Inflation

Nach Supermarkt-Lebensmitteln und Öl: Welche alltäglichen Produkte noch teurer sind

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Dienstleistungen werden aktuelle wegen des Ukraine-Kriegs teurer. Beispielsweise die Gerichte in Restaurants und Cafés. (Symbolbild)
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Der Ukraine-Krieg hält weiter an und immer mehr alltägliche Dinge werden teurer. Es sind nicht mehr nur Energie und Lebensmittel betroffen.

Kassel – Die Preisanstiege bekommen viele Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zu spüren. Sei es beim Wocheneinkauf, im Restaurant, beim Autotanken oder in der Nebenkostenabrechnung. Als treibende Kraft sorgt der Ukraine-Konflikt für eine steigende Inflation und somit für höhere Ausgaben. Die Inflationsrate lag im April 2022 bei 7,4 Prozent, für Mai wird sie auf 7,9 Prozent geschätzt.

Vor allem die Öl-, Gas- und Energiepreise sind seit Ende Februar deutlich in die Höhe geschossen. Im April beliefen sich die Kosten von Flüssiggas auf 123,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie Daten des Statistischen Bundesamts zeigen. Die Kosten für Heizöl, Autogas, Kraftstoff und Erdgas sind zwischen 31,3 und 77,4 Prozent angestiegen. Bund und Länder haben ein Entlastungspaket beschlossen, um Bürgerinnen und Bürger angesichts der steigenden Preise zu entlasten.

Preiserhöhungen wegen Inflation: Es sind nicht nur Öl und Lebensmittel betroffen

Der Grund, wieso Lebensmittel im Supermarkt ebenfalls teurer werden, ist, dass sie mit dem Verbrauch von Energie, Gas und Öl im direkten Zusammenhang stehen. Schließlich werden diese Ressourcen ebenfalls für Herstellung, Lagerung und Transport benötigt. Im Durchschnitt liegen die Preise für Nahrungsmittel im Mai 2022 bei 11,1 Prozent über denen des vergangenen Jahres. Konkreter gesagt ist beispielsweise Speiseöl um knapp 37 Prozent teurer geworden, bei Butter liegt der Zuwachs bei etwas mehr als 31 Prozent.

Produkt/Dienstleistung/etc.April 2022 im Vergleich zu April 2021
Flüssiggas+ 123,1 Prozent
Heizöl+ 77,4 Prozent
Benzin+ 33,2 Prozent
Speiseöl+ 36,7 Prozent
Butter+ 31,1 Prozent
Kartoffeln+ 13,7 Prozent
Sport-/ Freizeit­veranstaltungen+ 8,9 Prozent
Übernachtungen in Hotels etc.+ 7,5 Prozent
Restaurants, Cafés etc. + 6,6 Prozent
Quelle: Statistisches Bundesamt

Doch neben dem Einkaufen von Lebensmitteln und den direkten Mehrkosten für Öl, Gas und Energie sind in weiteren Lebensbereichen die Kosten gestiegen. Beispielsweise sind Busfahrten um 34,5 Prozent teurer geworden. Auch hier wirken sich die höheren Kosten für Diesel und Benzin aus. Ähnlich verläuft die Entwicklung bei Flugreisen. Sie sind zwischen fünf und acht Prozent teurer, wie das Statistische Bundesamt meldet.

Friseur- und Restaurantbesuch: Neben Öl und Lebensmitteln wird noch mehr deutlich teurer

Kleinere Preisanstiege verzeichnen darüber hinaus Freizeitaktivitäten und Dienstleistungen, zu denen der Besuch beim Friseur oder dem Restaurant gehört. Im Durchschnitt kostete ein Friseurbesuch im April 2022 zwischen 4,2 und 4,8 Prozent mehr als im April 2021. Bei Sport- und Freizeitaktivitäten liegt die Kostensteigerung bei neun Prozent. In Restaurants und Cafés steigen die Ausgaben für Kundinnen und Kunden auf rund 6,6 Prozent. (Fee Halberstadt)

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