Corona-Krise: Die Wirtschaft

Soforthilfe wird verlängert - Südwestmetall fordert Autoprämie

Hier tickern die Wirtschaftsredakteure Robert Schwarz und Bernhard Hampp Wirtschafts-News rund um die Corona-Krise.

  • Die IHK in Heidenheim. Foto: IHK Ostwürttemberg
  • Bei Bosch AS in Schwäbisch Gmünd droht wegen der Coronakrise ein noch größerer Stellenabbau? Foro: Bosch AS
  • Besuchten die Maskenproduktion in Heubach: von links Bürgermeister Frederick Brüttung, Karl-Heinz Gerl, Christoph Sjögren (beide Triumph) sowie Landrat Klaus Pavel. Foto: Triumph
  • Das Innovation Hub von Zeiss in Karlsruhe. Foto: Zeiss

22.05.2020, 15:28 Uhr

Südwestmetall fordert Kaufprämie für Autos

Um die weiter kriselnde Wirtschaft zu stärken, braucht es laut Südwestmetall ein Konjunkturpaket. Mehr in dieser Meldung 

22.05.2020, 12:56 Uhr

Soforthilfe wird verlängert - 7200 Anträge bei der HWK Ulm

Das Soforthilfe-Programm wird über den 31. Mai 2020 hinaus um drei Monate verlängert. Ab Juni 2020 können zudem Betriebe mit 51 bis 100 Mitarbeitern einen Soforthilfeantrag stellen, wenn sie durch die Corona-Krise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind. Bei der Handwerkskammer Ulm sind insgesamt fast 7.200 Anträge auf Soforthilfe von den 19.500 Handwerksbetrieben zwischen Ostalb und Bodensee eingegangen. 5.230 der eingegangenen Anträge sind bereits positiv geprüft und zur Auszahlung an die L-Bank empfohlen worden.

20.05.2020, 09:00

IHK legt Notfallhandbuch neu auf

Viele Unternehmen sind auf den Ausfall ihres Chefs oder ihrer Chefin nicht angemessen vorbereitet. Die IHK Ostwürttemberg stellt in einem jetzt neu aufgelegten Notfallhandbuch umfangreiche Checklisten zur Verfügung, damit Unternehmen auch bei Unfällen, Krankheiten oder beim Tod des Chefs weiterhin handlungsfähig bleiben. Das Handbuch ist bei der IHK Ostwürttemberg kostenlos als ausfüllbare PDF-Version auf www.ostwuerttemberg.ihk.de – Dokument-Nr. 3317850 abrufbar. 

19.05.2020, 17:46

Kurzarbeit bei Weleda

2019 ist das Unternehmen zwar gewachsen, doch nun konstatiert das Schweizer Unternehmen mit großem Standort in Schwäbisch Gmünd: Die Unsicherheit nehmen zu. Die Geschäftsführung reagiert mit Kurzarbeit. 

19.05.2020, 12:54

Corona bremst auch Zeiss

Der Oberkochener Konzern spürt den Gegenwind, kann aber noch gute Zahlen fürs erste Halbjahr ausweisen. Aktuell sind 2900 Mitarbeiter in Oberkochen und Aalen in Kurzarbeit. Nur eine Sparte wächst trotz Corona ungebrochen weiter. Mehr lesen Sie hier

19.05.2020, 11:00

Mieter und Vermieter diskutieren Corona-Folgen

Wie können Mieter und Vermieter die Pandemie gemeinsam durchstehen, ohne dass Existenzen gefährdet werden? Welche Maßnahmen helfen, welche schaden? Wo endet das „Miteinander“? Und nicht zuletzt: Gerät die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum jetzt aus dem Blick? Das diskutieren Lukas Siebenkotten, der Präsident des Deutschen Mieterbundes, und Andreas Ibel, Präsident des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen,  gemeinsam beim Format "Auf ein Wort! Der BFW - Immo Talk" am  Dienstag, 26. Mai, um 16:00 Uhr. Der Talk wird per Livestream auf Youtube und hier übertragen.

18.05.2020, 12:15 Uhr

Triumph fertigt Masken in Heubach

Der Wäschehersteller aus der Schweiz produziert an seinem Standort in Heubach mit rund 40 Mitarbeitern wöchentlich bis zu 15.000 waschbare Mund-Nasenschutz-Masken. Diese werden nach Bedarf vom Landratsamt Ostalbkreis weiter verteilt. Karl-Heinz Gerl kommentiert: „Wir freuen uns außerordentlich, mit der Herstellung dieser hochwertigen Mund-Nasenschutzmasken unseren Beitrag zur flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung im Landkreis leisten zu können.“ Landrat Klaus Pavel erklärt: „Der Landkreis legt großen Wert darauf, auch und gerade in herausfordernden Zeiten wie diesen die heimische Industrie und das Handwerk bestmöglich zu fördern.“

15.05.2020, 17:00

3E an Digital-Expo beteiligt

Der Oberkochener Software- und IT-Anbieter 3E beteiligt sich an der Digitalisierungsmesse ELO Digital EXPO, die vom 17. bis 19. Juni wegen der Coronakrise ausschließlich online stattfindet. Fachvorträge informieren, wie Firmen ein zentrales digitales Archiv schaffen, Information schützen und verfügbar machen, Belegverarbeitung automatisieren und digitale Workflows einrichten.


15.05.2020, 15:37 Uhr

Varta: Rasantes Wachstum trotz Corona

Die Ziele sind ehrgeizig, das erste Quartal lief blendend und erstmals sind AG und Varta Consumer wieder vereint – die steigende Nachfrage nach kabellosen Elektrogeräten nützt dem Konzern. Mehr in diesem Artikel

15.05.2020, 12:43

IHK: Mit Zukunftsforum gegen die Krise

Die Kammer gibt den Startschuss für ein Forum für die Wirtschaft – und fordert auch die Politik eindringlich zu weiteren Hilfen auf, denn die Lage bei vielen Betrieben ist dramatisch. Mehr lesen Sie hier

14.05.2020, 17:39 Uhr

Berufliche Bildungseinrichtungen öffnen ab 18. Mai

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat die Verordnung zur Wiederaufnahme des Betriebs der beruflichen Bildungseinrichtungen veröffentlicht. Ab dem 18. Mai sind damit Kurse der überbetrieblichen Ausbildung, Maßnahmen der Arbeitsmarktförderung und berufliche Fortbildungen unter Einhaltung von Infektionsschutzmaßnahmen wieder erlaubt. 

13.05.2020, 14:02:

Webinar-Reihe statt Kongress

Der von der SDZ-Gruppe mitveranstaltete Kommunikationskongress findet in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie komplett online. Dennoch haben die Initiatoren um Hochschule Aalen und Marketing-Club Ostwürttemberg hochkarätige Referenten gewonnen. Los geht es am 25. Mai. Mehr zum etwas anderen Kommunikationskongress finden Sie hier

13.05.2020, 12:18 Uhr

BWIHK fordert weiteres Maßnahmenpaket

Um einen dramatischen Stellenabbau in Baden-Württemberg zu verhindern, brauche die Industrie im Land ein „differenziertes Maßnahmenpaket“, so die Dachorganisation der IHKn im Land. Ohne Verlängerung des 21-monatigen Kurzarbeitergeldes über den 31.12.2020 hinaus, weitere Anpassungen und Korrekturen im Steuerrecht, Entbürokratisierung, den raschen Ausbau des Glasfaser- und Mobilfunknetzes sowie Innovations- und Start-Up-Förderung werde nach Ansicht der Kammern im Land „ein erfolgreicher Neustart für die Kernbranche des Landes nicht gelingen“, erklärt Johannes Schmalzl, Hauptgeschäftsführer der IHK Region Stuttgart, beim BWIHK für Fragen der Konjunktur und Beschäftigung zuständigen Kammer.

12.05.2020, 17:27 Uhr

Land will mit Beteiligungsfonds Firmen stützen

Die Landesregierung hat einen Beteiligungsfonds auf den Weg gebracht. Ziel sei es, das Eigenkapital kleiner und mittlerer Unternehmen zu stärken, um diese kreditwürdig zu machen, auch zukünftig deren Liquidität zu ermöglichen und deren Fortbestand somit über die Krise hinaus zu sichern, so das Wirtschaftsministerium. „Wir investieren 1 Milliarde Euro in den Beteiligungsfonds, um unsere Volkswirtschaft zu stabilisieren, Arbeitsplätze zu erhalten und unser industrielles Ökosystem mit vielen kleinen und mittleren Unternehmen passgenau zu unterstützen“, erklärte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Das Land führt dazu den Unternehmen zeitlich begrenzt Eigenkapital zu oder setzt Finanzierungsinstrumente mit Eigenkapitalcharakter ein und ergänzt damit andere Programme sinnvoll.

