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Nachfrage an Weiterbildungen steigt weiter an

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Weiterbildungsmaßnahmen sind nach wie vor begehrt: Seit Jahren lässt sich hier ein wachsender Trend ausmachen, was die Teilnahmezahlen betrifft (hier ersichtlich bis 2014). Gründe dafür gibt es viele – beispielsweise erhoffen sich einige finanzielle Vorteile. Andere suchen mehr Zufriedenheit oder erweiterte Kompetenzen und machen deshalb eine Weiterbildung. Wie es um die Nachfrage steht und welche Beweggründe dahinterstecken.

Weiterbildungen sind gefragt

Bereits seit über 20 Jahren liegt die Weiterbildungsbeteiligung in Deutschland über 40%, stellenweise über 50%. Das bedeutet, dass etwa die Hälfte (Auswahl entsprechend obiger Quelle eingeschränkt) eine oder mehrere Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch nehmen. Einen starken Anstieg erfährt dabei die betriebsbedingte Weiterbildung. Das sind Weiterbildungen, die vom Betrieb aus gefördert, angeboten oder durchgeführt werden. Teilnehmer sind beispielsweise Arbeitnehmer, die auf ein neues Aufgabenfeld vorzubereiten sind. Die Motivation besteht hierbei aber nicht in der neuen Aufgabe als solche, sondern ist mit deren Wirkung verbunden.

Warum Weiterbildungen grundsätzlich nachgefragt werden

Ein Blick auf eine Umfrage zum Nutzen von Weiterbildungen (Quelle) lässt auch einen Blick erkennen: Eine sehr bedeutende Wirkung ist eine höhere Sicherheit im Beruf bzw. mehr Kompetenz und damit ein höherer Grad an Unentbehrlichkeit. Arbeitnehmer mit höherer Qualifikation, erworben zum Beispiel im Rahmen einer Weiterbildung, übernehmen in der Regel auch Aufgaben mit einem größeren Verantwortungsbereich. Das macht sie für den Arbeitgeber wichtiger, womit die Wahrscheinlichkeit sinkt, den Job zu verlieren.

Tatsächlich ist es insbesondere im Angesicht der sich gerade technologisch, wirtschaftlich, strukturell und weltpolitisch rapide ändernden Lage kein Wunder, dass Menschen grundsätzlich nach mehr Sicherheit streben. Es gehört zu unserer Natur und ist ein Trieb, der Sicherheitstrieb, der zur aktuell immer mehr Menschen zu Weiterbildungen bewegt.

Weiterbildungen: Auf die Branche kommt es an

Eine Weiterbildung führt zwar zu mehr Kompetenzen, allerdings ist sie nicht gleichbedeutend mit mehr Sicherheit oder höherem Gehalt. Hier kommt es darauf an, um was für eine Art von Weiterbildung es sich handelt. Im besten Fall sorgt sie für den Erwerb besonders gefragter Kompetenzen. Um zu wissen, welche das sind, lohnt sich ein Blick auf die aktuelle technologische und demografische Entwicklung:

Digitalisierung, Blockchain, Big Data, Smart Home – das alles sind Trendbegriffe der letzten Jahre. Aktuell dreht sich im IT-Umfeld nach außen hin alles um künstliche Intelligenz (KI), so zumindest wird der Eindruck seitens der Medien vermittelt. Tatsächlich ist nicht umsonst von einer dritten Industriellen Revolution die Rede. Im IT-Sektor gibt es auch auf lange Sicht nicht nur viele, sondern auch viele gut bezahlte Arbeitsplätze mit hohen Aufstiegschancen.

Ein anderer Trend hat erst einmal nichts mit Technologie zu tun: Der demografische Wandel. In Deutschland, Japan und anderen fortschrittlichen Gesellschaften hat er zur Folge, dass die Gesellschaft durchschnittlich immer älter wird. Das führt nicht nur zu einem Rentenproblem, sondern auch zu einem ganz grundlegenden Problem in der Pflege: Fachkräftemangel. Auch hier hat man nach einer entsprechenden Weiterbildung also gute Chancen auf einen langfristig sicheren und guten Job.

© Gmünder Tagespost 19.03.2019 08:11
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