Aufholjagd hat begonnen

BMW: Klare Ansage an Tesla – Alleinherrschaft in der E-Mobilität „ist vorbei“

+
Die Nachfrage nach dem neuen BMW i4 ist bereits groß, erklärt Vorstandsvorsitzender Oliver Zipse.
  • schließen

BMW-Vorstand Pieter Nota hat dem E-Auto-Pionier Tesla eine deutliche Kampfansage gemacht. Der Münchner Autobauer möchte im Bereich E-Mobilität aufholen.

München – BMW, Volkswagen und Mercedes-Benz sind die wohl bekanntesten und traditionsreichsten deutschen Autohersteller. Doch in Sachen Innovation ist ihnen der US-Jungspund Tesla deutlich voraus. Damit soll aber bald Schluss sein.

Tesla sichert sich Platz als innovativster Autobauer

Das Forschungsinstitut Center of Automotive Management (CAM) kürt in seinem „Electromobility Report“ jedes Jahr den innovationsstärksten Automobilhersteller. Seitdem E-Autos stark auf dem Vormarsch sind, hat sich Tesla in diesem Ranking immer weiter nach vorne gekämpft. Im aktuellen Report aus dem Jahr 2022 sichert sich der US-Konzern sogar den ersten Platz – und lässt Volkswagen auf dem zweiten, BMW auf dem achten und Mercedes-Benz auf dem neunten Platz hinter sich.

Doch der Münchner Autobauer BMW möchte sich mit diesem Ergebnis nicht zufriedengeben und Teslas Vormachtstellung offenbar beenden. „Das ist vorbei“, sagte der niederländische BMW-Manager und Vorstandsmitglied Pieter Nota, wie t3n.de unter Berufung auf Automotive News berichtet. Eine klare Ansage an Elon Musks E-Auto-Firma.

Derweil hat BMW auch für das Münchner Stammwerk einen imposanten „Masterplan“ vorgestellt.

BMW: Bis 2030 jeder zweite verkaufte Wagen vollelektrisch

Bis 2030 soll jeder zweite verkaufte BMW vollelektrisch sein. Nota erklärte im Rahmen einer Pressekonferenz, dass sich sein Unternehmen „auf einen sehr starken und schnellen Anstieg von Elektrofahrzeugen“ konzentriere. Noch in diesem Jahr möchte BMW weltweit 200.000 Elektrofahrzeuge verkaufen, berichtet insideevs.com. Doch der Vergleich zeigt, dass BMW trotzdem noch einiges an Aufholbedarf hat, denn Tesla lieferte im vergangenen Quartal über 310.000 E-Autos aus.

Auch Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender von BMW, macht deutlich, dass BMW dem US-Autobauer Tesla gefährlich werden möchte. „Die Nachfrage wird in die Höhe schnellen. Wir sehen das bereits beim iX und beim i4“, erklärte er laut futurezone.de. „Wir werden das Unternehmen an die Grenzen der Produktionsfähigkeit bringen“, machte Zipse deutlich. (ph/dpa)

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Mehr zum Thema