12.05.2020 16:32 Uhr

Lohse trotzt Corona-Krise

Die Auftragsbücher des Heidenheimer Maschinen- und Armaturenbauers Lohse sind trotz der Corona-Pandemie voll – das liegt unter anderem an einem Großprojekt im Ostalbkreis. Mehr lesen Sie hier

12.05.2020, 16:31

IHKn, Handwerk und Gewerkschaften fordern Öffnung der Grenzen

Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK), der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Baden-Württemberg fordern gemeinsam die Rückkehr zur Personenfreizügigkeit an den baden-württembergischen Grenzen. „Die wirtschaftlichen Herausforderungen der Corona-Pandemie, welche sich jeden Tag deutlicher zeigen, brauchen offene Grenzverkehre für einen echten Anschub der Wirtschaft auf beiden Seiten der jeweiligen Landesgrenze. Nur so kann, nachdem die Eindämmungsmaßnahmen und Strategien zur Zurückdrängung des Virus aller Länder greifen und Erfolge zeigen, weiterer Schaden von Unternehmen und Beschäftigten abgewendet werden. Es liegt an der Politik, den ökonomisch für Unternehmende wie deren Beschäftigte notwendigen Schritt rasch zu gehen“, erklären BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke, Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold und DGB-Landesvorsitzender Martin Kunzmann in einer gemeinsamen Mitteilung. 

12.05.2020, 15:11 Uhr

Handel beklagt Umsatzeinbrüche

Auch in der dritten Woche nach Wiedereröffnung der Geschäfte in Baden-Württemberg beklagen die Händler einen großen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr sowie eine stark verringerte Kundenfrequenz, wie eine Umfrage des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW) unter mehr als 700 Händlern in Baden-Württemberg zeigt. Laut der Umfrage bewertete die Mehrheit den Umsatz in der dritten Woche nach Wiedereröffnung als „extrem schlecht“. Die Erlöse betragen durchschnittlich gerade mal 20 bis 40 Prozent des Umsatzes im Vorjahreszeitraum. 25 Prozent der Händler erwirtschaften sogar unter 20 Prozent des Umsatzes des Vorjahres. Damit werde die Situation für die Betriebe immer dramatischer, so der HBW.

12.05.2020 14:00

IKK classic wieder offen

Die Innungskrankenkasse (IKK) classic hat ihr Servicecenter in Aalen wieder für den persönlichen Kundenkontakt geöffnet. „Auch wenn die telefonische und digitale Betreuung unserer Versicherten während des Corona-Lockdowns gut funktioniert hat, freuen wir uns sehr, dass wir wieder direkt vor Ort für die Kunden da sein können“, sagt Hubert Fischinger, Regionalgeschäftsführer der IKK classic. 

12.05.2020, 13:00

Varta AG mit virtueller Hauptversammlung

Der Ellwanger Varta AG wird aufgrund der andauernden Ausbreitung des Coronavirus in diesem Jahr eine virtuelle, präsenzlose Hauptversammlung durchführen. Die virtuelle Hauptversammlung findet zum geplanten Termin am 18. Juni 2020 um 11.00 Uhr statt. Angemeldete Aktionärinnen und Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht per schriftlicher und elektronischer Briefwahl auszuüben und die gesamte Hauptversammlung im Internet zu verfolgen.

12.05.2020, 10:24 Uhr

Bosch AS: Fronten weiter verhärtet

Der Abbau von 2100 Stellen droht weiter, dazu droht ein Corona-Loch von 88 Millionen Euro. Bei Bosch AS gehen die Verhandlungen nicht so recht voran. Mehr lesen Sie hier

12.05.2020, 10:02 Uhr

Meditec spürt die Pandemie

Ein sattes Umsatzplus im ersten Halbjahr, aber die Pandemie macht sich auch der Entwicklung der Carl Zeiss Meditec bemerkbar. Mehr zum ersten Halbjahr: hier entlang

11.05.2020, 10:42 Uhr

Bosch AS: „Annäherung“ im Konflikt

Laut der Firma gibt es „Annäherung in einigen Punkten“ im Konflikt um den geplanten Stellenabbau. Mehr lesen Sie hier. Betriebsrat und Gewerkschaft informieren heute Nachmittag in einem Pressegespräch über den aktuellen Stand.

08.05.2020, 14:30 Uhr

Bildungszentren öffnen

Nach mehr als sieben Wochen coronabedingtem Stillstand dürfen ab Montag nächster Woche alle zwölf überbetrieblichen Bildungszentren der baden-württembergischen Bauwirtschaft wieder ihre Pforten öffnen. Zunächst jedoch vornehmlich für die rund 1800 Auszubildenden des dritten Lehrjahres, die in den kommenden Monaten ihre Abschlussprüfungen machen. Die verbleibenden etwa 3700 Baulehrlinge müssen nach wie vor Geduld haben

07.05.2020, 16:27 Uhr

Mit Modulen gegen die Pandemie

Die ADK Modulraum aus Neresheim verzeichnet wegen der Corona-Pandemie verstärkt Anfragen aus dem Gesundheitswesen, denn der Kampf gegen das Virus benötigt nicht nur Zeit, sondern auch Flächen – und zwar schnell und flexibel. Mehr lesen Sie hier

07.05.2020, 14:54 Uhr

Umfrage: Jede dritte Firma steht still – 36 Prozent wollen Personal abbauen

Die Folgen der Coronakrise sind drastisch. Das zeigt eine Umfrage des BWIHK unter 2000 Firmen im Südwesten. Nach dieser steht aktuell ein Drittel aller Unternehmen still. Über 80 Prozent der Betriebe rechnen mit Umsatzrückgängen. Von den Befragten gehen 71 Prozent von zweistelligen Umsatzeinbrüchen aus. Jedem fünften Betrieb (21,5 %) werden mindestens die Hälfte seiner Jahresumsätze wegfallen. 36 Prozent der Unternehmen im Südwesten planen, Personal abzubauen. Die Branchen Reisewirtschaft und Gastronomie sind besonders stark betroffen, hier kommen 69 bzw. 76 Prozent der Betriebe nicht um eine Reduzierung ihre Beschäftigtenzahlen herum. Im Verkehrs- und Lagereigewerbe sieht sich fast jedes zweite Unternehmen zu einem Personalabbau gezwungen. Fast zwei Drittel der Unternehmen geben an, das der Eigenkapitalrückgang ihre Finanzierungssituation belastet. Ein Viertel der Unternehmen meldet Liquiditätsengpässe. Der Weg bis zur Rückkehr zur Vorkrisen-Geschäftstätigkeit wird für viele Unternehmen lange dauern: Knapp 28 Prozent der Betriebe geben an, 2021 zur Normalität zurückzukehren, jeweils sechs Prozent rechnen damit, dass es noch länger dauern wird oder befürchten, nie mehr zur Vorkrisen-Normalität zurückzukehren.

07.05.2020, 12:31 Uhr

BWIHK will klare Konzepte für den Tourismus im Land

Der BWIHK begrüßt das wichtige Signal der Landesregierung für die Tourismuswirtschaft. „Insbesondere die Gastronomie und das Beherbergungsgewerbe brauchen jetzt klare wirtschaftliche Perspektiven. Insofern ist es mehr als geboten, wenn in Länderverantwortung zeitnah Ausflugsverkehr, Tagestourismus und Reisen in den Destinationen des Landes wieder möglich gemacht werden“, so Martin Keppler, Hauptgeschäftsführer der für den BWIHK in Tourismusfragen federführenden IHK Nordschwarzwald.

Gleichzeitig fordert der BWIHK, einen konkreten Zeitplan sowie klare Hygiene- und Abstandsregelungen möglichst zügig zu kommunizieren, damit sich die Betriebe auf die Wiedereröffnung mit allen gegebenen Sicherheits- und Hygienevorkehrungen einrichten könnten. Laut des Verbands brauche es in grenznahen Regionen zwingend einheitliche Konzepte. „Es darf nicht sein, dass Destinationen wie der Bodensee und das an-grenzende Allgäu unterschiedlichen Kriterien und Zeitplänen folgen. Solche Wettbewerbsverzerrungen ersticken mögliche Erfolge im Keim und bringen Unruhe wie Unsicherheit bei Betrieben wie Konsumenten“, so Kepler.

06.05., 16:16 Uhr

Arbeitgeber fordern „Belastungsmoratorium“

Angesicht der Corona-Krise fordern die Metallarbeitgeber in Ostwürttemberg, alle noch im Koalitionsvertrag vorgesehenen Gesetzesprojekte aufzugeben, die die Wirtschaft belasten würden. „Wir brauchen jetzt dringend ein Belastungsmoratorium für unsere Unternehmen“, sagte der Geschäftsführer der Bezirksgruppe Ostwürttemberg des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Markus Kilian, am Mittwoch in Aalen: „Der Koalitionsvertrag gehört auf den Prüfstand. Alle noch geplanten bürokratischen und regulatorischen Einengungen der Wirtschaft müssen jetzt gestrichen werden. Auch im Wirtschaftsleben wird es eine ‚neue Normalität‘ geben müssen, nicht nur in der Gesellschaft.“ Südwestmetall fordert zudem „keine weiteren Einschränkungen von flexiblen Beschäftigungsmöglichkeiten“ sowie den Verzicht auf den von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil verfolgten Plan eines gesetzlichen Anspruchs auf Homeoffice. Diese dürfe „nicht kommen“. Statt die unternehmerischen Spielräume weiter einzuengen, müsse die Bundesregierung nun alle Anstrengungen darauf richten, die heimische Konjunktur wieder in Schwung zu bringen, fordert Kilian. 

