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Selenskyj lobt Panzerlieferungen und spricht von „Faust der Freiheit“

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Selenskyj bedankt sich bei Deutschland und den USA. Russland attackiert die Regionen Cherson und Saporischschja. Der News-Ticker zur militärischen Lage im Ukraine-Krieg.

  • Dieser Ticker wird nicht mehr aktualisiert. Die neuesten militärischen Entwicklungen in der Ukraine entnehmen Sie bitte unseren neuen News-Ticker.

+++ 22.30 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Entscheidungen der USA und Deutschlands zur Lieferung von Kampfpanzern an sein Land als Bildung einer internationalen Panzerkoalition gefeiert. In seiner täglichen Videoansprache dankte er sowohl Bundeskanzler Olaf Scholz als auch US-Präsident Joe Biden am Mittwochabend für deren Zusagen, die Verteidigungskraft der Ukraine mit Kampfpanzern zu stärken.

Nun werde „eine Faust der Panzer“ gebildet, sagte Selenskyj. „Eine Faust der Freiheit, die nicht zulässt, dass die Tyrannei wieder aufersteht.“ Wichtig dafür sei, die ukrainischen Panzerbesatzungen jetzt schnell auszubilden und die Kampfpanzer so bald wie möglich in die Ukraine zu liefern. Allerdings seien auch Fortschritte in anderen militärischen Fragen nötig, sagte Selenskyj. Vor allem brauche sein Land nunmehr Langstreckenraketen, Kampfflugzeuge und mehr Artillerie. „Das ist ein Traum, das ist eine Aufgabe“, betonte er. „Eine wichtige Aufgabe für uns alle.“

Deutschland und die USA liefern Panzer in die Ukraine. (Symbolbild)

Russischer Angriff in der Region Cherson – Zivilpersonen verletzt und getötet

+++ 21.10 Uhr: Russische Truppen haben am Mittwoch einen Angriff auf die Stadt Beryslaw gestartet, berichtet das Nachrichtenforum ukrinform.net. In der Stadt, die sich in der Region Cherson befindet, wurde ein Lebensmittelgeschäft zerstört sowie Zivilpersonen verletzt und getötet.

„Mitten am Tag griffen die Russen zielgerichtet einen belebten Ort an. Feindliche Granaten trafen ein Lebensmittelgeschäft, in dem sich Menschen befanden. Zwei Menschen wurden durch den russischen Beschuss getötet“, teilte die Militärverwaltung der Region Cherson auf Telegram mit. Die Verwaltung erklärte zudem, dass drei Personen bei dem Angriff verletzt wurden und medizinisch versorgt werden mussten.

News zum Ukraine-Krieg: Russischer Luftangriff auf Saporischschja – Zivilistin stirbt

+++ 19.55 Uhr: Wie die Ukrainska Pravda unter Berufung auf den Stadtrat von Saporischschja berichtet, ist es zu weiteren russischen Angriffen auf die Großstadt gekommen. Demnach sei ein Privathaus in einem der Stadtteile von Saporischschja durch einen Luftangriff zerstört worden – die Leiche einer Frau sei unter den Trümmern entdeckt worden.

