Autobauer

BMW dank Mehrheitsübernahme bei chinesischem Partner mit sattem Gewinnsprung

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Produktion im BMW-Stammwerk in München: Der bayerische Autobauer ist besser ins Jahr gestartet als von Analysten erwartet.

Der Münchner Autobauer BMW ist besser ins Jahr gestartet als erwartet. Die Mehrheitsübernahme am chinesischen Partner BBA beschert dem Konzern zudem einen Milliarden-Gewinn.

München - Der Autobauer BMW hat im ersten Quartal im Tagesgeschäft etwas besser abgeschnitten als gedacht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern legte um 12,1 Prozent auf 3,39 Milliarden Euro zu, wie der Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte. Die Münchener erzielten in der wichtigsten Sparte mit dem Autobau eine operative Gewinnmarge von 8,9 Prozent und damit mehr als von Analysten zuvor geschätzt. Ohne den Konsolidierungseffekt des mehrheitlich übernommenen chinesischen Gemeinschaftsunternehmens BBA hätte die Marge dank hoher Verkaufspreise sogar bei 13,2 Prozent gelegen.

Unter dem Strich fuhr BMW einen Nettoüberschuss von fast 10,2 Milliarden Euro ein und damit mehr als dreimal so viel wie vor einem Jahr. Das lag vor allem an einem Bewertungseffekt der bisher schon gehaltenen BBA-Anteile in Höhe von vorläufig 7,7 Milliarden Euro. Der Umsatz legte auch dank der Einbeziehung des chinesischen Produktionspartners BBA um 16,3 Prozent auf 31,1 Milliarden Euro zu. Erst Anfang März hatte der Konzern seinen Ausblick für das laufende Jahr gesenkt. Statt von acht bis zehn Prozent geht BMW jetzt für 2022 nur noch von einer operativen Marge von sieben bis neun Prozent aus.

Derweil hat BMW einen „Masterplan“ für das Stammwerk im Münchner Norden vorgestellt. (dpa)

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