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Augen auf im Straßenverkehr: Ohne Versicherung wird es teuer

In Deutschland gibt es etwa halb so viele Autos wie Menschen; hinzu kommen andere Kraftfahrzeuge, Fußgänger und Fahrräder als Verkehrsteilnehmer. Bei derart vielen Personen auf den Straßen kann es schnell zu Unfällen kommen. Rund 400.000 Menschen wurden im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen verletzt. Für alle Beteiligten ist ein ausreichender Versicherungsschutz darum unverzichtbar.
Grundsätzlich ist eine Haftpflichtversicherung für Kfz vorgesehen, um Schäden gegenüber Dritten abzudecken. Das können Personen-, Sach- oder Vermögensschäden sein. Es handelt sich dabei um eine gesetzlich vorgeschriebene Maßnahme für alle Halter eines Fahrzeugs. Je nach Anbieter werden Schäden bis zu einem bestimmten Betrag abgedeckt und von der Versicherung nach einer Prüfung der Situation gezahlt. Manche Anbieter gewähren darüber hinaus gewisse Vorteile. Bei der Autoversicherung von CosmosDirekt beispielsweise sind mit einem Rabattschutz drei Schäden frei, und Neuwagen sowie junge Gebrauchte können um sieben Prozent günstiger versichert werden.
Außerdem gibt es die Teilkasko- und die Vollkaskoversicherung. Diese sind zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, stellen in der Regel jedoch eine gute Ergänzung zur Kfz-Haftpflicht dar.

    • Die Teilkasko deckt prinzipiell Schäden am eigenen Fahrzeug ab. Sie springt zum Beispiel ein, wenn das Auto gestohlen oder eine Scheibe eingeschlagen wird und greift auch bei einem Brand oder Wildschaden.
    • Die Vollkasko beinhaltet alle Leistungen der Teilkasko und deckt darüber hinaus selbstverschuldete Schäden sowie Vandalismus ab.


Die Beitragshöhe hängt vom jeweiligen Fahrzeug ab: Marke, Modell und Leistungsdaten sind entscheidende Faktoren bei der Bestimmung der Typklasse. Aber auch der Wohnort des Fahrzeughalters spielt eine Rolle.
Nach einem Autounfall sollte man den Überblick über das nötige Vorgehen behalten. Schadensansprüche sollten in der Regel so früh wie möglich geltend gemacht oder geprüft werden. Die Kaskoversicherung sollte man nur als (Mit-)Verursacher einschalten, da sich durch einen Unfall die Beiträge erhöhen. Sicherheitshalber sollte man bei jeder Unklarheit einen Sachverständigen oder Anwalt hinzuziehen, bevor man sich mit der anderen Partei auf etwas einigt oder Formulare unterschreibt.
Unmittelbar nach einem Verkehrsunfall kommt es vor allem darauf an, die Ruhe zu bewahren. Wer sich als Unfallbeteiligter falsch verhält, muss mit einem Bußgeld und sogar Punkten in Flensburg rechnen. Die Höhe des Bußgelds hängt vom jeweiligen Vergehen ab. Sichert man beispielsweise den Verkehr nicht ordnungsgemäß ab, kostet das 30 Euro. Unterlassene Hilfeleistung wird mit 3 Punkten und zusätzlich einer empfindlichen Geldstrafe sowie bis zu einem Jahr Freiheitsentzug geahndet.
In Deutschland ist man nämlich dazu verpflichtet, an der Unfallstelle Erste Hilfe zu leisten. Im Gegensatz zu anderen Ländern sind Ersthelfer gegen Schäden versichert, die man der verletzten Person dabei eventuell zufügt. Wer als Schaulustiger die Arbeit der Ersthelfer stört oder behindert, muss je nach Schwere der Tat bis zu 5.000 Euro zahlen. Sogenannte "Gaffer" sollen künftig noch härter bestraft werden.

Bildrechte: Flickr Unfall Stiftsallee Oliver Hallmann CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

© Gmünder Tagespost 25.07.2019 11:15
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