„Royal Warrant“

Nach Tod von Queen Elizabeth II: Warum Cola, Heinz und Co. jetzt ihr Design ändern müssen

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Nach dem Tod von Queen Elizabeth II gibt es viele Änderungen. Dazu gehört, dass Unternehmen wie Coca-Cola, Heinz oder Johnnie Walker ihr Design ändern müssen – was dahinter steckt:

Die Welt ist nach dem Tod von Queen Elizabeth II im Wandel. Während manche Nationen, wie Australien und Neuseeland, überlegen, das Commonwealth of Nations – also den Zusammenschluss ehemaliger Kolonien Großbritanniens – zu verlassen, ändert sich auch im Königreich vieles. Dazu gehört, dass hunderte Unternehmen jetzt sogar ihr Design ändern müssen. Warum das so ist und wen es betrifft, verrät HEIDELBERG24.

Nach Tod von Queen Elizabeth II: Unternehmen wie Cola, Heinz oder DHL müssen Design ändern

In Großbritannien spielen die Royals – anders als in Deutschland – noch immer eine große Rolle. So trägt das Geld das Antlitz von Queen Elizabeth II, die kürzlich im Alter von 96 Jahren verstorben ist. Das royale Oberhaupt hat nach wie vor in der Kirche von England das Sagen und viele Siegel und Anerkennungen müssen vom Königshaus genehmigt werden. Wie Merkur.de berichtet, hat der Palast einen letzte rührenden Gruß an Queen Elizabeth II gesendet.

Hierzu zählt auch das System der Hoflieferanten, das den Namen „Royal Warrant“ trägt. Nur, wer diesen Zulieferungsbefehl von einem der Mitglieder der Königsfamilie erhält, darf den begehrten Titel tragen, der auf einen besonderen Status hinweist. Der Nachteil daran: Stirbt die ausstellende Person, erlischt auch automatisch der Titel! Das stellt jetzt zahlreiche Unternehmen vor ein großes Problem.

„Royal Warrant“-Siegel von Queen Elizabeth II.

Über 600 Unternehmen verlieren nach Tod von Elizabeth II den „Royal Warrant“

Neben zahlreichen Unternehmen, die man wahrscheinlich nur im Vereinigten Königreich kennt, sind auch zahlreiche weltweit bekannte Marken von dem Tod Queen Elizabeths II betroffen. Dazu zählen unter anderem Coco-Cola, Heinz, Martini, DB Cargo, DHL, Samsung, Schweppes, John Deere und Unilever. Diese müssen jetzt das Design ihrer Produkte in Großbritannien anpassen, da sie dort das Siegel „Royal Warrant“ aufgedruckt haben. Generell sind über 600 Firmen davon betroffen.

Nach den Regeln der „Royal Warrant Holders Association“ haben die betroffenen Unternehmen jetzt zwei Jahre Zeit, ihr Design zu ändern, sodass das Siegel nicht mehr darauf ist. Falls die Firmen den Titel als Hoflieferanten wieder haben möchten, muss dieser ab jetzt von König Charles III erteilt werden. Ein paar Royals aus Baden-Württemberg haben übrigens auch an der Beerdigung von Queen Elizabeth teilgenommen. (dh)

Rubriklistenbild: © Felipe Dana/Karl-Josef Hildenbrand/Andy Rain/Paul Zinken/dpa

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