War Reisende wissen müssen

Urlaub in Spanien: Corona-Risikogebiet ‒ Diese Regeln für Reisende

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Trotz Corona-Regeln ist ein Urlaub in Spanien auch im Sommer 2021 möglich. Jetzt hat Deutschland jedoch Spanien zum Hochinzidenzgebiet erklärt. Darauf müssen sich Urlauber einstellen: 

Update vom 1. August: Am Sonntag (1. August) ist es soweit: Die neue Corona-Testpflicht bei der Einreise nach Deutschland tritt in Kraft. Alle Menschen ab zwölf Jahren müssen dann bei ihrer Einreise ein negatives Testergebnis nachweisen können – sofern Sie keinen Genesungs- oder Impfnachweis vorlegen können. Eine solche Vorgabe hat es bereits für alle Flugpassagiere gegeben. Künftig gilt dies auch bei Einreisen mit dem Auto oder der Bahn. Außerdem soll es nur noch zwei statt drei Kategorien für weltweite Gebiete mit höheren Infektionsrisiken geben: Hochrisiko- und Virusvariantengebiete. Was das für Reisende im Detail genau bedeutet und was Urlauber jetzt dringend wissen müssen, hat HEIDELBERG24* zusammengefasst.

Land Spanien
SpracheSpanisch
Hauptstadt Madrid
RegierungschefRegierungspräsident Pedro Sánchez
Einwohnerzahl47,1 Millionen

Urlaub in Spanien: Monster-Inzidenz ‒ Ist Reiseland die Corona-Schleuder Europas?

Update vom 30. Juli: In Deutschland kommt es vermehrt zu Corona-Fällen, die auf Reiserückkehrer zurückzuführen sind. Nun hat das Robert Koch-Institut eine Liste veröffentlicht, die dramatisch verdeutlicht, in welchem Reiseland sich die meisten Urlauber mit Coronavirus anstecken. Unangefochtener Spitzenreiter und somit die Corona-Schleuder in Europa ist Spanien*.

Urlaub in Spanien: Regeln im Risikogebiet - Ist der Sommerurlaub in Gefahr? 

Erstmeldung vom 28. Juli: Wer im Sommer einen Spanien-Urlaub mit Strand und Sangria geplant hat, geht ein Risiko ein. Denn an vielen sonnigen Urlaubszielen steigen die Corona-Zahlen wieder. Nichtsdestotrotz ist der Wunsch nach Freizeit am Strand angesichts der seit Monaten andauernden Corona-Krise bei vielen Menschen extrem groß. Aus diesem Grund reisen zahlreiche Deutsche auch dieses Jahr in den Sommerurlaub nach Spanien. Trotz des Coronavirus* und der Delta-Variante*, die als wesentlich ansteckender gilt, sind sowohl Großstädte wie Barcelona als auch Inseln wie Mallorca und Ibiza beliebte Touristen-Ziele. Aus diesem Grund erwischt die Spanien-Urlauber DIESE Nachricht eiskalt: Spanien ist jetzt Hochinzidenzgebiet! HEIDELBERG24* hat die Übersicht zu den speziellen Regelungen:

Die Corona-Lage in Spanien hat sich während der Urlaubssaison deutlich verschärft. Die Bundesregierung stuft das Land - wie auch die Niederlande* - zum Hochinzidenzgebiet hoch. Mit dieser Entscheidung hat die Bundesregierung auf einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen in beiden Ländern reagiert. Denn die 7-Tage-Inzidenz in Spanien steigt weiter an und hat nach Angaben der Johns Hopkins University am Dienstag (27. Juli) bei 385,4 gelegen. 

Auch das Auswärtige Amt wart vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen“ nach Spanien. Die neue Risikobewertung durch das Robert-Koch-Institut (RKI) bringt den Urlaub vieler Menschen durcheinander. Reisende, die trotzdem an ihren Urlaubsplänen festhalten, sollten einige Regeln beachten.

Urlaub in Spanien: Einreiseformular und wichtige Informationen für Reisende

Spanien hat viel mehr zu bieten als nur Sonne, Strand und Meer. Das Land in Südeuropa hält auch einige beeindruckende Landschaften und Überraschungen bereit. Darüber hinaus sind besonders Inseln wie Mallorca*, Ibiza und Menorca touristische Klassiker. Das Leben am Strand gepaart mit dem historischen Flair wird wohl jeden Besucher begeistern. Auch das Festland ist ein wahrer Touristenmagnet. Immerhin gibt es in Spanien eine wunderschöne Landschaft, einzigartige Städte und tolle Wanderrouten.

Aber: Spanien gilt offiziell als Hochinzidenzgebiet. Wer mit dem Flugzeug oder mit der Fähre einreisen möchte, muss zunächst ein Einreiseformular ausfüllen und den örtlichen Behörden zuschicken. Das sollte nicht später als einen Tag vor der Einreise erledigt werden. Daraus wird ein QR-Code generiert, der an der Grenze beziehungsweise am Flughafen vorgezeigt werden muss. Urlauber, die auf dem Landweg einreisen, benötigen kein Einreiseformular.

