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Vorausschauendes Handeln schützt vor finanziellen Notlagen

  • Es gibt zahlreiche Mittel und Wege eine finanzielle Notlage zu vermeiden | Bild: unsplash, Josh Appel

In eine finanzielle Notlage kommen die meisten Menschen ganz ohne, dass sie mit einer solchen Schieflage rechnen. Doch es gibt Mittel und Wege, um gar nicht erst in akute Bedrängnis zu kommen. Hier erfahren Sie, wie Sie sich effektiv vor Engpässen schützen können. Außerdem erwarten Sie Tipps für einen akuten Geldmangel in Notfällen.

Einfaches Motto: Sparen, um in der Not zu haben
Wer rechtzeitig möglichst viel Geld zur Seite legt, der kann in der Not von den eisernen Reserven zehren. Was einfach klingt, ist in der Realität häufig nicht so leicht umzusetzen. Der Grund: Sie müssen auf die eine oder andere Annehmlichkeit verzichten, um effizient sparen zu können. Das ist nicht angenehm, aber notwendig.

Beim Thema Wocheneinkauf scheiden sich die Geister. Während die einen der Meinung sind, am Essen sollte man keinesfalls sparen, fängt für andere geschicktes Haushalten genau an dieser Stelle an.

Es gibt durchaus einige Kniffe, wie Sie beim Wocheneinkauf sparen können, ohne nur von Brot und Nudeln zu leben:

  • immer mit Liste einkaufen gehen
  • Markenartikel durch Eigenmarken ersetzen
  • festes Budget planen und konsequent einhalten
  • keine unnötigen Vorräte anlegen

Auch beim Auto bzw. beim Thema Mobilität im Allgemeinen können Sie gezielt sparen, um mehr Geld für Engpässe beiseitelegen zu können. Indem Sie weitestgehend auf das unnötige Fahren mit dem Auto verzichten, sparen Sie teuren Sprit.

Die folgenden Maßnahmen helfen dabei, nur noch wenig Geld an der Tankstelle zu lassen:

  • kurze Strecken mit dem Fahrrad fahren
  • Jahreskarte für die Bahn anschaffen
  • in ländlichen Gebieten Fahrgemeinschaften gründen bzw. nutzen

Auch bei den Unternehmungen können Sie sparen. Überlegen Sie sich stets vorab, ob es Alternativen zum Besuch im Kino, Tiergarten oder Theater gibt. Gerade Kinder machen lange Spaziergänge durch den Wald oder ein Vorleseabend mindestens ebenso viel Spaß. Beides kostet keinen Cent.

Reserven aufbauen für den Notfall
Auch wenn es den Deutschen finanziell besser geht, als noch vor 5 Jahren, sollte man auch immer an den Ernstfall denken. Weil Sie niemals ausschließen können, dass Sie in eine finanzielle Notlage geraten, sollten Sie vorbereitend Reserven ansparen. Legen Sie einen festen Betrag fest, den Sie an jedem Monatsanfang auf ein separates Konto überweisen. Halten Sie sich strikt an die eigenen Vorgaben, damit das Geld nicht anderweitig ausgegeben wird. Bleiben Sie realistisch, was den Betrag angeht; 20 Euro sind schon ein Anfang.

Haben Sie aktuell noch Verträge, welche Sie nicht brauchen oder optimieren könnten? Diese sollten Sie dringend kündigen! Darunter fallen zum Beispiel:

  • teurer Stromanbieter
  • Kfz-Versicherung mit vielerlei Zusätzen
  • Hausratversicherung mit unverhältnismäßig hoher Versicherungssumme
  • zweiter oder dritter Handyvertrag

Auch das Führen eines Haushaltsbuch kann dabei helfen, Reserven für den Notfall anzulegen. Hierbei müssen Sie allerdings sehr streng mit sich selbst sein, um echte Ergebnisse zu sehen.

Schreiben Sie sich jede noch so kleine Kleinigkeit auf, für welche Geld ausgegeben wird. Auch das Brötchen vom Bäcker und der Riegel Tafel Schokolade von der Tankstelle werden erfasst. Am Monatsende können Sie ein Resümee ziehen und überlegen, wie noch gespart werden kann.

Generell wird dazu geraten, dass private Haushalte drei bis sechs Monatsausgaben ansparen und auf die hohe Kante legen sollte. Wer eine Familie ernähren muss, der sollte mindestens diesen Betrag einhalten. Aber nicht vergessen: Indem Sie monatliche Einsparungen treffen, verringert sich die Summe ganz automatisch.

Schnell Geld verdienen
Wenn es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen passiert, dass Sie in eine finanzielle Schieflage geraten, dann gibt es Mittel und Wege, um schnell aus dieser Misere herauszufinden. Versuchen Sie alles, um schnell an Geld zu bekommen.