05.05, 16:13 Uhr

Handwerker suchen Lehrlinge

Gute Nachrichten aus dem Handwerk: Trotz Coronakrise will jeder zweite Betrieb im Gebiet der Handwerkskammer Ulm auch in diesem Jahr junge Menschen ausbilden. Mehr in dieser Meldung

05.05., 14:40

Bosch AS plant Einsparungen

Nun hat sich auch der Konzern selbst zu den geplanten Einsparungen geäußert. Laut Unternehmen sei es in den Verhandlungen „nicht um einen weiteren Stellenabbau“ gegangen. Klar ist aber: Bosch muss und will wegen der Corona-Krise sparen. Mehr lesen Sie hier 

04.05., 09:46

Bosch AS plant offenbar weiteren Stellenabbau

Bei Gmünds größtem Arbeitgeber droht ein noch drastischerer Stellenabbau als geplant. Wie IG Metall und Betriebsrat am Montag mitteilten, plant Bosch AS offenbar weitere Einsparungen. Laut IG-Metall-Bevollmächtigten Roland Hamm droht der Abbau von weiteren bis zu 400 Stellen bis 2026. Damit würde der Standort bis zu diesem Jahr auf 2100 Stellen schrumpfen. Aktuell sind es rund 4600. Mehr lesen Sie hier

03.05., 14:23 

BWIHK will Ausbildungsbetriebe unterstützen

Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) appelliert an die 26.000 Betriebe im Südwesten ihr Ausbildungsengagement nicht zurückzufahren. „Viele Unternehmen in Baden-Württemberg befinden sich aufgrund der Corona-Pandemie in einer überaus schwierigen Lage. Für betroffene Unternehmen wird es schwieriger, die bestehenden Ausbildungsverhältnisse aufrecht zu erhalten und Ausbildungsplätze für das kommende Ausbildungsjahr anzubieten. Für die Zeit nach der Krise brauchen die Unternehmen aber gut ausgebildete Fachkräfte. Das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung ist ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung im Land. Der Bedarf an jungen, gut ausgebildeten Menschen wird nach der Krise wieder deutlich anwachsen“, sagt Marjoke Breuning, BWIHK-Vizepräsidentin.

Die Sicherung bestehender Ausbildungsverhältnisse und der Abschluss von neuen Verträgen zum Herbst diesen Jahres habe daher auch für die IHKs höchste Priorität. „Damit die Azubis auch in diesem Jahr zu ihrem Abschluss kommen und Schulabgänger im Herbst eine neue Ausbildung beginnen können, hat die IHK-Organisation Vorschläge in einem 10-Punkte-Programm erarbeitet, wie alle relevanten Akteure ihren Teil dazu beitragen können, die Ausbildung nachhaltig zu sichern“, sagt Breuning. Das 10-Punkte-Programm sieht unter anderem Kurzarbeitergeld für Azubis, die Vermittlung von Azubis aus insolventen Betrieben und einen Ausbau der Beratungsleistungen vor. „Den Ausbildungsbetrieben würde konkret geholfen werden, wenn sie Kurzarbeitergeld für Azubis ohne Einschränkungen beantragen könnten. Hier sehen wir kurzfristig großen Handlungsbedarf bei der Bundes- und Landespolitik“, sagt IHK-Vizepräsidentin Breuning.  

03.05., 10:20

Mehr als 10.000 Anträge bei der IHK

Seit Ende März prüft die IHK Ostwürttemberg Anträge von Unternehmen für die Soforthilfeprogramme von Land und Bund. Seither gingen bei der IHK mehr als 10 000 Anträge ein, die dort auf ihre Plausibilität geprüft wurden. Zahlreiche Unternehmen oder andere Berechtigte mit krisenbedingten Liquiditätsengpässen konnten finanziell über die L-Bank mit bis zu 30 000 Euro unterstützt werden, so die Kammer

30.04. 13:00

Deutlich mehr Arbeitslose, Zigtausende in Kurzarbeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im April stark gestiegen. Schuld ist die Coronakrise. Das teilt die Arbeitsagentur Aalen mit. Innerhalb nur eines Monats ist die Arbeitslosigkeit in Ostwürttemberg um 1128 Personen angestiegen.

„Wir nähern uns mit 9.732 Arbeitslosen in Ostwürttemberg seit langer Zeit wieder der 10 000er –Marke“, so Elmar Zillert, Chef der Arbeitsagentur Aalen. Im saisonalen Verlauf ist im April ansonsten üblicherweise ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Der Bestand an Arbeitslosen liegt mit einem Plus von 32,2 Prozent ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau. Sämtliche Personengruppen sind von dieser Entwicklung betroffen.

Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 3,9 Prozent. Im April 2019 betrug sie noch 3,0 Prozent. Im Ostalbkreis liegt die Quote bei 3,5 Prozent – hier stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum März um 834 Personen oder 15,5 Prozent. Im Kreis Heidenheim lag sie bei 4,8 Prozent.

Insgesamt stellten in den vergangenen zwei Monaten 3659 Betriebe eine Anzeige auf Kurzarbeitergeld. Davon entfielen 2739 auf den Ostalbkreis und 920 auf den Landkreis Heidenheim. Die Zahl der voraussichtlich betroffenen Beschäftigten, für welche die regionalen Betriebe seit März Kurzarbeit angezeigt haben, beläuft sich auf 58 293. Im Ostalbkreis sind voraussichtlich 43 392 Personen betroffen. 14 901 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die von Kurzarbeit betroffen sind gehören zu Betrieben im Landkreis Heidenheim.

30.04. 08:00

RUD-Erlau bietet Masken an

Das Aalener Traditionsunternehmen RUD hat sich daher entschlossen, zu einer gesicherten Versorgung mit Mundschutzmasken  beizutragen. Der zuständige RUD Bereichsleiter Stefan Weber betont, dass „wir Verantwortung übernehmen wollen und neben den großen hausinternen Anstrengungen zur Eindämmung der Pandemie auch in der Gesellschaft einen Beitrag leisten möchten.“  Der als Erlau bekannte Sanitärbereich des Unternehmens bietet ab sofort sogenannte Mund-Nase Masken der Leistungsklasse GB/T 32610 kurzfristig verfügbar an. Zu erwerben sind diese im Online-Shop des Unternehmens.

29.04., 16:03

Achtung, Betrüger! BWIHK warnt Firmen vor Betrugsversuchs-Emails

Aktuell berichten Antragsstellende in den Hotlines zur Corona-Hilfe von IHKn und Handwerkskammern über vermeintliche E-Mails der Landesbank Baden-Württemberg (L-Bank), mit welchen sie zur Preisgabe persönlicher Daten im Rahmen ihres Antragsverfahrens aufgefordert sind. So sehen die Emails aus:

Da solche E-Mails weder von den Kammern noch von der Landesbank verschickt werden, warnen die Kammern vor einer Reaktion vor solchen Daten-Phishing-Mails. Es geht ganz konkret um die Zusendung von Daten an die Emailadresse corona-zuschuss@l-bank.de.com. : „Wir bitten Sie als Hilfsempfänger, Antragsstellende oder Interessenten für die Soforthilfe BW, nicht ohne Rücksprache mit den Hotlines der Kammern oder der L-Bank auf E-Mails mit persönlichen Daten zu antworten. Derzeit geben sich die Betrüger als Prozessbeteiligte der L-Bank mit Logo und Gestaltung der Mail insgesamt aus, morgen könnten IHKs, der BWIHK, der BWHT oder einzelne Handwerkskammern nachgeahmt werden. Es ist deshalb Vorsicht und Rücksprache mit Prozessbeteiligten geboten", so die Kammern. Im Zweifel sollen Firmen die örtlichen IHKn oder HWKn oder die Hotline der L-Bank (0721 / 150-1770) kontaktieren. 

