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Rückruf bei Aldi: Gefährlicher Giftstoff in Brötchen nachgewiesen

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In einem Produkt von Aldi Süd wurde ein gefährlicher Giftstoff nachgewiesen. Es wird dringend davon abgeraten, das Produkt zu essen. (Symbolbild)
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Ein Hersteller ruft drei Chargen seiner Brötchen zurück. Der Grund ist, dass ein gefährlicher Giftstoff darin nachgewiesen wurde. Das Produkt wird bei Aldi verkauft.

Kassel – Experten haben bei Untersuchungen in einem Produkt Ethylenoxid nachgewiesen. Da dieses Gas gesundheitsschädlich ist und nicht den Lebensmittelstandards des Herstellers entspricht, ist das Produkt von einem aktuellen Rückruf* betroffen. Nach eigenen Angaben handelte der Hersteller Kunua! Handelsgesellschaft mbH & Co. KG nach Entdeckung des Gases sofort und ließ die Brötchen, die bei Aldi* angeboten werden, aus dem Verkauf nehmen.

Verbraucherinnen und Verbraucher, die die vom Rückruf betroffenen Brötchen gekauft haben, können diese selbstverständlich in der Filiale zurückgeben. Der Verkaufspreis wird auch ohne Vorlage des Kassenzettels zurückgezahlt. Die betroffenen Eiweißtoastbrötchen werden in Aldi Süd* Filialen in Teilen von Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen verkauft. Betroffen sind die Chargen mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 10.04.2022, 13.04.2022 und 27.04.2022.

HerstellerKunua! Handelsgesellschaft mbH & Co. KG
ProduktEiweißtoastbrötchen
Mengenangabe260 Gramm, 4 Stück
Mindesthaltbarkeitsdatum10.04.2022, 13.04.2022 und 27.04.2022

Aldi startet Rückruf: Gefährlicher Giftstoff in Brötchen nachgewiesen

Ethylenoxid (Summe aus 2-Chlorethanol und Ethylenoxid, ausgedrückt als Ethylenoxid) ist ein Gas, das normalerweise als Pflanzenschutzmittel verwendet wird. Das Gas kann Bakterien, wie Darmbakterien oder Salmonellen, sowie Pilze abtöten. Auf EU-Ebene ist das Mittel nicht zugelassen, schreibt der Hersteller in seinem Rückruf. Deswegen darf es auch in Produkten von Supermärkten wie Aldi, Lidl*, Rewe* und Co. nicht vorhanden sein. Allerdings wird es in Ländern wie Indien für den Anbau von Gewürzen, Nüssen und Ölsaat verwendet, schreibt die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

In der EU gibt es lediglich für Sesam einen Rückstandhöchstgehalt. Alle anderen Produkte gibt es diesen nicht. Das Gefährliche an Ethylenoxid ist, dass es erbgutverändernd und krebserzeugend sein ist. Einen Richtwert ohne Gesundheitsrisiko gibt es somit nicht. Aufgrund dieser Gesundheitsrisiken wird dringend davon abgeraten, die Eiweißbrötchen von Aldi zu essen. Selbst die leichten Spuren in dem Produkt könnten zu Schäden führen.

Eiweißbrötchen von der Firma Kunua sind von einem aktuellen Rückruf betroffen.

Alle anderen Produkte von Kunua können ohne Bedenken verzehrt werden. Das gilt auch für Eiweißtoastbrötchen mit anderen Mindesthaltbarkeitsdaten, als die vom Aldi-Rückruf betroffen Produkte. Bei den Brötchen handelt es sich nicht um das erste Produkt, in dem Spuren von Ethylenoxid entdeckt wurden. Auch schon Nudeln und ein beliebtes Eis wurden zurückgerufen, weil der Giftstoff gefunden* wurden. (fh) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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