Hessen als Vorbild

2G bei Aldi und Kaufland: Wird Ungeimpften der Zutritt bald verboten?

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2G im Supermarkt! In diesem Bundesland können Einzelhändler nun selbst entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene in ihre Läden lassen:

Bundesländer wie Baden-Württemberg und Hessen haben in den vergangenen Tagen das sogenannte 2G-Optionsmodell eingeführt, wonach etwa Gastronomen und Veranstalter selbst entscheiden können, die 2G-Regel in ihren Räumen umzusetzen. Dafür dürfen dann für Besucher Corona-Regeln wie Maskenpflicht und Abstandsgebot wegfallen.* Für Ungeimpfte bedeutet einen weitere drastischen Einschnitt in den Alltag.

Die Landesregierung von Hessen geht nun einen Schritt weiter – und weitet dieses 2G-Optionsmodell auf den gesamten Einzelhandel aus. Das hatte die Regierung am Dienstag (12. Oktober) zu den neuen Beschlüssen des Corona-Kabinetts verkündet, wie HEIDELBERG24* berichtet. Doch was bedeutet das zum Beispiel für den Einkauf im Supermarkt – und vor allem für ungeimpfte Kunden?

2G im Supermarkt: Müssen ungeimpfte Kunden bald draußen bleiben?

Für Geimpfte und Genesene kommt es durchaus gelegen, dass das 2G-Optionsmodell in Hessen auch auf Einzelhändler, also auch Supermärkte und Discounter, ausgeweitet wird. Denn das bedeutet für diese Personen einen Wegfall der Maskenpflicht beim Einkaufen – vorausgesetzt der jeweilige Einzelhändler entscheidet sich dafür, die 2G-Regel in seinem Laden umzusetzen. Für Ungeimpfte bedeutet das allerdings, dass sie in Hessen bald nicht mehr in allen Läden Zutritt haben könnten.

2G im Supermarkt: Auch bald bei Aldi, Kaufland und Co.?

„Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden“, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) laut einer Mitteilung der Landesregierung am Dienstag. Somit könnte es in Hessen passieren, dass auch große Supermarkt- und Discounter-Ketten wie Aldi* oder Kaufland* in einzelnen Filialen und an einzelnen Wochentagen die 2G-Regel einführen. Dass Ungeimpfte in ihrer Region dann gar nicht mehr einkaufen können, ist allerdings höchst unwahrscheinlich – denn Supermärkte sind unverzichtbar für die Grundversorgung der Bevölkerung.

Ob eine solche 2G-Options-Regel bundesweit eingeführt werden könnte, steht aktuell auch noch in den Sternen. Zumindest Stefan Genth, Chef des Deutschen Handelsverbands rechnet, wie die „Welt“ berichtet, derzeit nicht damit, dass eine deutschlandweite Verschärfung kommt.

2G beim Einkaufen: Laden-Besitzerin klagte vor Verwaltungsgericht

In der Pressemitteilung der hessischen Landesregierung zur Ausweitung des 2G-Optionsmodells auf den Einzelhandel hieß es, dass die optionale Regelung „auf Wünschen aus der Branche hin“ entstanden sei. Zuvor hatte das Verwaltungsgericht in Frankfurt entschieden, dass es diese Option geben muss. Wie fr.de berichtet, hätte sich dies bereits in einem Urteil des Gerichts vom September 2021 abgezeichnet.* Eine Grillzubehör-Händlerin hatte gegen das Verbot, ihren Laden unter 2G-Regeln zu öffnen, eine Klage eingereicht. (kab) *HEIDELBERG24 und fr.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Freepik.com-Mrsiraphol,Gstudioimagen/Montage HEADLINE24

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