29.04.2020, 15:53

Handwerk fordert Steuerbonus

Die Handwerkskammer Ulm fordert in der aktuellen Corona-Krise einen zeitlich befristeten Steuerbonus für die Verbraucher. Wer Handwerker beauftragt, soll diese Kosten direkt von der Steuerlast absetzen durch einen eigenständigen Bonus mit Höchstbetrag von 12.000 Euro auf nicht allein haushaltsbezogene Leistungen. Mehr lesen Sie hier

29.04.2020, 12:31

Bosch mit Corona-Delle

Wegen des konjunkturellen Abschwungs und des Strukturwandels in der Autoindustrie ist der Umsatz des weltgrößten Zulieferers Bosch bereits 2019 um 0,9 Prozent auf 77,7 Milliarden Euro gesunken. Durch die Corona-Pandemie hat sich dieser Trend massiv verstärkt: Im ersten Quartal ging zum Beispiel der Umsatz des größten Unternehmensbereichs Mobility Solutions um 7,7 Prozent, im März gar um 19 Prozent zurück. Bosch reagiert mit massiver Ausweitung der Kurzarbeit. „Für 2020 können wir keine qualifizierte Prognose abgeben“, so Bosch-Vize Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer. Man unternehme „höchste Anstrengungen, um keine Verluste zu verzeichnen“. Bereits 2019 war die operative Ebit-Rendite auf 4,2 Prozent eingebrochen. „Wir befinden uns aktuell in einem Ausnahmezustand“, erklärt Bosch-Chef Volkmar Denner. 100 Werke habe man weltweit wegen der Corona-Pandemie zwischenzeitlich geschlossen, aktuell seien es noch 63 Werke, davon 22 in Europa.

Die bereits vor einigen Wochen vorgestellte Schnelltest, mit dem eine Corona-Infektion innerhalb von nur 2,5 Stunden festgestellt werden kann, sei aktuell besonders gefragt. Für 2020 rechnet Bosch mit dem Absatz von einer Million solcher Anlagen, 2021 will Bosch drei Millionen weltweit verkaufen. Ein Test-Nachfolger sei in der Entwicklung weit fortgeschritten. Er soll innerhalb von nur 45 Minuten Klarheit über eine Infektion bringen. In mehreren Werken stellt Bosch zudem Mundschutzmasken sowie Desinfektionsmittel her. Beides sei zunächst für die eigene Belegschaft vorgesehen.

28.04.2020, 16:06

Fein muss in Kurzarbeit

Der Umsatz des Gmünder Elektrowerkzeugherstellers Fein leidet unter der Pandemie. Deshalb hat das Unternehmen nun für alle 530 Mitarbeiter in Deutschland Kurzarbeit angemeldet. Mehr lesen Sie hier

28.04.2020, 12:07 Uhr

Bauwirtschaft fordert "Drei-Punkte-Plan"

Die Landesvereinigung Bauwirtschaft Baden-Württemberg fordert mit Blick auf den wirtschaftlichen Neustart im Zuge der Corona-Krise gezielte Impulse zur Sicherung und Reaktivierung der Investitionsbereitschaft. Dazu gehören ein Konjunkturpaket für Kommunen, die Fortsetzung der erhöhten Abschreibungen im Mietwohnungsbau sowie die Weiterführung des Baukindergeldes.

28.04.2020, 11:43 Uhr

Stihl mit Einbußen im zweiten Quartal

Und ein Blick in den Nachbarkreis Rems-Murr. Dort hat der Motorsägenbauer Stihl heute Jahreszahlen präsentiert. Der Umsatz ist im vergangenen Jahr um vier Prozent auf 3,93 Milliarden Euro gewachsen. 2020 werde sich hingegen die Corona-Pandemie auswirken. Im ersten Quartal lagen die Erlöse aber trotz erster Auswirkungen auf Vorjahresniveau. "Da die Händlergeschäfte in einer Reihe von Ländern geschlossen sind, gehen wir von einem nennenswerten Rückgang im zweiten Quartal aus“, erklärt Vorstandschef Bertram Kandziora, fügt aber hinzu: „Mittelfristig bleiben wir optimistisch.“ Man versuche nun, „Arbeitsplätze zu sichern und, soweit es möglich ist, weiter zu produzieren und unsere Händler zu beliefern“. 

28.04.2020, 09:59 Uhr

Maschinenbauer spüren die Krise

Ein Großteil der Betriebe im Südwesten rechnet mit erheblichen Einbußen. Der VDMA fordert ein Eingreifen des Staates, um den Markt wieder anzukurbeln. Mehr lesen Sie hier

27.04.2020, 15:18

Handel klagt über massive Umsatzeinbußen

Die Wiedereröffnung der Läden scheint bis dato für wenig Entspannung unter den Einzelhändlern im Land zu sorgen. Laut Handelsverband beklagen die Betrieb massive Umsatzeinbrüche von bis zu 80 Prozent und eine stark verringerte Kundenfrequenz. In einer Kurz-Umfrage des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW) unter mehr als 200 Händlern in Baden-Württemberg bewertete eine deutliche Mehrheit (75 Prozent) den Umsatz in den ersten Tagen nach der Wiedereröffnung mit „ausreichend“ oder „sehr schlecht“. Die seit diesem Montag geltende Maskenpflicht, die der Handel ausdrücklich befürwortet und voll unterstützt, belaste die Branche zusammen mit den umfassenden, notwendigen Hygienemaßnahmen finanziell zusätzlich, sagte Verbandspräsident Hermann Hutter. 

24.04.2020, 11.30

DGB mit Kritik an Kurzarbeit-Regelung

Der Koalitionsausschuss hat sich auf eine Aufstockung des Kurzarbeitergelds geeinigt. Diejenigen, die derzeit um mindestens 50 Prozent weniger arbeiten, erhalten somit ab dem vierten Monat des Bezugs 70 Prozent, beziehungsweise 77 Prozent für Haushalte mit Kindern, und ab dem siebten Monat des Bezuges 80 Prozent, beziehungsweise 87 Prozent für Haushalte mit Kindern. Die Aufstockungsregelung ist befristet bis 31. Dezember 2020

Josef Mischko, amtierender DGB-Ostalb-Vorsitzender begrüßt im Grundsatz die neue Regelung, sieht sie jedoch an manchen Punkten auch kritisch: „Die beschlossenen Aufstockungen des Kurzarbeitergelds gelten leider nicht vom ersten Monat des Bezugs an, das ist für viele Betroffene höchstproblematisch. Als „inakzeptabel“ bezeichnet Mischko die getroffene Vereinbarung, dass die geforderten Aufstockungen in Höhe von mindestens 80 Prozent erst nach 7 Monaten eintritt. Die Aufstockung in Höhe von mindestens 80% hätte laut Mischko in dieser Ausnahmesituation direkt erfolgen müssen. Besonders bedauerlich sei außerdem, dass es auch weiterhin keine Diskussion über Beschäftigte, die ihre Kinder betreuen müssen, geführt wird. So gäbe es keine neuen Regelungen bei Arbeitsausfall wegen Kinderbetreuung.

22.04.2020, 18:15 Uhr

Handwerkskammer Ulm fordert Bonus für Ausbildungsbetriebe

Rund 42,3 Millionen Euro an Soforthilfen sind inzwischen fürs Handwerksbetriebe zwischen Ostalb und Bodensee geflossen. Bisher haben 6.621 Handwerker der insgesamt 19.500 Handwerksbetriebe zwischen Ostalb und Bodensee diese Hilfe beantragt, teilt die Handwerkskammer Ulm mut. Gleichzeitig setzt sich die Kammer für einen Ausbildungsbonus ein, solange Betriebe kein Kurzarbeitergeld für Auszubildende erhalten. Das Land solle die Ausbildungsbetriebe mit einem Zuschuss unterstützen, indem es für Lehrlinge in Betrieben mit Kurzarbeit in den ersten sechs Wochen die Vergütung seitens des Landes übernimmt. Andere Länder wie beispielsweise Sachsen stützen ihre Ausbildungsbetriebe bereits damit. HWK-Hauptgeschäftsführer Dr. Tobias Mehlich: „Wir dürfen in dieser Krise nicht die Auszubildenden und ihre Betriebe vergessen. Sonst nimmt das duale System Schaden.“

22.04.2020, 13:18 Uhr

Handel begrüßt Enscheidung der Landesregierung und fordert Entschädigung

Der Handelsverband Baden-Württemberg (HBW) hat die Entscheidung der Landesregierung, wonach auch Geschäfte ab 800 Quadratmeter wieder öffnen dürfen, und ruft alle Kunden und Händler zur Einhaltung der Hygienerichtlinien auf. Gleichzeitig lobt der HBW den Nothilfefonds für Gastronomie - und fordert gleiche Entschädigung für den seit 18.3. "zwangsgeschlossenen mittelständischen Einzelhandel". In einem Brief an den Ministerpräsidenten und die Landesregierung schreibt der Verband: „Stirbt der Einzelhandel in den Innenstädten, ändern sich dort die Strukturen durch die Krise gewaltig – zum Schaden aller, die dort leben, arbeiten und ihre Betriebe haben.“

20.04.2020, 20:27 Uhr

Wagenblast insolvent - Insolvenzverwalter sieht Coronakrise als Auslöser

Die Autohandelsgruppe Wagenblast ist insolvent. Laut Insolvenzverwalter Ulrich Hörmann ist die Corona-Krise der Auslöser - allerdings nicht der einzige Grund. Mehr lesen Sie hier

17.04.2020, 15:18 Uhr

BWIHK fordert: Alle Läden sollen öffnen dürften

Zur derzeitigen Ausarbeitung der Landesverordnung für die Betriebsöffnungen am kommenden Montag sagt Prof. Dr. Peter Jany, Hauptgeschäftsführer der für die im BWIHK in Handelsfragen federführenden IHK Bodensee-Oberschwaben: „Ab Montag sollte es für alle Läden unabhängig von deren maximalen Verkaufsfläche möglich gemacht werden, dann zu öffnen, wenn die Betreiber die nötigen Hygienebedingungen erfüllen und die Verkaufsflächen auf 800 Quadratmeter beschränkt werden." Auch andere Landesregierungen hätten sich dementsprechend schon positioniert. Jetzt hoffe auch die Wirtschaft in Baden-Württemberg auf eine entsprechende Regelung, "die auch unter Wettbewerbsgesichtspunkten eine faire Lösung wäre". 

