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Ist die Wirtschaft im Südwesten in Gefahr?

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Baden-Württemberg gilt als einer der wichtigsten Standorte für die Wirtschaft in Deutschland und ganz Europa. Hier sind sowohl Industrieriesen wie SAP oder BASF als auch zahlreiche Vertreter des deutschen Mittelstandes ansässig. Das Bundesland im Südwesten erreichte im Jahr 2018 alleine ein BIP von insgesamt 511 Milliarden Eu-ro und damit mehr als ganz Schweden. Nur Nordrhein-Westfalen und Bayern gehen Baden-Württemberg derzeit noch voran, so belegen es die aktuellen Aufzeichnungen von Statista.

Trotzdem scheint die Wirtschaft im Südwesten derzeit zu schrumpfen. Als möglichen Grund nannte Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut (CDU) einen sinkenden Aus-landsumsatz, besonders das verarbeitende Gewerbe sei demnach betroffen, äußerte sie unlängst in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung. Es liegt nahe, dass bei der schwankenden Wirtschaftslage in Süddeutschland auch die Digitalisierung eine zent-rale Rolle spielt. Insgesamt zeigt sich der deutsche Mittelstand zögerlich bei der Trans-formation und Deutschland kann im Bereich der digitalen Technik eher als Schluss-licht in Europa angesehen werden.

Wie wird der Einstieg in die Digitalisierung in Deutschland gefördert?
Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, fördert der Bund noch bis zum Jahr 2021 den Ausbau der Digitalisierung und unterstützt die Transformation von internen Abläufen und Arbeitsprozessen. Baden Württemberg soll sich dabei zu einer Leitregi-on in Deutschland entwickeln und so wird es hier in Zukunft auch innovative Kompe-tenzzentren geben, in denen neuartige Ausbildungsberufe angeboten werden. Unter-nehmen dürfen sich gegenüber neuen Technologien nicht weiter verschließen und müssen den Trend rechtzeitig mitgehen. Dabei muss oft nicht von Grund auf neu be-gonnen werden, stattdessen müssen vorhandene Strukturen effizient genutzt werden. BASF löst die Herausforderungen auf ökonomischer Basis zum Beispiel so, dass für die zunehmend an Interesse gewinnende Branche des 3D Drucks ein eigenes Toch-terunternehmen gegründet wurde.

So wagt der Global Player BASF den Schritt in die digitale Welt von morgen
Die BASF 3D Printing Solutions GmbH ist dabei ausschließlich für alle Vorgänge rund um die neuartige Technologie des 3D Drucks verantwortlich, während der Mutterkon-zern von den wirtschaftlichen Vorgängen innerhalb des Tochterunternehmens weit-gehend unabhängig bleibt. Nicht nur an neuartigen 3D Druckern möchte BASF im großen Stil arbeiten, auch Filamenthersteller aus dem nahen Ausland sind durch die BASF 3D Printing Solutions bereits aufgekauft worden. Auf diese Weise konnte sich BASF einerseits die Patente für die neu entwickelten Werkstoffe aus den Niederlan-den und anderen europäischen Staaten sichern, andererseits ist es dem Großkonzern aus Süddeutschland jetzt auch leicht möglich, die Eigenschaften der Druckmaterialien ohne großen Kostenaufwand weiterzuentwickeln. Gerade im Bereich des 3D Drucks finden viele Arbeitsabläufe absolut autonom und voll automatisiert statt. Das macht den 3D Druck zu einem der Zugpferde der Digitalisierung, der uns in den kommenden Jahren immer mehr begegnen wird.

Ende 2019 beschäftigt die BASF 3D Printing Solutions GmbH, mit Sitz in Ludwigsha-fen, fast 130.000 Mitarbeiter im In- und Ausland, auch in der Wirtschaftsregion Baden-Württemberg konnten viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Mit mehr als 900 Ausbildungsplätzen gilt BASF als eines der zukunftsträchtigsten Unternehmen in Ludwigshafen. Es ist davon auszugehen, dass auch das 2017 neu gegründete Toch-terunternehmen bald als überaus lukrativer Arbeitgeber für junge Leute über die Lan-desgrenzen hinaus angesehen sein wird.

Automationstechnik wie vom Profi: Mit diesen Komponenten lassen sich Daten eruieren und analysieren
Die weitverbreitete Automationstechnik von dem Global Player RS Components liefert jedem produzierenden Unternehmen wertvolle Daten. Durch die digitale Auswertung kann die Produktivität jedes Betriebs gesteigert werden, und zwar ohne weiteren Zeit-aufwand und vor allem auch ohne zusätzliche, menschliche Arbeitskraft. Dies spart nicht nur Kosten, sondern auch durch menschliches Versagen gemachte Fehler las-sen sich durch die Digitalisierung von Prozessen einfach umgehen. Durch kluge Sys-temlösungen in Kombination mit innovativen Materialien und entsprechend auf die jeweiligen Bedürfnisse und Wünsche in der produzierenden Industrie angepasste Konstruktionsdienstleistungen lassen sich hoch effiziente Anwendungen entwickeln, welche voll automatisch im Hintergrund ablaufen.

Die Überwachung von Flüssigkeiten kann in einigen Branchen eine besondere Be-deutung beigemessen werden, wobei es nicht nur um die Messung des Durchflusses geht, sondern zum Beispiel auch der pH-Wert und andere Parameter in Gasen und Flüssigkeiten stabil gehalten werden können. Zur eigentlichen Füllstandskontrolle sind diverse Schalter erhältlich, die mit unterschiedlichen Sonden oder Impulssendern ausgestattet sind. Dabei können Frequenzen in elektrischen Feldern gemessen wer-den, einige der digitalen Helfer funktionieren dabei kontaktlos oder senden Impulse im Ultraschallbereich. Die digitale Welt hält noch viel Spannendes für uns bereit, wer jetzt den Schritt zur Transformation wagt, kann auch morgen noch an der Spitze der Wirt-schaft mit dabei sein!

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© Gmünder Tagespost 19.12.2019 12:15
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