Handwerker fordern Steuerbonus

Abgaben Nach dem Willen der Handwerkskammer soll die Summe der steuerlichen Absetzbarkeit erhöht werden.

Ulm. Wer einen Handwerker beauftragt, kann bis 20 Prozent der Arbeits- und Fahrtkosten, maximal bis 1200 Euro pro Jahr auf haushaltsbezogene Leistungen, von der Steuer absetzen. Wenn es nach der Handwerkskammer Ulm geht, soll dieser Betrag verzehnfacht werden. Sie fordert angesichts der Corona-Pandemie einen zeitlich befristeten Steuerbonus für die Verbraucher. Wer Handwerker beauftragt, soll diese Kosten direkt von der Steuerlast absetzen, durch einen Bonus mit Höchstbetrag von 12 000 Euro auf nicht allein haushaltsbezogene Leistungen, so die Vorstellung der Kammer. Der Bonus soll die private Nachfrage stimulieren und die handwerkliche Wirtschaft stützen.

„Aufträge sind das beste Konjunkturprogramm. Sie haben den netten Nebeneffekt, dass der Kunde seine gewünschte Gegenleistung erhält. Das bekannte Instrument des Handwerkerbonus ist erprobt und bestens geeignet die Krise abzumildern“, so Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. Durch den Bonus mit einem Höchstbetrag von 12 000 Euro würde der private Konsum gestärkt werden. Diese Summe nämlich sollen Bürger maximal steuerlich absetzen können – und zwar nicht nur für haushaltsbezogene Dienste, die schon jetzt steuerlich gefördert werden, sondern auch darüber hinaus.

© Gmünder Tagespost 29.04.2020 15:46
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