Mögliche Maßnahmen sind:

  • Verkäufe bei ebay und Co.
  • Schmuck zum Pfandleihhaus bringen
  • Kleidung aussortieren und auf Flohmarkt verkaufen
  • Auto veräußern und auf Fahrrad umsteigen

Indem alle momentan nicht dringend benötigten Vermögenswerte verkauft werden, können laufende Kredite schneller abbezahlt werden. Auf diese Weise minimieren Sie das Risiko, in einen ewigen Teufelskreis aus Schulden und immer neuen Schulden zu geraten.

Kredite bieten erste Hilfe im Notfall
Wenn Sie schnell Geld für eine neue Waschmaschine oder eine andere wichtige Anschaffung brauchen, dann ist manchmal ein Kredit die einzige Lösung. Sie sollten allerdings vorab genau abwägen, ob Sie den Kredit wirklich brauchen oder sich das benötigte Geld auch einfach ansparen könnten.

Sparen erfordert im Gegensatz zur Aufnahme eines Kredites Geduld. Das sollte es Ihnen allerdings wert sein, keine Schulden machen zu müssen. Zudem sollten Sie sich genau überlegen, ob die geplante Anschaffung wirklich Sinn ergibt und eine Investition in die Zukunft ist.

Natürlich gibt es Anschaffungen, die unvermeidlich sind. Haben Sie gerade erst mit dem Sparen begonnen und noch kein Geld für die dringende Reparatur des Wagens oder für den defekten Kühlschrank, so kommen konkret drei verschiedene Kredite infrage:

  • Minikredit
  • Konsumentenkredit
  • Dispokredit

All drei Kreditformen eignen sich, um schnell an kleine bis mittlere Geldsummen zu bekommen. Wenn Sie also dringend Geld brauchen, dann sollten Sie auf einen Kredit zurückgreifen.

Der Minikredit: kleine Summen schnell verfügbar
Minikredite zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie Kreditnehmern unkompliziert gewährt werden und schnell verfügbar sind. In der Regel werden Zahlungen innerhalb von 60 Minuten angeboten, es kann aber dauern bis das Geld auf dem Empfängerkonto von der eigenen Hausbank freigeschalten wird. Eine Auszahlung in Echtzeit garantiert nur das Berliner Startup Kredupay, in dem es dem Kunden eine virtuelle Mastercard ausstellt und den Minikredit direkt auf die digitale Kreditkarte lädt. Mit dieser lässt sich jedoch kein Geld abheben, aber Zahlungen im Internet realisieren.

Weitere wichtige Fakten zum Minikredit:

  • kurze Laufzeit von maximal drei Monaten
  • höhere Zinsen
  • kleine Raten möglich

Wenn Sie wissen, dass Sie den aufgenommenen Betrag in naher Zukunft schnell abbezahlen können, dann ist der Minikredit eine gute Lösung.

Der Konsumentenkredit: Lange Laufzeit möglich
Ein Konsumentenkredit ist vor allem dann attraktiv, wenn Sie nur kleine Raten über einen längeren Zeitraum abbezahlen können. Allerdings sollten Sie vorsichtig sein bei der Berechnung der anfallenden Kosten. Der tatsächliche Zinssatz orientiert sich in der Regel an Ihrer Bonität und kann daher variieren.

Der Dispokredit: geduldete Überziehung bei der Hausbank
Einen Dispokredit müssen Sie normalerweise gar nicht aktiv beantragen. Sobald Sie Ihr gewöhnliches Girokonto überziehen, wird dieser Kredit automatisch in Anspruch genommen. Allerdings sollten Sie die Möglichkeit nur im Notfall ausschöpfen, weil die Rahmenbedingungen je nach Bank eher schlecht sind.

Für kurzfristige finanzielle Schieflagen kann der Dispo zwar in Anspruch genommen werden, sollte auf lange Sicht allerdings lieber durch einen Konsumentenkredit abgelöst werden. Ansonsten kann es schwierig werden, wieder aus dem negativen Kontostand herauszukommen. Die hohen Zinsen belasten ein ohnehin mageres Konto noch zusätzlich.

Ratenkredite sind eher zu empfehlen als ein Dispokredit. Ein oft unterschätztes Problem: Wer dauerhaft das Konto überzieht, dem droht die Abwertung bei der Schufa. Dann wird es schwierig, weitere Kredite zu bekommen. In diesem Fall kann eine finanzielle Notlage besonders kritisch sein.

Bildquelle: unsplashJosh Appel

© Gmünder Tagespost 30.08.2019 13:43
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