17.04.2020, 13:03

VR-Bank Ostalb öffnet sechs Geschäftsstellen wieder - neuer Förderkredit

Die VR-Bank Ostalb will ein „erstes Signal Richtung Normalität senden“ und hat erklärt, ab kommender Woche wieder den bedienten Service in einigen Geschäftsstellen aufzunehmen. Ab Donnerstag, 23. April, sind die Geschäftsstellen Bopfingen, Ebnat, Essingen, Hüttlingen, Waldstetten und Wasseralfingen dienstags von 10 bis 12 sowie donnerstags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Und: Es gibt es einen neuen Förderkredit für kleinere Gewerbetreibende. Mehr lesen Sie hier

16.04.2020, 15:36

38 Millionen Euro für Handwerker

Nach drei Wochen Soforthilfeprogramm für Betriebe mit Liquiditätsengpässen durch die Corona-Krise zieht die Handwerkskammer Ulm Zwischenbilanz. 6.056 Anträge auf Soforthilfe sind bis dato von den 19.500 Handwerksbetrieben zwischen Ostalb und Bodensee eingegangen. Die Handwerkskammer Ulm koordiniert mittlerweile auch die Vergabe und ggfls. Empfehlung zur Auszahlung der Bundesförderungen. Knapp 3.800 der eingegangenen Anträge sind bereits positiv geprüft und zur Auszahlung an die L-Bank empfohlen worden. Damit hat allein die Handwerkskammer Ulm insgesamt fast 38 Millionen Euro an Fördersummen bearbeitet und empfohlen. 13 Prozent der Anträge stammen aus dem Alb-Donau-Kreis, rund 10 Prozent aus dem Stadtkreis Ulm, rund 10 Prozent aus dem Landkreis Biberach, 8 Prozent aus dem Landkreis Heidenheim, fast 20 Prozent aus dem Ostalbkreis, knapp 16 Prozent aus dem Bodenseekreis und rund 21 Prozent aus dem Landkreis Ravensburg.

16.04.2020, 12:10

Firmen stellen gemeinsam Schutzausrüstung her

Die Firmen Hachtel, Renz und Susa haben gemeinsam in Rekordzeit komplette Produktionslinien für Gesichtsschutzschilder aufgebaut. Mehr lesen Sie hier

16.04.2020, 11:08 Uhr

BWIHK fordert Task-Force im Land, um Betrieben zu helfen

Wolfgang Grenke, Präsident des BWIHK, hat sich anlässlich der Lockerungen für einige Betriebe für die Bildung einer Kommission bestehend aus Regierungsvertretern und Vertretern der Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft ausgesprochen. Diese sei wichtig, um weitere Zeitpläne und Maßnahmenpakete auszugestalten. "Zum Erreichen der allgemeinen staatlichen Ziele bedarf es individueller betrieblicher Maßnahmen zum Infektionsschutz. Diese Maßnahmen sind aber unabhängig von Maßstäben wie der Größe der Verkaufsfläche oder Branchenzugehörigkeit zu leisten. Zur Unterstützung der Betriebe sollten konkrete Vorlagen für die Umsetzung des Infektionsschutzes vorhanden sein."

Die gestrig vorgestellte Lockerung der Maßnahmen begrüßte er: "Landesregierung und Wirtschaft müssen dafür eine gemeinsame Strategie fürs breite Wiederanfahren der Wirtschaft entwickeln. Denn alle Unternehmen brauchen jetzt klare Perspektiven – unabhängig von Größe oder Branchenzugehörigkeit."

16.04.2020, 10:16 Uhr

Maschinenbauer im Krisenmodus

Nicht nur der Voith-Konzern spürt die Auswirkungen der Coronakrise. Eine Studie der LBBW prophezeit Deutschlands Vorzeigebranche einen Produktionsrückgang von rund 30 Prozent. Dabei spürten die Maschinenbauer schon vor der Pandemie einigen Gegenwind. Mehr lesen Sie hier

15.04.2020, 14:10

Voith plant Kurzarbeit an allen deutschen Standorten

Wie der Heidenheimer Maschinenbaukonzern mitteilt, prüfe man gemeinsam mit den Betriebsräten die Einführung von Kurzarbeit an allen deutschen Standorten ab Mai. Das Unternehmen analysiere, in welchen Bereichen die Maßnahme möglich und notwendig ist. Nach heutigem Stand könne die Einführung von Kurzarbeit ab Anfang Mai 2020 erfolgen, je nach benötigtem Umfang für jeden Standort und Bereich spezifisch, so Voith weiter. Weiterhin werden laut des Konzerns alle leitenden und außertariflichen Angestellten in Deutschland sowie die Voith-Konzerngeschäftsführung einen Beitrag leisten und auf zehn Prozent ihres Monatseinkommens im Mai 2020 verzichten.

„Wir müssen jetzt zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung unseres Unternehmens einleiten. Wir sind überzeugt, mit diesem Schritt eine weitere wichtige Maßnahme im Sinne einer nachhaltigen Zukunftssicherung unseres Unternehmens umzusetzen und danken allen Mitarbeitern und Führungskräften für ihre Unterstützung und ihren Beitrag“, erklärt Voith-Chef Dr. Toralf Haag.

15.04.2020, 13:58

BWIHK fordert weitere Anpassung der Steuerregeln

Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) spricht sich für einen vorgezogenen Verlustrücktrag im laufenden Kalenderjahr aus, um Betriebe in dieser Krisensituation zu entlasten und zu retten. „Bund und Land haben zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzumildern. Aber es gibt noch Nachbesserungsbedarf, vor allem hinsichtlich der Hilfen für den Mittelstand“, sagt BWIHK-Vizepräsidentin Marjoke Breuning. Gerade Unternehmen, die über den Schwellenwerten der Soforthilfeprogramme liegen, bräuchten dringend Unterstützung. Neben den bereits getroffenen steuerpolitischen Maßnahmen, wie der Steuerstundung oder angepassten Steuervorauszahlungen, könnten Betriebe insbesondere durch Anpassungen bei der steuerlichen Berücksichtigung der aktuellen krisenbedingten Verluste entlastet werden. „Der sogenannte Verlustrücktrag muss so geändert werden, dass krisenbedingte Verluste des laufenden Jahres unverzüglich mit Gewinnen aus dem Vorjahr verrechnet werden. Das bringt schnell Liquidität“, so Breuning

14.04.2020, 14:54

Neue Formulare für Soforthilfe

Das Wirtschaftsministerium hat im Hilfeprogramm die Antragsformulare geändert, das teilt die IHK Heidenheim mit.  Betriebe mit bis zu zehn Vollzeitbeschäftigten können nur noch die Corona-Soforthilfe BUND beantragen. Darauf weist die IHK Ostwürttemberg hin. Betriebe mit mehr als 10 und bis zu 50 Beschäftigten (Vollzeit) weiter die Corona-Soforthilfe LAND. Anträge mit alten Formularen sind gemäß Vorgabe des Wirtschaftsministeriums ab sofort ungültig und müssen neu gestellt werden. Unverändert appelliert die IHK an die Betriebe im Antragsverfahren Gründlichkeit vor Schnelligkeit walten zu lassen. Für Antragsteller, deren Antrag bereits an die L-Bank übermittelt wurde, ändert sich jedoch nichts.

14.04.2020, 14:15 Uhr

SHW AG streicht Dividende

Aktionäre der Aalener SHW AG müssen in diesem Jahr auf ihre jährliche Auszahlung verzichten. Das Unternehmen mit Blick auf die Folgen der Corona-Pandemie beschlossen, in diesem Jahr keine Dividende zu zahlen. Ursprünglich sollten die Anteilseigner 4 Cent pro Aktie erhalten. „Die negativen Auswirkungen und die Dauer der COVID-19-Pandemie sind derzeit nicht absehbar”, teilte die AG mit. Mit dem Schritt wolle man die die Innenfinanzierungskraft und Flexibilität des Unternehmens zusätzlich stärken. 