Bilder des Ukraine-Kriegs: Großes Grauen und kleine Momente des Glücks

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Der Krieg begann Ende Februar mit Angriffen Russlands auf zahlreiche Städte der Ukraine. Die Truppen aus Moskau nahmen frühzeitig auch Kiew, die Haupstadt des Landes, unter Raketenbeschuss. Eine der russischen Raketen wurde als Teil einer Ausstellung vor dem Nationalmuseum für Militärgeschichte platziert. Kurator Pavlo Netesov wollte nach eigener Aussage mit der Ausstellung der zerstörten Ausrüstung die Bewohnerinnen und Bewohner Kiews an die Straßenkämpfe erinnern, die in anderen Städte der Ukraine tobten, von denen die Hauptstadt aber verschont blieb. © Sergei Supinsky/afp
Wolodymyr Selenskyi in Donezk
Eine dieser Städte war Donezk. Im Mai 2022 besuchte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die einstige Millionenmetropole und hörte sich dort den Bericht von Frontsoldaten an. In Donezk tobt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine bereits seit 2014. Seitdem herrscht dort ein von Moskau installiertes Regime, das sich selbst Volksrepublik Donezk nennt. Nach einigen vorübergehenden Waffenstillstandsabkommen ist die Stadt im Südosten nun wieder Ort erbitterterte Kämpfe. © Uncredited/dpa
Menschen suchen Deckung in Lyssytschansk
Es ist vor allem die Zivilbevölkerung, wie diese beiden Kinder und Seniorinnen in Lyssytschansk, die unter dem Ukraine-Krieg leiden. Die Großstadt liegt mitten im Donbass, die seit Kriegsausbruch am schwersten umkämpfte Region in der Ukraine. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die nicht fliehen oder konnten, müssen nun regelmäßig Schutz vor Artilleriebeschuss suchen. © Aris Messinis/afp
Tschassiw Jar, Kleinstadt der Ukraine in der Nähe Lyssytschansk
Unweit von Lyssytschansk liegt die Kleinstadt Tschassiw Jar. Dort räumen Arbeiter die Trümmer eines Hauses von der Straße, das von einer russischen „Hurrikan“-Rakete getroffen wurde. Im Juli 2022 feierte Russland vor allem in der Donbass-Region militärische Erfolge. Zahlreiche Städte und Gemeinden wurden erobert. Die Truppen Wladimir Putins schienen die Ukraine im Sturm zu erobern. © Anatolii Stepanov/afp
brennendes Weizenfeld in der Region Saporischschja
Dieser Mann in Militäruniform ist in einem brennenden Weizenfeld in der Region Saporischschja, während russische Truppen Felder beschießen, um die örtlichen Landwirte an der Getreideernte zu hindern. Die Ukraine auszuhungern und die Ernte zu stehlen, war von Anfang an Teil der russischen Strategie © Uncredited/dpa
Das sechsmonatige Jubiläum im August war ein trauriger Abschnitt im russischen Angriffs-Krieg
Das sechsmonatige Jubiläum des UKraine-Kriegs im August war ein trauriger Abschnitt der russischen Invasion. Doch die ukrainischen Streitkräfte leisteten mit Herz und allen Mitteln weiter Widerstand und feierten ihre Nation, wie hier mit Drohne und ukrainischer Flagge über dem „Monument des Mutterlands“ in Kiew. © Dimitar Dilkoff/afp
Hier wurde im September in der Stadt Kupiansk in der Kharkiv Region eine Brücke bombadiert
Im September begannen die Truppen Wladimir Putins, die Infrastruktur der ukrainischen Städte unter Beschuss zu nehmen. In der Stadt Kupiansk in der Region Kharkiw bombardierte Moskau eine Brücke. An vielen anderen Städten versuchten die russischen Streitkräfte, die Energieversorgung zu stören. © Yasuyoshi Chiba/afp
Statt eines kurzen Angriffskriegs, den der russische Präsident Wladimir Putin geplant hatte, dauert der Krieg immer noch an.
Weil die Erfolge in der Ukraine ausblieben, benötigten die russischen Truppen immer mehr Rekruten für die Front. Präsident Wladimir Putin verkündete deshalb eine Teilmobilisierung im eigenen Land. Tausende junger Männer mussten sich wie dieser Mann in der Stadt Kineschma von ihren Müttern verabschieden und in den Ukraine-Krieg ziehen. © Vladimir Smirnov/imago
Hier sieht man Putin bei einer Ansprache auf einem großen Screen auf dem Roten Platz anlässlich der Annexion von vier Regionen der Ukraine, die von russischen Truppen im September besetzt waren
Im Osten der Ukraine schuf Wladimir Putin Ende September Tatsachen. Vier Regionen des Landes, die zuvor ihre Unabhängigkeit erklärt hatten, wurden annektiert. Anlässlich der Gebietsgewinne richtete sich Putin in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung Russlands. Zumindest auf dem Roten Platz in Moskau wurde Putins Rede frenetisch bejubelt. © Alexander Nemenov/afp
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf. Sie ist die einzige Landverbindung zwischen Russland und der annektierten Krim-Halbinsel. Russland versprach, die Täter zu finden, ohne die Ukraine sofort zu beschuldigen. © Uncredited/afp
Ukrainische Artilleristen feuern eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk Ende Oktober während des russischen Einmarsches in die Ukraine
Ebenfalls im Oktober gelingt es der Ukraine, an vielen Frontabschnitten vorzurücken. Das gelingt den Streitkräften vor allem dank der Unterstützung aus dem Westen, die immer mehr schweres Gerät in den Konflikt liefert. Hier feuern ukrainische Artilleristen eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk ab. © Dimitar Dilkoff/afp
Ein Einwohner von Cherson hebt seinen Daumen zur Unterstützung der Ukraine auf dem Hauptplatz der Stadt nach der Befreiung von den russischen Besatzern
Mitte November gelingt den ukrainischen Truppen ein großer Erfolg. Sie können die Hafenstadt Cherson im Südosten des Landes zurückerobern. Die Millionenmetropole besitzt neben hohem strategischem auch symbolischen Wert im Kampf gegen Russland. Ein Bewohner feiert die Befreieung mit erhobenem Daumen im Zentrum der Stadt. © Celestino Arce Lavin/dpa
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden. Russland attackierte die Ukraine mit einem massiven Angriff auf die zivile Infrastruktur, wodurch Millionen von Haushalten ohne Strom blieben. Unmittelbar nach dem Vorfall gab es Befürchtungen, dass es sich um eine neue Eskalation des Konflikts handeln könnte, doch am 16. November 2022 gab Polen bekannt, dass das Geschoss wahrscheinlich von der ukrainischen Luftabwehr stammte. Diese Theorie wurde dann auch von Washington bestätigt. © Wojtek Radwanski/Damien Simonart/afp
ein Werk des britischen Straßenkünstlers Banksy auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion
Auch Banksy besuchte die Ukraine inmitten des Krieges. Ein am 17. November 2022 aufgenommenes Foto zeigt ein Werk des britischen Straßenkünstlers auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass die Ukraine sich auf einen Winter des Krieges einstellen wird müssen. © Sergei Supinsky/afp
Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten
Weitere harte Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur. Sogar Kernkraftwerke werden zum Ziel russischer Raketen. Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten, der durch Beschuss im Zuge der russischen Militäroperation in der Ukraine in Enerhodar beschädigt wurde. © Alexey Kudenko/imago
Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022
Kleine Momente des Glücks im Wahnsinn des Krieges: Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022, als die Stadt nach den jüngsten massiven russischen Luftangriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur von einem geplanten Stromausfall betroffen ist. © Yuriy Dyachyshyn/afp
Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine
Für einen Augenblick darf dieses Mädchen einfach Kind sein. Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine © Dimitar Dilkoff/afp

