochintensiven Kämpfe auf weiter Fläche hätten mehrere Fehler des Konzepts offengelegt. „Die relativ geringe Zuteilung von Infanterie an die BTG hat sich oft als unzureichend erwiesen.“ Zudem habe es die dezentrale Verteilung von Artillerie Russland nicht ermöglicht, seinen Mengenvorteil bei dieser wichtigen Waffe auszuschöpfen. Nur wenige Kommandeure hätten die Erlaubnis, das Modell flexibel zu nutzen, hieß es in London.

Das BTG-Konzept ist ein zentraler Pfeiler der russischen Militärdoktrin der vergangenen Jahre. Dabei wird jeder taktische Verband sowohl mit Infanterie als auch mit Flugabwehr, Artillerie sowie Logistik- und Aufklärungseinheiten ausgestattet. (mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Evgeniy Maloletka/dpa

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