Urlauber aus Deutschland, die direkt auf dem Luftweg nach Spanien kommen, müssen bei der Einreise keinen negativen Covid-19-Test und auch keinen Impfschutz mehr nachweisen. Deutschland wird von der spanischen Regierung nicht mehr als Risikogebiet eingestuft. Auch nach der Einreise gilt keine Quarantäne-Pflicht.

Urlaub in Spanien: Ausnahme - DIESE Regeln gelten auf den Balearen

Es gibt eine Ausnahme für die Balearen: Laut Beschluss der Regionalregierung müssen Teilnehmer von organisierten Gruppenreisen mit mehr als 20 Personen, die gemeinsam reisen, beim Einchecken in die Unterkunft einen negativen PCR-Test oder einen vollständigen Impfnachweis* vorlegen. Dies ist vor allem bei Klassenfahrten, Vereinsfahrten oder Abiturfeiern relevant.

Übrigens: Wer von Deutschland nach Spanien reist, sollte eines der folgenden Dokumente mitführen: Reisepass, vorläufiger Reisepass, Personalausweis, vorläufiger Personalausweis, Kinderreisepass.

Endlich Ferien. Jetzt fehlt nur noch der richtige Sommerroman (Symbolfoto)

Urlaub in Spanien: Fahrt durch Frankreich ist mit Test oder Impfnachweis möglich

Wer auf dem Landweg über Frankreich nach Spanien fährt, muss weiterhin einen negativen Coronatest (maximal 48 Stunden alt) vorlegen. Dabei werden PCR-Tests oder Antigen-Schnelltests anerkannt. Das Testergebnis kann als Ausdruck auf Papier oder elektronisch vorgelegt werden. Es darf neben Spanisch und Englisch auch auf Deutsch sein. Kinder unter zwölf Jahren und vollständig Geimpfte sind von der Testpflicht ausgenommen. Dasselbe gilt für von Covid-19 Genesene, deren Genesung mindestens elf, aber nicht länger als 180 Tage zurückliegt.

Übrigens: Laut Information der spanischen Botschaft genügt als Impfnachweis auch eine Eintragung im gelben WHO-Impfpass. Wie die Corona-Regeln in anderen EU-Ländern aussehen, erfährst Du in dieser Urlaubsübersicht.

Urlaub in Spanien: Diese Corona-Regeln gelten aktuell

In Madrid und Andalusien ist die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben worden. In Katalonien und Valencia gilt derzeit jedoch eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 1 und 6 Uhr in größeren Gemeinden mit hoher Inzidenz. Davon betroffen sind Barcelona, Girona und Tarragona sowie einige Touristenorte an der Küste. Auch die Restaurants und Diskotheken schließen um 0:30 Uhr. Landesweit gilt eine Maskenpflicht an allen öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb geschlossener Räume sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Maskenpflicht im Freien entfällt, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Touristen, die sich nicht an diese Regeln halten, müssen mit einer Geldstrafe von 100 Euro rechnen, teilt das Auswärtige Amt mit.

Das Reisen ist in Pandemie-Zeiten mit gewissen Einschränkungen verbunden, die Pauschalurlauber hinnehmen müssen. (Symbolfoto)

Urlaub in Spanien: Einreise nach Deutschland - DAS ändert sich für die Reiserückkehrer

Durch die Einstufung als Hochinzidenzgebiet müssen alle, die nicht vollständig geimpft oder nachweislich genesen sind, für zehn Tage in Quarantäne. Wird man nach fünf Tagen negativ getestet, dann halbiert sich die Quarantänezeit. Zusätzlich zur digitalen Einreiseanmeldung gilt eine Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus dem Spanienurlaub. Ausgenommen sind vollständig geimpfte und genesene Personen sowie Kinder unter 6 Jahren.

Derweil bereitet die Regierung eine Änderung der Corona-Testvorgaben vor: Kommt eine Verschärfung der Testpflicht für Reiserückkehrer*?

Urlaub in Spanien: Einstufung als Hochinzidenzgebiet lässt Flugpreise fallen

Die Stornierungswelle in Spanien bleibt zwar aus, doch dafür sind die Flugpreise mit der Einstufung Spaniens als Hochinzidenzgebiet extrem günstig geworden. Wie die Mallorca Zeitung berichtet, bietet Ryanair (Stand 27. Juli) ab dem 28. Juli Flüge von Berlin-Brandenburg nach Palma de Mallorca für Spottpreise unter 30 Euro an. Rückflüge sind ab dem 9. August ebenfalls so günstig zu kriegen. Wer im August mit Easyjet von Palma nach München fliegt, kann sich ein Ticket für rund 17,49 Euro sichern. Der Hinflug kostet circa 50 Euro. (sik) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Manuel Meyer/dpa-tmn

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