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Ukraine-Krieg: Russland sanktioniert Hillary Clinton - und den falschen Joe Biden

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Im Ukraine-Krieg reagiert Russlands Präsident Wladimir Putin auf die Sanktionen des Westens mit eigenen Strafmaßnahmen.

  • Im Ukraine-Krieg* spricht nun auch Russland* Sanktionen gegen Mitglieder der Regierung der USA* auf.
  • Russlands Präsident Wladimir Putin* reagiert damit auf die Sanktionen, die Präsident Joe Biden* nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine ausgesprochen hatte.
  • Doch dem Kreml unterläuft bei den Sanktionen im Ukraine-Konflikt* ein Schönheitsfehler.

Moskau - Aufgrund des russischen Überfalls auf die Ukraine haben die westlichen Staaten und Unternehmen etliche Sanktionen gegen Russland und dessen Präsident Wladimir Putin erlassen. Nun reagiert der Kreml-Chef mit eigenen Strafmaßnahmen. Insgesamt 13 Bürgerinnen und Bürger der USA wurden mit Sanktionen belegt. Laut dem russischen Außenministerium seien diese die „Konsequenz auf die extrem russlandfeindliche Politik des Weißen Hauses“.

Zu den von Russland sanktionierten Personen gehören unter anderem die ehemalige Außenministerin und Präsidentschaftskandidatin der Demokraten*, Hillary Clinton. Auch Hunter Biden, Sohn des US-Präsidenten Joe Biden, befindet sich auf der Liste. Neben Clinton und Hunter sind es aber vor allem Mitglieder der aktuellen Administration, die von Wladimir Putin mit Strafmaßnahmen bedacht wurden.

Russlands Präsident Wladimir Putin erlässt Sanktionen gegen die USA. Auch Joe Biden ist betroffen.

Ukraine-Krieg: Putin sanktioniert den falschen Joe Biden

Den nun von Russland im Zuge des Ukraine-Kriegs sanktionierten Personen ist es unter anderem verboten, nach Russland zu reisen. Alle Vermögenswerte, die die Individuen derzeit in Russland halten, werden eingefroren. Das berichtet die britische BBC. Die Sanktionen aus Russland orientieren sich damit stark an den Sanktionen, die westliche Staaten in den vergangenen Wochen gegen Russlands Elite beschlossen hatten.

Ebenfalls auf der Liste der Sanktionen befindet sich Joe Biden selbst und dessen Pressesprecherin Jen Psaki*. Diese wiederum wies im Rahmen einer Pressekonferenz im Weißen Haus den Kreml auf einen kleinen Schönheitsfehler hin. „Ich möchte zuerst anmerken, dass Präsident Biden ein Junior ist. Sie haben möglicherweise seinen Vater sanktioniert, möge er in Frieden ruhen“, sagte Psaki in Richtung Wladimir Putin. Tatsächlich steht auf der Liste der Name Joe Biden - ohne den Zusatz Junior. Rein formal hat Russland damit also tatsächlich Joe Bidens Vater sanktioniert. Joseph R. Biden Senior ist im Jahr 2002 im Alter von 87 Jahren gestorben.

Ukraine-Krieg: Russland sanktioniert US-Administration - diese Personen stehen auf Putins Liste

  • Joe Biden: Präsident der USA.
  • Lloyd Austin: Verteidigungsminister der USA.
  • Jen Psaki: Pressesprecherin von US-Präsident Joe Biden.
  • Antony Blinken: Außenminister der USA.
  • Mark Milley: General der US-Armee und Vorsitzender des Vereinigten Generalstabs der Streitkräfte.
  • Jake Sullivan: Nationaler Sicherheitsberater der Administration von Joe Biden.
  • Daleep Singh: Stellvertretender Sicherheitsberater.
  • Samantha Power: Entwicklungsministerin.
  • Wally Adeyemo: Stellvertretrender Finanzminister der USA.
  • Jo Lewis: Bankdirektor in den USA.
  • Hillary Clinton: ehemalige US-Außenministerin und Präsidentschaftskandidatin der Demokraten.
  • Hunter Biden: Sohn des amtierenden US-Präsidenten Joe Biden.

Die Liste, die in Teilen von der New York Post und der BBC veröffentlicht wurde, beinhaltet nach derzeitigem Kenntnisstand kein einziges Mitglied der Administration von Donald Trump* oder überhaupt nur ein Mitglied der Republikaner*. Inwieweit die Sanktionen, die Russland im Ukraine-Krieg gegen Mitglieder US-Administration erlassen hat, Wirkung entfalten, das bleibt abzuwarten. Psaki aber gab sich entspannt ob der Auflagen. „Keiner von uns plant Touristenreisen nach Russland. Keiner von uns hat dort Bankkonten“, so die Pressesprecherin von Biden. (Daniel Dillmann)

Rubriklistenbild: © Mikhail Klimentyev/afp

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