2G-Regel

Maskenpflicht-Ende im Europapark: Wann die Regel gekippt werden könnte

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Europapark Rust - Im beliebtesten Freizeitpark Deutschlands gelten derzeit coronabedingte Auflagen für Besucher. Welche Regeln zu beachten sind – und warum die Maskenpflicht bald fallen könnte.

Seit Mitte Oktober gilt für Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung mit Stufenmodell – und damit eine mögliche 2G-Regelung, die Ungeimpfte endgültig von bestimmten Veranstaltungen ausschließt. Für alle anderen hätte das den Vorteil, dass die Maskenpflicht dann wegfiele. Noch aber stehen die allermeisten Freizeitaktivitäten auch Menschen mit gültigem Antigen- oder PCR-Test offen. Zum Beispiel eben Freizeitparkbesuche. „Mit dieser Regelung kommen wir aktuell sehr gut klar“, erklärt beispielsweise Ralf Stumpf, der die Hygienemaßnahmen im Europa-Park koordiniert, gegenüber der Badischen Zeitung. „Wir müssen keinen Gast ablehnen. Auch die Ungeimpften haben die Möglichkeit, mit einem Test zu kommen.“ Auf ein mögliches 2G-Szenario sei der Park jedoch vorbereitet. Aber noch ist es nicht so weit.

Mit der Verordnung wird ein dreistufiges Warnsystem zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingeführt.* Nach dem neuen System gilt aktuell die Basisstufe. Entscheidend für die Einstufung ist die sogenannte 7-Tages-Hospitalisierungs-Inzidenz. Dabei gilt noch das 3G-Modell für viele Lebensbereiche im Land: Wer am öffentlichen Leben teilhaben will, muss geimpft, genesen oder getestet sein. Weitere Einschränkungen erfolgen aber in der Warnstufe (ab einer Inzidenz von 250) bzw. der Alarmstufe (Inzidenz höher 390).

FreizeitparkEuropa-Park
OrtRust, Baden-Württemberg
Besucher5,8 Millionen (2019)
Eröffnung12. Juli 1975

Europapark nach dem Corona-Lockdown: Besuchergrenze pro Tag

Theoretisch gelten für Freizeitparks im Südwesten keinerlei Einschränkungen mehr. Im Europapark, wo nach Wiederöffnung Ende Mai täglich zunächst nur 3.000 Gäste erlaubt waren, konnte das Besucherlimit über die Sommermonate schrittweise erhöht werden. Trotz allem entscheidet sich Deutschlands größter Freizeitpark bewusst gegen die Auslastung seiner Kapazitätsgrenze* – an warmen Sommerwochenende waren das in früheren Jahren immerhin bis zu 50.000 Personen. Wie eine Parksprecherin auf Anfrage von HEIDELBERG24* mitteilt, wird diese Grenze in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt immer wieder neu sondiert und liegt (Stand Oktober) bei derzeit 25.000 Besuchern pro Tag. Die Nachfrage jedenfalls ist auch nach dem Lockdown ungebrochen – und erst kürzlich kündigten die Parkbetreiber mit „Eatrenalin“ eine spektakuläre neue Attraktion schon für das kommende Jahr an.

Europapark: Alle Corona-Regeln im Freizeitpark auf einen Blick

Grundsätzlich sind bei einem Besuch des Europaparks die folgenden Regeln zu beachten:

  • 3G-Regel: Für den Besuch des Parks gilt grundsätzlich die 3G-Regel: Besucher müssen gegen Corona geimpft, negativ auf eine SARS-Cov-2-Infektion getestet oder von einer Infektion genesen sein. Entsprechende Nachweise sind zu erbringen. Tests müssen von einer offiziell anerkannten Teststelle stammen, sogenannte Heimschnelltests sind nicht zulässig. Antigen-Schnelltests dürfen dabei maximal 24 Stunden alt sein, PCR-Tests dagegen bis zu 48 Stunden. Zum Abgleich des Test ist außerdem ein Lichtbildausweis zwingend erforderlich!
    Von der Testpflicht ausgenommen sind nicht eingeschulte Kinder bis 7 Jahre, wegen der Testpflicht an Schulen außerdem alle Schülerinnen und Schüler bis einschließlich 17 Jahre (als Nachweis gilt neben dem Kinderausweis auch das letzte Schulzeugnis).
  • Gesundheit: Die Reise in den Europa-Park sollte nur bei gutem Gesundheitszustand angetreten werden. Besucher, die in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2-infizierten Person hatten oder Symptome eines Atemwegsinfektes oder erhöhte Temperatur aufweisen, dürfen das Erlebnis-Resort nicht betreten.
  • Maskenpflicht: Die Maskenpflicht gilt gemäß den offiziellen behördlichen Vorgaben für Personen ab dem vollendeten 6. Lebensjahr überall dort, wo der gebotene Abstand nicht eingehalten werden kann. Das Tragen von gewickelten Schals bzw. Tüchern oder einer Stoffmaske ist nicht zulässig. Als medizinische Masken werden z. B. OP-Masken oder FFP2 & 3-Masken akzeptiert.
  • Abstand: Im Park ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu Personen, die nicht zur eigenen Gruppe gehören, einzuhalten. In allen Wartebereichen befinden sich zur Orientierung Abstandsmarkierungen auf dem Boden.
  • Anreise: Auch für die Anreise gilt die Maskenpflicht. Bei Mitfahrten von haushaltsfremden Personen im PKW müssen alle Insassen eine Maske tragen. Auch auf den Parkplätzen gilt die Abstandsregel.

Die Parkbetreiber bitten außerdem darum, sich an die gängige Nies- und Hustenetikette zu halten, sich regelmäßig die Hände zu waschen und sich bei Unwohlsein umgehend an einen Parkmitarbeiter zu wenden. Wegen der geltenden Maßnahmen müssen sich Gäste vor Ort generell auf längere Wartezeiten einstellen.

Besucher sollten sich im Idealfall übrigens bereits vor der Anreise testen lassen. In Ausnahmefällen steht zwar eine geringe Anzahl an Testmöglichkeiten vor Ort bereit. Allerdings sind die Testkapazitäten sehr beschränkt und nur für absolute Ausnahmefälle vorgesehen. Je nach Auslastung kann es darüber hinaus zu extremen Wartezeiten kommen. Für Besucher mit Wohnsitz in Deutschland ist dieser Test kostenfrei. Für Gäste mit Wohnsitz im Ausland fällt eine Testgebühr von 25,39 Euro pro Person an.

Besuch im Europapark: Tickets vorab online buchen – keine Schließtage im November

Aufgrund der begrenzten Kapazität ist es grundsätzlich empfehlenswert, die Tickets schon vorab online zu buchen. Für Besucher, die gemäß dem Robert Koch-Institut aus einem Risikogebiet (Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet) anreisen möchten oder sich in letzter Zeit dort aufgehalten haben, gelten die jeweils gültigen Einreisebestimmungen.

Die gute Nachricht: Um den Verlust durch den mehrmonatigen Lockdown und das weiterhin geltende Besucherlimit kompensieren zu können, will man beim Europa-Park dafür auf die sonst üblichen Schließtage im November verzichten, wie eine Parksprecherin gegenüber der Lahrer Zeitung bestätigte. Das war bereits im vergangenen Jahr der Plan – doch der Lockdown kam dem zuvor. (mko) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Philipp von Ditfurth/dpa/Archivbild

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