+++ 18.10 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat mit US-Präsident Joe Biden, dem französischen Staatschef Emmanuel Macron, dem britischen Premierminister Rishi Sunak und der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni über den Ukraine-Krieg telefoniert. „Im Zentrum des Austauschs stand die Sicherheitslage in der Ukraine und die fortgesetzte Unterstützung des ukrainischen Kampfs gegen den russischen Angriff“, erklärte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch in Berlin.

„Alle fünf Staats- und Regierungschefs waren sich einig, die militärische Unterstützung der Ukraine in enger euro-atlantischer Abstimmung fortzusetzen“, fügte Hebestreit hinzu. Das Gespräch sei „Teil unserer engen Koordination zur Unterstützung der Ukraine“ gewesen, erklärte das Weiße Haus.

News zum Ukraine-Krieg: Wagner-Kämpfen kommen bei Bachmut „voran“

+++ 16.14 Uhr: Nach „Monaten schwieriger Kämpfe“ hat sich die ukrainische Armee aus Soledar zurückgezogen, wie sie nun mitteilte. Moskau hatte bereits am 13. Januar die Einnahme verkündet, die Ukraine hatte das jedoch dementiert. Soledar ist etwa 15 Kilometer von der umkämpften Stadt Bachmut entfernt. Von dort meldete der pro-russische Separatistenführer Denis Puschilin nun erneut Vorstöße.

Vor allem die Wagner-Kämpfer kämen „voran“, erklärte Puschilin laut russischen Nachrichtenagenturen. Es gebe Kämpfe am Stadtrand sowie in Stadtteilen, „die noch kürzlich vom Feind gehalten wurden“. Putins Soldaten versuchen seit dem Sommer, das vor dem Krieg 70.000 Einwohner zählende Bachmut zu erobern.

+++ 14.08 Uhr: Die Verdachtsfälle der Bestechlichkeit ziehen Konsequenzen nach sich. In der Ukraine hat Generalstaatsanwalt Andrij Kostin fünf Gebietsleitern der Staatsanwaltschaft gekündigt. Die Entlassungen seien „auf eigenen Wunsch“ erfolgt, teilte die Behörde mit. Seit Sonntag (22. Januar) waren nach Korruptionsskandalen bereits fünf Vizeminister, vier Gouverneure und der Vizechef des Präsidentenbüros entlassen worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat der Korruption in seinem Land den Kampf angesagt.