09.04.2020 17:30

Handelsverband: Geschäfte ab 20. April öffnen

Der Handelsverband Baden-Württemberg (HBW) fordert die Wiedereröffnung der Geschäfte ab dem 20. April. Der HBW appelliert an die Landesregierung, die Einzelhandelsgeschäfte ab 20. April wieder zu öffnen – soweit der Verlauf der Pandemie dies zulasse. In einem sogenannten "Smart Reopening" würden sich die Händler möglichst bundeseinheitlich geltenden und damit planbaren und verlässlichen geltenden Hygieneverordnungen unterwerfen, um Mitarbeiter und Kunden bestmöglich zu schützen. „Das ist unser Versprechen und daran lässt sich der Handel sehr gerne messen, so das Versprechen des HBW an Ministerpräsident, Wirtschaftsministerin und die übrige Landesregierung und Politik im Land. „Ohne diese Perspektive stehen viele Betriebe vor dem Aus“, sagt HBW-Präsident Hermann Hutter. 

09.04.2020 15:00

33 Millionen Soforthilfe für Handwerker

Seit nun zwei Wochen können Handwerksbetriebe mit Liquiditätsengpässen aufgrund der Corona-Krise bei der Handwerkskammer Ulm Soforthilfe-Zuschüsse aus dem Programm des Landes Baden-Württemberg abrufen. 5.545 Handwerker der insgesamt 19.500 Handwerksbetriebe zwischen Ostalb und Bodensee haben das gemacht. 82 Prozent der Soforthilfeanträge kommen von kleinen Betrieben mit bis zu fünf Mitarbeitern. 10 Prozent von Betrieben mit bis zu 10 Mitarbeitern und 8 Prozent von Betrieben mit bis zu 50 Mitarbeitern. 17 Prozent aller im Land gestellten Anträge auf finanzielle Soforthilfe stammen aus dem Handwerk. Das entspricht dem Verhältnis der Branchenzweige in Baden-Württemberg. Die Handwerkskammer Ulm hat 5.029 Anträge bereits verarbeitet, geprüft und ggf. zur Auszahlung an die L-Bank empfohlen bzw. abgelehnt. 3.259 davon sind bereits der L-Bank zur Zahlung empfohlen worden. Das entspricht einer bearbeiteten und zur Auszahlung empfohlenen Fördersumme von 33 Millionen Euro. Rund 25 Prozent der gestellten Anträge befinden sich noch in Abstimmung und Nachbearbeitung mit den Antragstellern. 

08.04.2020 16:00

Voith spendet Versorgungsaggregat

Aufgrund einer Vereinbarung zwischen dem Oberbürgermeister der Stadt Heidenheim, Bernhard Ilg, dem Landrat des Kreises Heidenheim, Peter Polta, dem Vorsitzenden der Konzerngeschäftsführung der Voith Group, Dr. Toralf Haag, und dem Beiratsvorsitzenden der Hanns- Voith-Stiftung, Dr. Michael Rogowski, ist die Beschaffung eines dringend benötigten stationären Versorgungsaggregats für Sauerstoffabgaben für das Klinikum Heidenheim auf den Weg gebracht werden. Mit dem neuen Gerät können 84 Betten mit Sauerstoff versorgt werden. 

Der größte Arbeitgeber Heidenheims, die Voith Group, übernimmt gemeinsam mit der Hanns-Voith-Stiftung die Kosten für das neue Versorgungsaggregat. Patienten, die schwer an COVID-19 erkranken, sind auf künstliche Beatmung angewiesen. „Gerade in Zeiten wie diesen ist es für Voith wichtig, seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen. Daher hat der Konzern sofort seine finanzielle Unterstützung bei der Beschaffung eines zusätzlichen Gerätes für Sauerstoffabgaben für das Heidenheimer Klinikum angeboten“, so Dr. Toralf Haag, CEO der Voith Group.

08.04.2020 08:00

Textilbranche stellt auf Maskenproduktion um

Bekleidungsläden sind geschlossen, dafür werden Masken und OP-Schutzkittel dringend gebraucht. Große Teile der heimischen Textilbranche fertigen deshalb in ihren Nähereien Gesundheits- und Hygieneartikel - Triumph und Susa in Heubach, Strenesse in Nördlingen und viele mehr. Zwei findige Unternehmer haben unterdessen einen Apparat entwickelt, der gebrauchte Mundschutzmasken für die Wiederverwendung sterilisiert.

08.04.2020 06:30

IHK-Weiterbildung nur noch online

Aufgrund des Corona-Virus ist bei der IHK Ostwürttemberg seit 17. März der Präsenzunterricht eingestellt und bleibt dies nach momentaner Sachlage noch bis 19. April. Rund 20 Lehrgänge bereiten auf eine IHK-Weiterbildungsprüfung vor. Deshalb hat die Weiterbildungsabteilung der IHK Ostwürttemberg für alle Angebote, ob Ausbilder, Fachwirt, Betriebswirt oder Industriemeister die Möglichkeit geschaffen, den größten Teil des Lernstoffes dieser Zeit online zu lernen. Cornelia Kirchmayr, Leiterin der IHK-Weiterbildung: „Dank des Engagements der Dozenten, der Bereitschaft der Teilnehmer und dem Willen beider, aus dieser schwierigen Zeit das Beste zu machen, läuft der Online-Unterricht seit letzter Woche nahezu problemlos. Ziel ist es so, die Chance auf einen guten Abschluss in der vorgesehen Zeit zu ermöglichen.“

07.04.2020 08:00

Krankenkasse bietet Online-Therapie

Viele Menschen mit psychischen Belastungen wie Depressionen, Ängsten oder Burnout sind in der aktuellen Situation zusätzlich verunsichert. Di IKK classic unterstützt die Betroffenen mit dem ganzheitlichen, digitalgestützten Therapieangebot „valecura“, das ein wissenschaftlich fundiertes und nachweislich wirksames Online-Therapieprogramm mit professioneller telefonischer Begleitung kombiniere, so die Kasse Auch niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten können eingebunden werden.

Hubert Fischinger, Regionalgeschäftsführer der IKK classic in Aalen, sagt: „Mit „valecura“ bieten wir den Betroffenen ein innovatives Versorgungsprogramm an, das sie von zu Hause aus auf dem Smartphone absolvieren können.“ Versicherte, die das Programm nutzten, könnten außerdem bei psychischen Krisen jederzeit einen Psychologen aus dem „valecura“-Team anrufen. 

06.04.2020, 18:00

Handwerk: Personalausfall und gestörte Lieferketten

Eine Umfrage der Handwerkskammern im Land unter ihren Mitgliedern zeigt, dass derzeit 36 Prozent der Betriebe mit coronabedingtem Personalausfall zu kämpfen haben. Das teilt die Handwerkskammer Ulm mit. Besonders belastet sind die Gesundheitshandwerker und persönlichen Dienstleister. Dadurch kann es in einzelnen Fällen zu Verzögerungen in der Kundenversorgung kommen. 

Aber auch gestörte oder unterbrochene internationale Lieferketten bereiten den Betrieben Sorgen. 31 Prozent der Betriebe sind von Versorgungsschwierigkeiten betroffen. Ihnen fehlen dringend benötigte Materialien, Vorprodukte, Komponenten oder Betriebsmittel. Dadurch werden Angebote handwerklicher Dienstleistungen und Produkte manches Mal knapp bzw. verzögert. Besonders von den Lieferproblemen betroffen sind die Bau- und Ausbauhandwerke sowie die Handwerke für den gewerblichen Bedarf und den Kfz-Bereich, wo jeweils mehr Betriebe als im gesamthandwerklichen Durchschnitt von entsprechenden Engpässen berichten.

06.04.2020, 15:00

Studierende sorgen sich

Wie läuft das Studium in Corona-Zeiten? Wie gut sind die deutschen Universitäten und Hochschulen digital aufgestellt? Diese Fragen stellen sich derzeit knapp drei Millionen Studierende zum Semesterstart am 20. April. 91 Prozent der Studierenden machen sich Sorgen zum Studienverlauf während der Corona-Krise. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Online-Umfrage von Prof. Dr. Constance Richter von der Hochschule Aalen und Philip Dunkhase von der Leuphana Universität Lüneburg.
Mehr als 10.000 Studierende nahmen an der Online-Umfrage teil.

Danach fürchtet fast jeder Dritte eine Verdichtung des Stundenplans mit mehr Prüfungen, 31 Prozent der Befragten sorgen sich außerdem darum, dass sie ihr Studium um ein weiteres Semester verlängern müssen. Für jeden Zehnten der befragten Studierenden sind die Existenzängste durch den Wegfall ihrer Nebenjobs oder die Umstellung auf Online- Vorlesungen die größte Sorge. Bei der Frage: „Wie soll dein Studium in der Corona- Krise weitergehen?“ sind die deutschen Studierenden derzeitig zwiegespalten. 53 Prozent der Befragten stimmten für Online-Vorlesungen, 19 Prozent bevorzugen Präsenz-Vorlesungen und 18 Prozent möchten in der Corona-Krise lieber ein Semester ohne Studiengebühren pausieren.


6.04.2020, 06:00

"Jedem zehnten Mittelständler droht die Pleite"

Die Metallarbeitgeber in der Region Ostwürttemberg drängen angesichts des von der Corona-Krise ausgelösten massiven wirtschaftlichen Einbruchs auf Verbesserungen beim Rettungsschirm der Bundesregierung. Denn viele mittelständische Betriebe mit mehr als zehn Mitarbeitern drohen durch das Netz der Unterstützungsmaßnahmen des Bundes zu fallen.