US-Panzer: Kremlsprecher spottet über die geplanten Lieferungen an Ukraine

+++ 12.28 Uhr: Kremlsprecher Dmitri Peskow spottet über die geplanten Lieferungen von US-Panzern - sie würden der Ukraine nicht helfen. „Das ist eine klare Überschätzung des Potenzials, das sie den ukrainischen Streitkräften zusätzlich geben“, kommentierte er laut der Nachrichtenagentur dpa entsprechende Berichte.

Der Plan sei militärisch nutzlos, aber politisch höchst gefährlich. „Diese Panzer werden brennen wie alle übrigen“, sagte Peskow. Russische Experten halten den T-90 Panzer aus landeseigener Produktion für überlegen und erprobt in Kriegen.

Britischer Geheimdienst zweifelt an „Super-Panzer“ T14

+++ 11.22 Uhr: Der T14 Armata (siehe vorheriges Update) gilt als der modernste Kampfpanzer Russlands. Bislang verfügt die Armee von Wladimir Putin aber nur über eine kleine Anzahl - und das Fahrzeug ist noch nicht kampferprobt. Und russische Truppen wollen den „Super-Panzer“ nur ungern nutzen. Der britische Geheimdienst schätzt es daher als unwahrscheinlich, dass die Panzer die Voraussetzungen für einen Einsatz in der Ukraine erfüllen.

Russland erwägt Einsatz von Kampfpanzer T14 Armata

+++ 9.59 Uhr: Moskau erwägt nach Einschätzung britischer Militärexperten den Einsatz seiner neusten Kampfpanzer vom Typ T14 Armata in der Ukraine. Zuvor lehnten die russischen Truppen die Fahrzeuge wegen ihres „schlechten Zustands“ ab, berichtet der Kyiv Independent unter Berufung auf das Verteidigungsminsterium in London. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu habe die Verzögerungen und Produktionsschwierigkeiten damit begründet, dass es sich um eine „experimentelle Charge“ gehandelt habe.

Personalmangel? Wagner-Gruppe rekrutiert ukrainische Gefangene für Russlands Krieg

+++ 8.50 Uhr: Wie The Kyiv Independent unter Berufung auf den ukrainischen Generalstab meldet, rekrutiert die Wagner-Gruppe ukrainische inhaftierte Bürger für den russischen Krieg. Die Wagner-Gruppe wird vom russischen Kreml kontrolliert. Zuletzt hatte sich der Wagner-Chef darüber aufgeregt, dass die USA die Wagner-Gruppe als „transnationale kriminelle Organisation“ einstufen wollen.

Ukraine-Präsident Selenskyj erwartet „Rache-Angriff“ von Russland

Update vom 25. Januar, 7.00 Uhr: In seiner Abendrede am Dienstag (24. Januar) warnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj davor, dass Russland eine neue Welle der Aggression plane. Besonders in Bachmut und Wuhledar im Gebiet Donezk sei laut Einschätzung des Präsidenten mit militärischen Angriffen zu rechnen. Davon berichtet The Kyiv Independent.

„Es ist offensichtlich, dass die russische Führung sich auf Rache vorbereitet, Kräfte aufbaut, aber es ist auch klar, dass der Terrorstaat verlieren muss“, lautet Selenskyjs klare Botschaft. Um sich diesem Angriff entgegenstellen zu können, erhält die Ukraine nun auch Panzer aus Deutschland und den USA.

Geheimdienst rät zur Frontverlagerung – Ukrainische Infrastruktur zerstört

+++ 21.35 Uhr: Die direkten Schäden an der ukrainischen Infrastruktur, die durch den von Russland entfesselten Krieg verursacht werden, belaufen sich aktuell auf über 126 Milliarden Euro. Das berichtet das Wirtschaftsanalyse-Institut KSE in Kiew. Der Betrag setzt sich vor allem aus Zerstörungen der Infrastruktur, des Wohnungsbestands, von Bildungseinrichtungen sowie von kulturellen, sportlichen und religiösen Einrichtungen zusammen.

Um den bereits elf Monate andauernden Krieg der Ukraine gegen den Aggressor Russland zu unterstützen, hatten die westlichen Länder in den letzten Wochen intensiv über die Lieferung von Kampfpanzern beraten. Nun wurde bekannt, dass die Bundesregierung Leopard-2-Panzer zur Verfügung stellen wird. Weitere westliche Länder signalisierten ebenfalls ihre Bereitschaft, die deutschen Kampfpanzer zur Verfügung zu stellen.

News zum Ukraine-Krieg: Westlicher Geheimdienst rät zu Frontverlagerung in den Süden

+++ 18.50 Uhr: Beamte westlicher Geheimdienste raten der Ukraine dazu, ihren Schwerpunkt von der Schlacht um Bachmut im Gebiet Donezk auf eine mögliche Offensive im Süden des Landes zu verlagern, berichtet CNN. Die US-amerikanischen und westlichen Dienste würden die Ukraine demnach dringlich bitten, ihren Fokus von dem brutalen, monatelangen Kampf um die Stadt zu verlagern und stattdessen einer möglichen Offensive im Süden des Landes den Vorzug zu geben. Dabei solle eine militärische Strategie zum Tragen kommen, die von der Ausrüstung profitiert, die kürzlich von westlichen Verbündeten bereitgestellt wurde.

„Es ist ein brutaler und zermürbender Kampf“ in Bachmut, sagt ein hochrangiger westlicher Geheimdienstmitarbeiter gegenüber CNN und fügte hinzu, dass beide Seiten täglich 100 bis 400 Meter Land austauschen und fast täglich mehrere tausend Artilleriegeschosse austauschen. Der deutsche Auslandsgeheimdienst (BND) hatte zuvor geäußert, über die hohen Verluste der ukrainischen Armee bei den Kämpfen um die Stadt alarmiert sei. Das Internationale Institut für Kriegsforschung (ISW) hingegen hält die ukrainische Verteidigung von Bachmut trotz der Verluste für eine strategisch sinnvolle Operation.

News im Ukraine-Krieg: Geheimdienst rechnet mit russischer Militäroffensive – Neuer Angriff gemeldet

+++ 17.26 Uhr: In der Region Cherson hat das russische Militär ein US-amerikanisches Radarsystem zerstört. Das teilte Verteidigungsministeriums-Sprecher Igor Konaschenkow laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass mit. Unabhängig prüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht.

In Kupjansk nahe der Stadt Charkiw hätte die Armee innerhalb eines Tages etwa 40 ukrainische Soldaten „eliminiert“, fuhr er fort. Konaschenkows Auflistung der Anzahl an Getroffenen und an zerstörtem Kriegsmaterial allein am Montag (23. Januar) ist lang. Zusammengezählt hätte das russische Militär an dem Tag Ukraine-weit 145 ukrainische Soldaten verletzt oder getötet.

News zum Ukraine-Krieg: Ukraine meldet weitere tote Zivilisten in Donezk

+++ 15.55 Uhr: Die russische Armee hat in der Region Donezk weitere vier Menschen verletzt, zwei von ihnen sind Kinder. „Das war eine neue gezielte Attacke auf Zivilisten“, teilte Regionalgouverneur Pawlo Kyrylenko laut dem Kyiv Independent mit, der auch Bilder der Zerstörung postete, welche die Attacke in der Stadt Kostjantyniwka hinterließ.

+++ 15.12 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat im Zuge der Entlassungen nach Korruptionsvorwürfen (siehe vorheriges Update) angekündigt, Auslandsreisen außer im beruflichen Zusammenhang für Regierungsbeamte zu verbieten. „Wenn sie sich jetzt erholen wollen, werden sie dies außerhalb des öffentlichen Dienstes tun“, sagte der ukrainische Präsident.

News zum Ukraine-Krieg: Entlassungswelle und Rücktritte durch Korruptionsvorwürfe

+++ 13.17 Uhr: Nach Korruptionsskandalen hat die ukrainische Regierung dem Rücktritt von mehreren Gouverneuren zugestimmt und vier Vizeminister entlassen. Dazu gehören die Leiter der Gebiete Dnipropetrowsk, Saporischschja, Kiew, Sumy und Cherson, teilte der Leiter des Regierungsapparats im Ministerrang, Oleh Nemtschinow, am Dienstag im Nachrichtendienst Telegram mit. Damit gilt die formelle Entlassung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj als sicher. Der bisherige Gouverneur des Gebiets Kiew, Olexij Kuleba, ist dabei als neuer Vize im Präsidentenbüro für den kurz zuvor entlassenen Kyrylo Tymoschenko im Gespräch.

Erstmeldung vom Sonntag, 22. Januar, 07.30 Uhr: Aus der Region Saporischschja werden heftige Kämpfe gemeldet. Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums (MOD) haben Russland und die Ukraine in der Schlüsselregion „bedeutende Kräfte“ zusammengezogen. Bislang ist aber keiner Seite ein entscheidender Durchbruch gelungen. In Bachmut scheint sich die Lage dagegen etwas entspannt zu haben. Das meldet der britische Geheimdienst in seinem täglichen Lagebericht zum Ukraine-Krieg. (dil/ska/tt mit dpa/afp)

Rubriklistenbild: © Vadim Ghirda/dpa

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