„Damit kein Missverständnis entsteht: Wir begrüßen es, dass die Bundesregierung mit einem gewaltigen Rettungspaket die Unternehmen stabilisieren will. Allerdings tut sich zwischen den Sofortzuschüssen für Kleinstunternehmen und den direkten Kapitalspritzen für große Unternehmen noch eine gefährliche Lücke bei mittelständischen Unternehmen auf“, sagte der Geschäftsführer der Bezirksgruppe Ostwürttemberg des Arbeitgeberverbands Südwestmetall, Markus Kilian, am Freitag in Aalen: „Denn die Liquiditätslücke bei mittelständischen Unternehmen kann bei Umsätzen nahe Null und unsicherer Perspektive in vielen Fällen nicht mit Kreditprogrammen im banküblichen Verfahren geschlossen werden. Der Staat muss deshalb umgehend auch den Mittelstand mit direkten Zuschüssen unterstützen.“

Wenn es nicht gelinge, die Unternehmen schnell mit ausreichender Liquidität zu versorgen, käme es unweigerlich zu einer Insolvenzwelle, warnte der Bezirksgruppen-Geschäftsführer. Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) drohe jedem zehnten mittelständischen Unternehmen die Pleite.

03.04.2020, 15:31

Handelsverband lobt Ausweitung des Hilfsprogramms 

Das Land will den Corona-Rettungsschirm ausweiten und künftig auch Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten unterstützen. Mit der so genannten Liquiditätsbrücke soll Unternehmen mit 50 bis 250 Mitarbeitern geholfen werden. Vorgesehen ist jetzt eine Unterstützung mit zinslosen Krediten in Höhe von bis zu 750 000 Euro je Unternehmen. „Das ist ein richtiger und wichtiger Schritt in die richtige Richtung, über den wir uns sehr freuen“, sagte HBW-Präsident Hermann Hutter. „Jetzt wird es aber entscheidend sein, dass die geplanten Kredite schnell ausbezahlt werden, um viele Tausende familiengeführte Fachgeschäfte vor dem Aus zu retten.“ (rs)

03.04.2020 12:46

IHK Ostwürttemberg registriert mehr als 6000 Hilfsanträge

Seit dem Start des Soforthilfeprogramms der Landesregierung am 25. März sind bei der IHK Ostwürttemberg in Heidenheim bisher 6301 Anträge aus der Region zur Prüfung der Plausibilität eingegangen. Davon wurden bereits 5095 Anträge geprüft. 2695 Anträge hat die IHK an die L-Bank zur finalen Entscheidung weitergeleitet. 2400 Anträge müssen von den Unternehmen nachgearbeitet werden. (rs) Zum Artikel

03.04.2020, 11:34 Uhr

Jobcenter Ostalbkreis schaltet neue Hotline für Solo- und Kleinunternehmer

Beim Jobcenter können ab sofort Solo- und Kleinunternehmer, die aufgrund der Corona-Krise ihren persönlichen Bedarf nicht mehr decken können, SGB-II-(Hartz IV)-Leistungen beantragen. Das Jobcenter hat dafür eine neue Telefon-Hotline unter 07361 980-5000 und eine zentrale E-Mail Adresse jobcenter-selbststaendige@ostalbkreis.de eingerichtet. Die Hotline ist erreichbar: Montag bis Mittwoch: 8 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr, Donnerstag: von 8 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr, sowie am Freitag: von 8 bis 12 Uhr

03.04.2020, 10:14 Uhr

Fein spendet Atemschutzmasken ans Stauferklinikum

Der Elektrowerkzeughersteller aus Bargau hat 2500 Atemschutzmasken und 1800 Schutzhandschuhe an das Stauferklinikum in Schwäbisch Gmünd gespendet. „Wir nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung als Unternehmen sehr ernst“, begründet Janek Jaspaert, Geschäftsführer von Fein, die Spende. „In diesen herausfordernden Zeiten ist es wichtiger denn je, sich gegenseitig zu unterstützen.“ (rs)

02.04.2020, 16.15 Uhr

Barmer: Mehr Krankschreibungen

Die Zahl der Krankschreibungen unter den neun Millionen Versicherten der Krankenkasse Barmer ist aufgrund akuter Atemwegserkrankungen massiv angestiegen. Während in der zehnten Kalenderwoche (2. bis 6. März) rund 95.000 Versicherte mit Atemwegsproblemen arbeitsunfähig waren, waren es in der zwölften Kalenderwoche (16. bis 20. März) bereits 135.000 Versicherte. Dies entspricht einem Anstieg von rund 42 Prozent innerhalb von zwei Wochen. Ein Grund: Seit der elften Kalenderwoche können niedergelassene Ärzte Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege nach telefonischer Rücksprache krankschreiben. Dies soll die Praxen angesichts der Corona-Pandemie entlasten und soziale Kontakte minimieren. Barmer rechnet auch in den kommenden Wochen mit einem deutlichen Ansteig. (rs)

02.04.2020, 12:35 Uhr

Neue Termine für Azubi-Abschlussprüfungen

Die schriftlichen Abschlussprüfungen in Baden-Württemberg werden für nahezu alle Berufe gemeinsam mit den Berufsschulen im Land nach jetzigem Stand in der Zeit vom 23. bis zum 25. Juni 2020 nachgeholt. Dies teilt der BWIHK mit. Alle Ausbildungsbetriebe und Azubis werden von der jeweils zuständigen IHK informiert. (rs)

02.04.2020, 11:36 Uhr

Coronakrise lässt Umsatz bei Meditec stagnieren - Prognose kassiert

Der jahrelange Wachstumskurs bei Carl Zeiss Meditec ist durch die Corona-Pandemie gestoppt worden: Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 stagnierte der Umsatz bei 345 Millionen Euro (Vorjahr: 343,5 Millionen Euro). Wegen der Coronakrise erwartet das Unternehmen "eine signifikante Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr".  Die genauen Halbjahreszahlen gibt Meditec erst am 11. Mai bekannt. Die eigene Prognose hat die Firma kassiert: "Eine verlässliche Vorhersage der Geschäftsentwicklung ist derzeit nicht möglich. Aus diesem Grund hält die Unternehmensleitung der Carl Zeiss Meditec an dem am 6. Dezember 2019 veröffentlichten Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2019/20 nicht länger fest", teilte Meditec mit. (rs)

02.04.2020, 09:46 Uhr

„Gefährliche Lücke beim Mittelstand“

Südwestmetall-Geschäftsführer Markus Kilian warnt vor einer Finanzierungslücke für mittelständische Unternehmen in der Coronakrise. Zudem fordert er die Möglichkeit, die Kurzarbeit auf 24 Monate zu erweitern. Zum Interview

01.04.2020, 17:43 Uhr

Mehr als 190.000 Anträge auf Corona-Soforthilfe des Landes

Wie der Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) und der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT) in einer gemeinsamen Nachricht mitteilen, sind bereits mehr als 190.000 Anträge auf Soforthilfe aus dem Landesprogramm Baden-Württemberg eingegangen. „Von dieser enormen Antragsmenge konnten über zwei Drittel der Eingänge bearbeitet und weitergereicht werden", erklärt BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke. Die IHKn und Handwerkskammern haben die Aufgabe, die Anträge zu prüfen, bevor sie an die L-Bank weitergereicht werden können. Die Anträge verteilen sich zu über 80 Prozent auf die IHKn, fast 20 Prozent kommen aus dem Handwerk. (rs)

31.03.2020 17:05 Uhr

Burger-King-Betreiber muss sich sanieren

Die Toma Gastro mit Sitz in Ellwangen hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Unternehmen betreibt von Ellwangen aus sechs Burger-King-Filialen Regensburg, Himmelkron (bei Kulmbach), Schlüsselfeld (bei Bamberg), Herrieden (bei Ansbach), Schnaittach (bei Nürnberg) und Amberg. Der Umsatz sei im März um 50 Prozent eingebrochen. Das Unternehmen beschäftigt 150 Mitarbeiter. (rs) Zur Meldung

31.03.2020, 15:34

Palm-Werke laufen auf Hochtouren

Die Coronakrise lässt den Bedarf an Lebensmitteln und Arzneien steigen. Die müssen verpackt werden. Davon profitiert die Papierfabrik Palm. Wie das Unternehmen mitteilt, laufen alle 33 Betriebe der Unternehmensgruppe auf vollen Touren. (rs) Hier geht's zur Meldung.

31.03.2020, 13:43 Uhr

198 Millionen Euro Förderung für Ellwangen

...und nochmal Varta. Wie CDU-Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter und CDU-Landtagsabgeordneter Winfried Mack heute mitteilten, erhält das Unternehmen rund 198 Millionen Euro von Bund und Land, um Batterienforschung und -entwicklung weiter auszubauen. "Das macht gerade in Zeiten wie diesen Mut und Lust auf die Zukunft", so Kiesewetter. (rs) Zur Meldung 

31.03.2020, 10:22 Uhr

Varta will Umsatz verdoppeln

Trotz der Corona-Pandemie sieht sich der Varta-Konzern bestens gerüstet. Der Umsatz soll 2020 von zuletzt rund 363 Millionen auf 700 bis 800 Millionen Euro steigen. Das teilte das Unternehmen heute mit. Zur Meldung

30.03.2020, 18:15 Uhr

Kurzarbeit bei SHW AG

Der Autozulieferer mit Sitz in Aalen reagiert auf die angekündigten Produktionseinschränkungen seiner Kunden, als einer der wichtigsten gilt VW. Mit Kurzarbeit sichere man Liquidität des Unternehmens, so eine Sprecherin. Eine Werksschließung sei derzeit nicht geplant. "Wie die Kurzarbeit an den jeweiligen Standorten gestaltet wird, steht noch nicht fest. Wir befinden uns derzeit in der Vorbereitung", heißt es weiter in einem Statement des Unternehmens. Da die aktuelle Entwicklung der COVID-19-Ausbreitung eine tägliche Neueinschätzung erfordere, sei "eine gesicherte Abschätzung des weiteren Geschäftsverlaufs für das Geschäftsjahr 2020 derzeit nicht möglich". Eine aktualisierte Prognose könne derzeit ebenfalls nicht getroffen werden. (rs)

30.03.2020 17:00

Voith verhängt Corona-Zwangsurlaub

Der Heidenheimer Maschinenbauer Voith hat zwei Drittel seiner 4300 Mitarbeiter am Stammsitz für zwei Wochen in die Zwangspause geschickt. Zum Schutz vor Covid-19 sind alle Konzernbereiche sowie die Verwaltung am Standort Heidenheim vom 30. März an bis zum 14. April in Betriebsferien. Das teilte der Konzern in einer Presserklärung mit.

In Heidenheim sind 2.900 Mitarbeiter betroffen. Rund ein Drittel der Belegschaft arbeitet weiter und erledigt Kundenaufträge. Neben dem Schutz der Mitarbeiter seien die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein Grund für die Maßnahmen. (ham)

30.03.2020, 13:48

Varta AG hält in Coronakrise an Investitionen fest - Sicherheitsmaßnahmen ergriffen

Wie alle Wirtschaftsunternehmen hat auch die Varta AG auf die Coronakrise mit zahlreichen Maßnahmen und Einschränkungen reagiert. Wie Konzernsprecherin Nicole Selle auf Anfrage mitteilt, setzt das Unternehmen auf erhöhte Hygienestandards. Meetings und Veranstaltungen werden möglichst durch Telefon- und Videokonferenzen ersetzt, Dienstreisen vermieden. Mitarbeiter außerhalb der Produktion arbeiten vielfach im Home-Office. Das Unternehmen hat die Beschäftigten gebeten, Überstunden und Resturlaub abzubauen. An den Produktionsstandorten in Ellwangen und Nördlingen arbeiten die Mitarbeiter weiterhin in drei Schichten. Die Schichten sind nun voneinander isoliert – zwischen den einzelnen Schichten wird kein Personal ausgetauscht. Zudem enden die jeweiligen Schichten etwas früher, damit es zu keinen Begegnungen der Beschäftigten kommt. Pausen wurden entzerrt, sodass Abstände zwischen Personen eingehalten werden können. Voneinander isoliert arbeiten nun auch die Produktionsstandorte in Ellwangen und Nördlingen: Mitarbeiter werden jeweils nur an einem, nicht an beiden Standorten eingesetzt. Bisher gebe es bei Varta keine Beeinträchtigungen in der Lieferkette. Auch an den aktuellen Investitionen halte man bei Varta fest. (ham)

27.03.2020, 17:20

Umfrage: 93 Prozent der Firmen spüren negative Auswirkungen der Coronakrise

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind inzwischen in fast allen Betrieben in Baden-Württemberg zu spüren. Laut einer neuen Blitzumfrage des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) geben etwa 93 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie negative Auswirkungen des Coronavirus auf ihre Geschäfte spüren. Etwa 83 Prozent rechnen in diesem Jahr mit einem Umsatzeinbruch, 77 Prozent geben an, dass dieser im zweistelligen Bereich liegen wird. Bei 41 Prozent kam es gar zum kompletten Stillstand oder zumindest in großen Teilen der geschäftlichen Tätigkeit. Der BWIHK hatte 1503 Betriebe aus Baden-Württemberg befragt. (rs)

27.03.2020, 16:09

IHK fordert Enddatum für Shutdown - und fürchtet drastischen BIP-Einbruch.

Wie die Heidenheimer Kammer errechnet hat, droht der Region Ostwürttemberg ein Rückgang des BIP (derzeit bei über 15 Mrd. €) von bis zu einem Fünftel. "Sollten die bestehenden Einschränkungen inkl. Wiederaufnahmezeit acht  Wochen überschreiten plus dann folgend die erste Zeit der Erholung könnte dies nach Einschätzung der IHK die Region mit einer Abschwächung des regionalen Bruttoinlandprodukts von knapp 3 Milliarden Euro, sprich bald einem Fünftel, belasten", schreibt die Kammer. 

IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle fordert deshalb: „Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit. Mit ´bis auf weiteres´ lässt sich nicht wirtschaften.“ Deshalb sei es wichtig, dass nun politische Signale kommen, die dem Shutdown ein Ende-Datum geben. „Wenn wir das System also weiter so unter Druck setzen ohne planbare Perspektive, wird es wohl nicht nur möglicherweise lange darunter leiden, sondern auch die als systemrelevant bezeichnete Infrastruktur am Ende schlechter finanzierbar und aufrechtzuerhalten sein.“ (rs)

27.03.2020, 15:48 Uhr

Soforthilfe des Landes: Kammern registrieren tausende Anträge - hoher Beratungsbedarf

Firmen können seit Mittwoch Soforthilfen des Landes beantragen. Das Angebot wird rege genutzt. Laut Angaben der Handwerkskammer Ulm steige die Zahl der Anträge pro Tag um 1000. . „Wir arbeiten mit Hochdruck, schnell und ohne viel Formularkram bei Beantragung und Auszahlung. Eine außergewöhnliche Situation erfordert außergewöhnliche Maßnahmen. Für altbekannte und vielfach bewährte Muster fehlt den Betroffenen Betrieben die Zeit“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. 

Neben der HWK ist auch die IHK für ihre Mitgliedsbetriebe für die Bearbeitung der Anträge verantwortlich. 2.200 Anträge aus der Region sind seit dem Start am 25. März 2020 des Soforthilfeprogramms zur Bewältigung der wirtschaftlichen Krise bereits eingegangen, so die IHK. IHK-Experte Markus Schmid stellt im Verfahren einen enormen Beratungs- und Informationsbedarf bei den Unternehmen fest. „Seit Start des Programms konnte unser elfköpfiges Beraterteam parallel über 1.000 telefonische Anfragen bearbeiten“, erklärte Schmid. Erwartungsgemäß kamen dabei die meisten Problemstellungen aus dem breit gefächerten Dienstleistungsbereich (54 Prozent) sowie aus dem Handel (27 Prozent). In der Masse handelt es sich dabei um kleine Unternehmen mit bis zu 15 Beschäftigten. Wichtig laut IHK: bei der Antragstellung vor allem auf Vollständigkeit zu achten, da die Anträge sonst leider nicht auf Plausibilität geprüft werden können und an den Antragsteller rückübermittelt werden müssen.

27.03.2020 15.31 Uhr

Umfrage der HWK Ulm: 77 Prozent der Betriebe mit Umsatzrückgängen

Eine Umfrage unter Handwerksbetrieben zu den Auswirkungen von Corona hat ergeben, dass 77 Prozent der Handwerker derzeit Umsatzrückgänge zu verkraften haben. 55 Prozent sind von Auftragsstornierungen betroffen. 36 Prozent haben mit Personalausfall zu kämpfen, mit fehlendem Material 31 Prozent. Behördliche Betriebsschließungen hingegen nennen 16 Prozent als Auswirkung. 10 Prozent der Handwerksbetriebe spüren die Corona-Krise bislang nicht in ihrem Betriebsalltag. 

27.03.2020, 14:47 Uhr

Auch der RUD-Konzern hat Kurzarbeit angemeldet. Zur Meldung. 

26. März 2020, 17:14

Neu bei Schwäbischer Post/Gmünder Tagespost:  Reisebüros fürchten um ihre Existenz.

© Gmünder Tagespost 22.05.2020 09:10
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Kommentare

Stiefie

Hier wird geschrieben von Maskenproduktion in heimischen Nähereien bei Susa trifft  diese ja zu aber  Triumph hat ja keine Näherei mehr in Heubach und Aalen lässt alles seit Jahren im Ausland fertigen dieses muss man zur Richtigstellung berichten 

Gruß ein Heubacher 

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